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WikiLeaks ganz bescheiden: die nächste Veröffentlichung schreibt Geschichte…

Bereits gestern am Nachmittag berichtete Golem darüber, dass einmal mehr eine große Ankündigung über die Wikileaks-Lautsprecher verbreitet wurde: die nächste Veröffentlichung soll der ganz große Wurf werden.

Das Interesse ist immens: Golem zählt bisher ca. 500 Kommentare für den Artikel – mit geteiltem Wert für den Leser. Damit hat zumindest das Wikileaks-Marketing funktioniert, was im Ergebnis mit teils oskuren Mutmaßungen einhergeht.

Der Hype um Wikileaks erscheint mir nachvollziehbar – mittlerweile habe ich allerdings etwas Sorge um die Positionierung des Angebots. Unabhängig von allen persönlichen Querelen insbesondere um einen der führenden Köpfe – Julian Assange – bin ich mir mittlerweile nicht mehr sicher, ob preisgegebene Informationen überhaupt und – wenn ja – korrekt bewertet und verwertet werden.

Insbesondere das Angebot an “Rohdaten” – nicht Informationen – stimmt mich etwas bedenklich, da zwar ein beeindruckender Ausschnitt aus der Bevölkerung eine Meinung zum Thema hat, ich jedoch behaupte, dass niemand wirklich die Unmenge an Dokumenten gelesen – geschweige denn wirklich aufgenommen – hat. Ich würde es begrüßen, wenn die Arbeit nicht in der Veröffentlichung unsortierten und unbewerteten Materials sondern in der Ausarbeitung eines sinnvollen Sets an Informationen enden würde. Unter dieser Voraussetzung könnte ich mir sogar vorstellen, dass eine (hoffentlich objektive) Berichterstattung über die “ganz großen Medien” erfolgt.

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Dresdner Zeitgeschichte: Bautzner Straße

Ein Stück düstere DDR-Zeitgeschichte kann man in Dresden auf der Bautzner Straße erleben. In dem ehemaligen MfS-Komplex ist im Bereich der ehemaligen Haftanstalt eine Gedenkstätte eingerichtet, deren Besuch sich durchaus lohnt. Mit Blick auf die Dresdner Gegenwart in Form einer Brückenbaustelle wird man über Linoleumfußboden in die Tiefen Abgründe der DDR entführt. Folgend die Bilder der kleinen Fototour:

Neben der spürbaren Tristesse des Gebäudes, in dem im Äußersten auch Methoden wie Einzelhaft in Dunkelzellen praktiziert wurden, findet man zeitgenössische Dokumente wie Beobachtungsprotokolle und Urteile. Der Aufenthalt in ausschließlich künstlicher Beleuchtung macht das Verlassen des Komplex zu einer echten Wohltat.

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Honeckers Bunker – das Kontrastprogramm

Nachdem wir letztens die Stasi-Gedenkstätte Bautzen II besichtigt haben, geht momentan ein weiteres Bauwerk der DDR-Geschichte durch die Medien.

Für den Rückzug der Obersten der DDR konnte es nicht teuer und sicher genug sein, so dass mehrere immens aufwändige Bunkeranlagen gebaut wurden. Eine davon war das Objekt 17/5001 – der “Honecker-Bunker”. Dieser kann einmalig zwischen 02. August und 26. Oktober 2008 besichtigt werden. Der Preis liegt für eine 1,5h-Tour bei 20€ – für 100€ nimmt sich ein Mitglied des Teams 4h Zeit.

Leider hielt sich das Interesse an den Bauwerken in der Nachwendezeit in Grenzen, so dass durch Bunkertourismus verhältnismäßig viele der beweglichen Gegenstände “den Besitzer wechselten”. Das Interesse an der Technik war allerdings weniger groß, so dass diese noch fast vollständig zu besichtigen ist. Gerade das Objekt 17/5001 scheint viele Finessen zu enthalten. Neben den Versorgungsanlagen (Wasser, Strom, Küche) für die 350 Personen, die im Ernstfall dort hätten leben können, kann man sich die einmalige Aufhängung ansehen. Diese sollte Druckwellen großer Detonationen absorbieren können und dürfte für die damalige Zeit einige technische Herausforderungen dargestellt haben.

Interessierte finden einige weitere Informationen und Bilder unter bunker5001.com.

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Die CeBIT vor einigen Jahren

Die CeBIT bot schon vor einigen Jahren Trends und Visionen. Zur Einordnung des technischen Fortschritts ist der folgende Beitrag des NDR aus dem Jahre 1987 unbedingt sehenswert.

Besonders witzig fand ich das “Notebook” – 9kg schwer, leider aber ohne Angabe des Preises.

Gefunden bei: bloggingtom.ch

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Feldversuch “ohne Handy”

Am Montag starte ich einen kleinen Feldversuch – ich beginne ein Leben ohne mobile Kommunikation – und da ich keinen Festnetzanschluss besitze, werde ich mich wohl auf persönliche Kommunikation beschränken. Manche werden sich jetzt wundern – sind die kleinen Spielzeuge doch eine Erfindung der Neuzeit – und überhaupt ging es doch früher auch ohne.

Grund genug einmal darüber nachzudenken. Bis ca. 1998 durfte ich ohnehin keine Verträge abschließen und gerade für jugendliche mit begrenztem Budget war es ohnehin nicht Standard. Ein Prepaidangebot war leider preislich nicht drin, da die Telefonpreise noch sehr hoch waren. Viele Erwachsene konnten sich damals nicht einmal vorstellen, dass sich mobile Kommunikation durchsetzen würde – von daher war es eher “Juppies” und Geschäftsleuten vorbehalten.

Ericsson PH-388Ich bin garnicht mehr sicher – ich glaube im Jahre 1999 war es dann soweit und ich organisierte mir meinen ersten Mobilfunkvertrag. Das Angebot von E-Plus richtete sich damals hauptsächlich an Schüler und Studenten mit dementsprechendem Preisrahmen. Ich kann mich leider nicht mehr an die Tarifdetails erinnern, bilde mir aber ein, dass man mit einer Grundgebühr von 20 DM das Gerät finanziert hat und die Gesprächsminute wohl um die 50 Pfennige gekostet hat. Für heutige Verhältnisse ein wahres Schnäppchen. Das Gerät zum Vertrag war übrigens ein Ericsson PH-388. Das Bild stellt es leider nicht sehr klar dar – es konnte aber schon SMS – das war nicht selbstverständlich. Ein dreizeiliges Display (monochrom) und eine Akkulaufzeit von 12 Stunden waren die einzigen Gimmicks.

Ich möchte die Handygeschichte nicht komplett darbieten – das kann man sicher anderswo nachlesen – knapp 10 Jahre später kommt es nun erstmals wieder dazu, dass ich keines besitze.

Zum Abschluss vielleicht noch kurz, warum dem so ist: ich habe einfach zu lange gebummelt und den neuen Vertrag zu spät abgeschlossen. Leider sind die Preisunterschiede zwischen Ladengeschäft und Onlinehandel sehr, sehr groß. Und was Vorteile hat, hat meist auch Nachteile – diesen Montag bestellt, werde ich nun auf nächste Woche vertröstet. Hieß es vorm Abschluss noch “wir schicken die Karte vorab – alles kein Problem” – tönt es jetzt “wie Karte vorab – wir versenden alles zusammen – ihr Vertrag ist schon durch, muss nun durch die Versandabteilung”. Nunja – so ist das eben. Bis Montag läuft mein alter Vertrag noch – ich rechne eigentlich erst gegen Ende der Woche mit dem Neuen. Eine geringe Erwartungshaltung schützt vor großen Enttäuschungen. Da werde ich einfach mal testen, wie sich das vor 15 Jahren so gelebt hat. Ich hoffe, es gibt keine bösen Überraschungen – da werde ich dann hier einfach mal von Tag zu Tag mit Namen des Unternehmens darüber berichten.