Au Backe… Wie ich gerade die erneute Ankündigung der Telekom lese, nun verstärkt in den Glasfaserausbau zu investieren, bin ich beinahe vom Stuhl gekippt.
Der Plan umfasst den Glasfaserausbau bis in den Verbraucherhaushalt – umfasst also auch die “Last Mile”. Das allein hört sich nicht sonderlich verwunderlich an – ist es allerdings im Kontext der hiesigen Region.
In den 90er Jahren bis in den Anfang des neuen Jahrtausends hinein ging man schon einmal davon aus, dass es mit optischen Übertragungswegen auf Glasfaserbasis möglich sein sollte, die Bandbreiten (damals im Modem-Bereich um die 28.8k) deutlich zu erhöhen. Das schein logisch, ließ sich allerdings nicht zu vernünftigen Verbraucherpreisen realisieren, so dass in der Folge die günstige DSL-Technik ihren Höhenflug begann.
Im Rahmen der großen Erwartungen an die neue Technik und (so meine Vermutung) beflügelt durch Subventionen kam es in Dresden zu einem etwas großflächigeren Ausbau mit dem neuen, schnellen und überhaupt viel besseren Medium. Da sich DSL auf Glasfaserbasis nicht (wirtschaftlich) realisieren ließ, wurden in der Folgezeit die Leitungswege in einigen Stadtteilen wieder “überkupfert” – so auch hier. Der Rest der Glasfaserhaushalte hatte (und hat nach wie vor wenn ich nicht falsch informiert bin) schlicht und ergreifend Pech gehabt und konnte keinen DSL-Anschluss bekommen. Die Wirtschaftlichkeit des “Hin und Her”? Wollen wir alle nicht wissen…
Nun also der nächste Anlauf - ich gehe davon aus, dass es diesmal besser gelingen wird. Der Bandbreiten-Horizont soll bei 1 GBit/s liegen – für heutige Verhältnisse könnte man damit ein kleines “Home-Rechenzentrum” betreiben. Schauen wir mal, wie sich die Verhältnisse bis zum Durchbruch verhalten :-)
