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UMTS und dann? LTE heißt der neue Standard

Wer es probiert hat, weiß: UMTS ist schneller als GPRS – aber nicht schnell genug. Abhilfe schafft momentan die Beschleunigung HSDPA, welche Datenübertragungen von bis zu 7,6 MBit/s zulässt. Darüber hinaus ist die beschleunigte Variante deutlich reaktionsschneller als der mittlerweile schon in die Tage gekommene UMTS-Standard. Beim Gedanken an die Lizenzgebühren, die die Netzbetreiber vor dem Start der UMTS-Datennetze zahlen wollten mussten, kann einem ganz schwindelig werden – auf der Profitseite dürften nach wie vor rote Zahlen bleiben.

Neben den (auch heute noch) mäßigen Tarifen dürfte der Standard selbst käuferseitig Fragen offen gelassen haben, so dass der Konsumwahn ausblieb. Die nächste Generation der mobilen Datenübertragung verspricht einiges mehr: LTE soll Übertragungen bis 100 MBit/s im Down- und 50 MBit/s im Upstream erlauben. Damit wird die Bandbreitenlücke zwischen kabelgebundener und mobiler Übertragung perspektivisch geschlossen. Ist die Verbindung darüber hinaus stabil und großflächig verfügbar, steht auch der Monetarisierung nichts im Weg. LG Electronics stellte bereits ein funktionierendes Endgerät vor, womit die größte Hürde genommen wäre. Der Termin für eine mögliche Markteinführung (der Endgeräte) wird für 2010 angenommen.

Offen bleibt die Frage nach dem Netzaufbau – sollte die Regulierung ähnlich kompliziert und teuer wie bei der Versteigerung der UMTS-Lizenzen werden, darf der Kunde eine weitere Generation abwarten. Ist dies nicht der Fall, rückt die Vision des “mobilen Servers” in Reichweite.

Via Golem.

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E-Plus weiter ohne HSDPA

E-Plus-Chef Thorsten Dirks bleibt weiterhin beim mittlerweile eher lahmen UMTS statt das Netz des Mobilfunkanbieters auf HSDPA umzurüsten. Ich dächte, ich hätte Herrn Dirks noch mit der Kunde vom mobilen Geschäft im Ohr – aber egal.

Meiner Meinung nach dürfte die Investition in Werbung statt der Produktverbesserung eher dem kurzfristigen Geschäft anstelle langfristiger Planungen wohl tun. Vielleicht ist es aber genau das, was das Unternehmen momentan benötigt.

T-Mobile und Vodafone sind technologisch einen Schritt weiter und bieten großflächig schnelle mobile Datendienste an. Die Tarifstruktur verrät allerdings, dass einiges an Druck dahinterzustecken scheint.

Dass die Zukunft mit mobilem Internet nichts zu tun haben soll, kann ich kaum glauben. Momentan fehlt es lediglich noch an Kleinigkeiten, um den Bedarf wirklich zu wecken – setzen sich Endgeräte mit anständiger Benutzerführung durch, welche darüber hinaus Browser mitbringen, die “normale” Webseiten brauchbar auf das Handy zaubern, dürfte der Durchbruch geschafft sein.

Zeichen auf die Entwicklung in Richtung mobilem Internet sind aktuell die Angebote von Bild und RTL (ohne hier die Qualität der Inhalte bewerten zu wollen…). Beide Anbieter erlauben mit den hauseigenen SIM-Karten die kostenfreie Nutzung der eigenen Portale. Viele Bauchlandungen, wie sie es einst bei Vodafone mit (fast ausschließlich) kostenpflichtigen Inhalten im Vodafone Live Portal gab, braucht die Branche meiner Meinung nach nicht mehr.

Via Handelsblatt & Golem.

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O2 bringt mobile Datenflat für 25€

Der Mobilfunkanbieter O2 bringt für den deutschen Markt ein Angebot für die mobile Internetnutzung zum Pauschalpreis. Der Preis beläuft sich auf schmale 25€ – und das geht auch “ohne” Sprachtarif wie bei der Konkurrenz.

Ganz ohne? Geht natürlich nicht – O2 hat allerdings einen Tarif im Angebot, der ohne Grundgebühr auskommt. Somit bleibt es bei 25€ Rechnungspreis.

Das Base-Angebot sieht den gleichen Preis für die Datenkarte vor – allerdings ohne HSDPA (weil es das E-Plus-Netz nicht kann), mit einer Laufzeit von 24 Monaten (wohingegen O2 sich mit 3 Monaten Laufzeit zufrieden gibt) und mit der Maßgabe, dass man noch einen kostenpflichtigen Sprachtarif dazukauft.

Für mich klingt das garnicht schlecht – nicht nur, wenn man fast ausschließlich unterwegs ist. Die Netzabdeckung mit HSDPA dürfte auch noch steigen.

Ein kleines Manko gibt es allerdings doch: bei 10GB Transfer pro Monat wird die Bandbreite eingekürzt.

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