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Der Opel-Zock – hin, her, hin, her…

Selten wurde man bei einem Polit-Wirtschafts-Zock derart unterhalten. Das Drama um den Autobauer Opel nimmt offensichtlich weiter seinen Lauf. Nachdem kaum noch jemand daran geglaubt hat, dass der Deal mit Magna nicht stattfindet, ist der Fall nun doch eingetreten.

So skurril die Geschichte ist, so traurig könnte sie enden. Während GM am Rande der Insolvenz agierte, ließ man sich auf die Spekulationen einer Opel-Abspaltung ein – es folgten wilde Spekulationen über den Besitzstand im Gesamtkonzern GM mit dem Ergebnis, dass es sich bei der Marke Opel tatsächlich nur noch um die Marke handelt. Gut – auch diese mediale Ohrfeige konnte man in Amerika ertragen.

Ganz nebenbei und ohne größeres mediales Aufsehen gelang es, einen staatlichen Überbrückungskredit in Höhe von 900 Mio. € zu erhalten.

Der Bieter mit den größten Aussichten – Magna - würde wohl nach erfolgreicher Transaktion einen größeren Teil seines Kerngeschäfts in Gefahr sehen, immerhin handelt es sich um einen Automobilzulieferer, der dann in die Riege der Hersteller aufgestiegen wäre und damit einen Konkurrenten für andere Hersteller darstellt. Nun darf man sich fragen, wie genial das Konzept sein muss, dass trotz des Risikos im Kerngeschäft und darüber hinaus der schwierigen Lage des übernommenen Unternehmens unterm Strich trotzdem noch ein rentables Geschäftsmodell stehen bleibt.

Gut – so ist es nicht und so wird es nicht werden. GM wird an Opel festhalten – über finanzielle Mittel zur Sanierung der Firma verfügt man aber scheinbar nicht. Was von den aktuellen Spekulationen über Werksschließungen und Entlassungen überbleiben wird, ist allerdings noch offen.

Via FAZ, Spiegel, Focus.

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Über Misswirtschaft und Patente – Opel in der Klemme

Nach dem lauten Poltern um die geplante Eigenständigkeit des Autobauers Opel folgt nun die Ernüchterung. Als am 26. Februar dieses Jahres die Schlagzeile “Opel besitzt die eigenen Patente nicht mehr” zu lesen war, konnte man sich nicht vorstellen, dass selbst General Motors nicht mehr frei darüber verfügen kann:

[...] ist General Motors nicht mehr im Besitz der Patente seiner deutschen Tochterfirma Opel. GM habe die Patente als Sicherheiten an das amerikanische Finanzministerium abgegeben, um Hilfen der der Regierung in Milliardenhöhe zu erhalten [...] Die mögliche Rückübertragung von Patenten auf Opel spielt eine Rolle im Sanierungsplan der Manager. [...]

So wird das Rettungskonzept als “desaströs” kommentiert, was die Stimmung bei Opel selbst und im Umfeld kaum heben dürfte. Die Staatshilfe in Höhe von 3,3 Mrd. € dürfte damit in weite Ferne gerückt sein. Dass GM über einen längeren Zeitraum Gelder an Opel fließen lässt ist ebenso unwahrscheinlich, ließ das Unternehmen doch letztens verlauten, dass man die Einleitung eines Verfahrens zum Gläubigerschutz (Insolvenz) für eine gangbare Lösung hält. Zweifel des GM-Managements an der Nachhaltigkeit des eigenen Geschäftsmodells runden die Situation ab.

Der Vergleich zum Bankensektor sei an der Stelle erlaubt. Da wurde Hals über Kopf ein Topf in Höhe der Gesamtsteuereinnahmen eines Jahres geschaffen. Vergabekriterien? Vor dem Hintergrund der HRE schwer identifizierbar. Risikomanagement? Fehlanzeige. Im Verhältnis sind die Rettungspakete für die Unternehmen eine echte Lachnummer. Die Dominoeffekte mögen keine Verwerfungen am Finanzmarkt zur Folge haben – dafür werden sie am Arbeitsmarkt sichtbar. Ich bin gespannt, welch haarsträubende Logiken im “Superwahljahr” aufgetischt werden. Lassen wir uns einfach mal die Taschen füllen…

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Der Rettungsplan für Opel

Der heutige Tag soll Klarheit schaffen – vor allem über die Perspektiven der Adam Opel AG. Der Aufsichtsrat lässt sich seit 11.00 Uhr über die Pläne des Vorstandes informieren – 15.00 Uhr darf dann der Rest der Welt daran teilhaben. Derweil wird an den Opelstandorten demonstriert – für die Marke mit dem Blitz und vor allem für die bundesweit 26.000 Arbeitsplätze.

Selbst Kanzlerkandidat Steinmeier ließ es sich nicht nehmen, in beinahe rüdem Tonfall den Arbeitern zur Seite zu stehen – in beinahe gewerkschaftlicher Manier polterte er in Rüsselsheim von der Empore. Die FAZ verweist freundlich auf Ex-Kanzler Schröder, dessen Spezialität diese Art Auftritte bekanntermaßen war.

Über den wirklichen Kapitalbedarf wird aktuell lediglich gemutmaßt – zwischen drei und neun Milliarden Euro scheint alles möglich. Darüber hinaus steht das (wenn ich das richtig erkenne einzige ostdeutsche Werk) in Eisenach zur Disposition. Möglicher Käufer könnte der schwäbische Hersteller Mercedes-Benz werden, wobei mir verborgen bleibt, warum man in der aktuellen Situation die Kapazitäten vergrößern sollte. Auch dieses Thema fällt somit unter “Spekulation”.

Wie bereits gestern bekannt wurde, scheint es Uneinigkeit über die Besitzstände an Produktionsanlagen und Know How zu geben. Die Patente hat das Unternehmen an GM abgetreten – und damit eine große Einnahmequelle. Ob sich die Produktionsanlagen noch im Besitz der Rüsselsheimer befinden, weiß scheinbar nicht mal das Management. Für Anlagen wie auch Patente scheint zu gelten: bekommt sie Opel nicht, sieht es finster aus. GM wird jedoch kaum ohne Gegenwert darauf verzichten – in einer so komfortablen Position befindet man sich aktuell wirklich nicht.

Bis heute nachmittag bleibt es also spannend – dann wird der Sack geöffnet.

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GM in der Klemme – und Opel?

Der amerikanisch Hersteller General Motors ist defakto insolvent – wären da nicht die Milliardenhilfen seitens der US-Regierung. Der Konzern fasst weltweit aktuell 250.000 Mitarbeiter – ungefähr 26.000 auch an deutschen Standorten der Firma Opel.

Gestern wurde wild spekuliert, wie die Zukunft des Konzerns und auch der “Marke mit dem Blitz” aussehen könnte und als wahrscheinlich waren drastische Kostenreduzierungen, Werksschließungen und Entlassungen gehandelt worden. Eine Medienversion bestand darüber hinaus im “Verhungern lassen” der Marke.

Alles Spekulation? Die Nacht brachte nun einige Fakten. Es bleibt somit dabei, dass auch bei Opel Geld in großen Mengen gespaart werden muss – nicht jedoch die Schließung sondern vielmehr die Zusammenfassung der Marken Opel, Vauxhall und Saab könnten den gewünschten Effekt erzielen. Vor einem Verkauf der Marke scheuen sich die GM-Entscheider in Hinblick auf den fehlenden Erlös, der auf Grund der schlechten Marktlage wohl aktuell zu erzielen wäre und darüber hinaus stehen schlichtweg keine wirklich kaufinteressierten Interessenten zur Verfügung.

In Rüsselsheim heißt es nun “Konzepte schmieden” – nicht nur GM – auch die zur Hilfe gebetene Politik erwartet vom Vorstand tragfähige Konzepte. Auch eine Herauslösung wird nun nicht mehr ausgeschlossen. Bund und Länder stehen für dieses Unterfangen scheinbar Gewehr bei Fuß.

Überstanden ist die Misere lange nicht. Aktuell wird wohl gerade die Gürtelschnalle geöffnet, um im nächsten Schritt zwei bis drei Loch zuzulegen. Besonders gefährlich dürfte der erneute Milliardenbedarf bei GM sein, der wohl oder übel wieder aus amerikanischen Steuergeldern finanziert wird. Wie groß das Verständnis für ausländische Beschäftigte ist, wird sich an dieser sensiblen Stelle zeigen müssen.

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