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Stadt Dresden rettet Dynamo vor der Insolvenz

So oder so ähnlich soll es sein. Der seit Jahren angeschlagene Club im neuen Stadion leidet (vermutlich nicht nur aber spürbar) unter den finanziellen Zusatzbelastungen und kann sich mit der Stadt Dresden auf einen verlässlichen Partner verlassen.

Zusätzliche 1,2 Mio. € sowie das strategische Commitment, den Club auch in Zukunft (und damit in erster Linie bei der Lizenzbeantragung) nicht hängen zu lassen verhindern somit (vorerst) das Aus. (Via SZ)

In diesem Sinne: “Sport frei” und einen guten Wochenstart!

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Das berühmte Fass ohne Boden

… scheint momentan die HRE. Weitere 10 Mrd. € Sicherheitsbedarf wurden beantragt, um das Geschäft nicht sterben zu lassen.

Die Sicherheiten belaufen sich nun auf 102 Mrd. € – bei einem Geschäftsvolumen von 400 Mrd. € sind das stattliche 25%. Der Anteil am Rettungsfond “Soffin” beträgt mit 52 Mrd. € nicht unerhebliche 10%.

Darf man fragen, ob die Bank neben höchstspekulativen Anlagen auch am normalen Geschäftsverkehr teilgenommen hat?

Einem staatlichen Einstieg steht der amerikanische Großinvestor Flowers im Weg, der 25% der Bank sein Eigen nennt. Ein Verkauf in der jetzigen Situation scheint jedoch extrem unwahrscheinlich, da der Verlust bei einem Einstiegskurs von 22,50€ und aktuell einer Notierung von 1,29 € dem Totalverlust ähnelt.

Eine Insolvenz ist und bleibt trotz Allem unwahrscheinlich, da sie vom Ausmaß der Katastrophe um die amerikanische Bank Lehman Brothers ähnlich wäre.

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Hypo Real Estate mit weiterem Geldbedarf

Die schwer getroffene Bank Hypo Real Estate (HRE) ist auf weitere Staatshilfen angewiesen. Die Vermutung, dass noch lange nicht alle “faulen Anlagen” der Banken identifiziert und glattgestellt sind, wird damit weiter untermauert.

Im Falle der HRE werden weitere 12 Mrd. € Bundesbürgschaften aus dem Rettungsfonds Soffin bereitgestellt, so dass die Gruppe mittlerweile auf 40 Mrd. € “hockt”. Das wären fast 10% des Gesamtumfangs des Rettungstopfes.

Darüber hinaus wurden erst im Herbst Hilfen in Höhe von 50 Mrd. € gewährt. Ich vermute, kein Investor der Welt hätte an einem derartigen Geschäft Interesse. Ob der Bund noch einsteigt, ist weiterhin offen – bezahlt ist die Bank mittlerweile allemal.

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Konjunkturpaket – aber wie?

Im Streit um das Konjunkturpaket ist man sich scheinbar zumindest in der Höhe einig geworden. Aktuell stehen wieder 50 Mrd. € zur Debatte.

Greifen soll dieses für zwei Jahre – 2009 und 2010, so dass pro Jahr 25 Mrd. € entfallen. Die Erinnerung an die Mehrwertsteuererhöhung in jüngerer Vergangenheit enthüllt, dass 3% der jährlichen Umsätze grobe 16 Mrd. € im Staatshaushalt entsprechen, womit die Größenordnung der Hilfe eingeordnet wäre.

Die Möglichkeiten sind vielfältig und die Einigkeit gering. Die Erhöhung des Grundfreibetrags zur Einkommenssteuer sowie die Senkung des Einstiegstarifs von 15 auf 12 % bringen unglaubliche 137 € für Alleinstehende oder 274 € für verheiratete Paare – im Jahr! Rechnet man die Erhöhung der Krankenversicherungsbeiträge zum 01.01.2009 entgegen, gehen die Meisten vermutlich gänzlich leer aus. Die Krankenkassen könnten ebenso in den Genuss von Steuergeldern kommen – eine Senkung auf das Niveau des Vorjahres würde den Staat 7,5 Mrd. € kosten – geholfen wäre damit jedoch auch niemandem. Die Vorschläge für die Automobilindustrie sind kaum durchschaubar – die Rede ist von Kaufanreizen, die in ihrer Höhe keinen wirklichen Anreiz darstellen.

Wo kommt das Geld überhaupt her? Aus Krediten natürlich. Über die Einsparung an Ausgaben der öffentlichen Hand spricht man lieber nicht – was sich hier über die Jahre gesammelt hat, scheint sich derart etabliert zu haben, dass man den Eindruck gewonnen hat, das wäre unbedingt notwendig.

Skurriler Vorschlag am Rande: 50 Mrd. € sind viel Geld – möchte man die angeschlagene Automobilindustrie stützen, könnte man doch versuchen, wirkliche Anreize zu schaffen. Für Fahrzeuge mit einem Preis bis 30.000 € wäre doch ein Zuschuss von 50% gerade für Familien, die so nicht über die Mittel verfügen, sich solch ein Fahrzeug zu kaufen, ein wirklicher Anreiz. Das würde bedeuten, dass bei einer Förderung von 15.000 € pro Fahrzeug stattliche 3,3 Mio. (!) Neufahrzeugsubventionen durchgeführt werden könnten. Koppelt man einige Bedingungen daran (Haltung des Fahrzeugs länger als 5 Jahre, umweltfreundlich, aus inländischer Produktion, …), wäre dies nicht unvorstellbar. Eine Progressionskurve auf die Förderung in Abhängigkeit der finanziellen Lage des Interessenten könnte sozial schlechter gestellte wirklich bevorzugen. Darüber hinaus könnte sich die Automobilindustrie ein Auge holen, in welcher Höhe Absätze generiert werden können, wenn der Preis auf einem Niveau liegt, dass sich die größten Teile der Bevölkerung zum Händler trauen. Bevor Vorwürfe kommen: ich wäre mit meinem jungen Gebrauchten klarer Verlierer in dieser Konstellation, da der Preis in diesem Bereich wohl einbrechen würde.

Zu viel Pragmatismus – mögen die Berliner Entscheider das teure Geld lieber in so kleine Portionen teilen, dass niemand spürbar etwas davon hat. Ich habe noch niemanden getroffen, der sich aufgrund der Steuerbefreiung in Höhe von geschätzten 200 € einen Neuwagen für 30.000 € kaufen möchte.

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Wo ist Geld sicher? Commerzbank + Dresdner Bank

Hätte der Deal unter realwirtschaftlichen Bedingungen auf dem Frankfurter Parkett stattgefunden, wäre der Medienrummel ähnlich groß gewesen – die Übernahme der Dresdner Bank durch die Commerzbank ist finanziell nicht mehr durchführbar, so dass der Staat zu Hilfe eilt und mit 25% plus einer Aktie in das Konstrukt einsteigt. Damit ist der Steuerzahler im Besitz einer Sperrminorität.

Die nüchternen Fakten hören sich wenig befriedigend an – hinter den Risikoaktiva der Commerzbank in Höhe von ca. 200 Mrd. € sowie in Höhe von ca. 100 Mrd. € bei der Dresdner Bank verbergen sich ganz offensichtlich noch viel höhere Risiken als bisher angenommen.

Die Notbremse in Form des staatlichen Einstiegs kostet vorerst 18,2 Mrd. €, was gute 35% des ursprünglich geplanten Konjunkturpakets in Höhe von 50 Mrd. € ausmacht. Darf man die Frage stellen, ob diese Maßnahme wirtschaftlich völlig an der Realität vorbeigeht? Oder darf man fragen, ob die einst 50 Mrd. € “Konjunkturpaket” für die Medien und zum Schmunzeln kommuniziert wurden?

Die Steuerschätzung für dieses Jahr besagt Einnahmen in Höhe von ca. 554 Mrd. €. Abgesehen von der Tatsache, dass eine Summe von mehr als 1,5 Mrd. € täglich(!) nicht reicht, um die Staatsausgaben zu decken, beläuft sich das Rettungspaket allein schon in dieser Höhe. Wer mehr Kritisches lesen möchte, ist beim FAZ-Kommentar zur Commerzbank-Thematik richtig.

Wie ich gerade so über die Zahlen nachdenke, kommt mir die Rettung der 3000 Dresdner Arbeitsplätze bei Qimonda wie ein Schnäppchen vor (von dem die Bundesregierung gern Abstand nimmt). Im Kontext der Commerzbank-Katastrophe handelt es sich um Nachkommastellen…

Etwas Gutes hat die Angelegenheit doch, womit der Bogen zur Überschrift gespannt wäre: Kunden der Commerzbank und der Dresdner Bank brauchen sich um Ihre Einlagen nicht zu fürchten – es gelten in abgewandelter Form Norbert Blüms Worte.

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Konjunkturpaket kommt…

Dem 500-Mrd-Euro-Rettungspaket für die Bankenlandschaft wird demnächst ein Konjunkturpaket folgen. Vor garnicht allzulanger Zeit wurde diese Maßnahme aus Regierungskreisen noch als unnötig abgetan – was sich so als nicht ganz korrekt erwies. Im Gegensatz zu in der Vergangenheit bereits beschlossenen Wirtschaftshilfen sollen diesmal keine “Strohfeuer” abgebrannt werden. Ziel ist maßgeblich die Automobilindustrie, was angesichts der (Volkswagen mal ausgenommen) angespannten Lage durchaus diskutabel erscheint.

Die Summen sind einmal mehr astronomisch. Eine angesprochene Maßnahme besteht in der vorzeitigen Auszahlung von Fördermitteln, welche ursprünglich bis ins Jahr 2013 geplant wurden. Die Summe beläuft sich in diesem Punkt auf 350 Mrd €.