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Zur Freude der Anleger: DAX mit Kurssprung

Nach der stürmischen Börsenzeit der letzten Wochen konnten die Anleger heute lachenden Gemüts die News verfolgen. Das Tagesplus von 10,3% ist der drittstärkste Kursanstieg in der Geschichte des Index. Die Top-Titel des heutigen Tages lauten:

  • Deutsche Bank – +23,7%
  • Hypo Real Estate – +21,4%
  • Allianz – +20,6%

Damit gehören die größten Verlierer der letzten Zeit (Banken + Versicherungen) zumindest heute zu den Gewinnern.

Schlusslicht ist an einem Tag wie heute – wie kaum anders zu erwarten – die Wolfsburger Volkswagen AG mit knapp 10% Verlust. Ob dies einfach die typisch antizyklische Bewegung des Wertes oder schwindendes Vertrauen in die Börsengangart des Großaktionärs Porsche ist, dürfte die Zukunft zeigen. Der Verlauf sieht unterdessen interessant wie selten zuvor aus – den Freunden der Statistik dürfte das ein Grauen sein :-)

Ursächlich für die heutige Entwicklung wird der Rettung der amerikanischen Großbank Citygroup gehandelt, der ein Rettungspaket der Regierung in Höhe von 300 Mrd. US-$ zuteil wird.

Der Rückgang des Ifo-Geschäftsklima-Index auf den tiefsten Stand seit 15 Jahren blieb heute unberücksichtigt – dass das so bleibt, darf angezweifelt werden.

Via onvista.de & faz.net.

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Auf die Bankenkrise folgt der Ausverkauf…

Nachdem die Spekulationen für und wider des Rettungspakets für die deutlich unter Zugzwang geratene Hypo Real Estate am Wochenende einen neuen Höhepunkt erreicht hat, werden die Anleger deutlich nervös. Der heutige Montag bringt über (fast) die gesamte Front breite Verluste:

  • DAX   -7%
  • MDAX   – 8%
  • TecDAX   -11%

Einmal mehr bildet die Volkswagen AG die (wohl Porsche-getriebene) Ausnahme: ein Plus von satten 6%.

Ich vermute, die Zeit ist reif für die eine oder andere Offenbarung über die tatsächlich verübten Praxen im Bankengeschäft. Unsere werte Regierung sichert mit einer Rekordsumme “Spareinlagen” ab (ca. 600 Mrd. €) – doch was genau wird überhaupt gesichert? Das Sparbuch, was wohl kaum noch einer im Schrank liegen hat, weil einerseits der Zinssatz unterirdisch ist und andererseits der nette Bankberater mit dem korrekten Schlips auf sichere und vor allem mit irren Renditen versehene Zertifikate beraten hat. Die Tatsache, dass fast alles über Termingeschäfte und damit kreditfinanziert abgewickelt wird, dürfte die Situation kaum verbessern. Die geschichtlich wohl einmalige Frage lautet für Banken die Tage wohl:

Wo bekommen wir sofort Barmittel?

Die Presse titelt unter dessen mit “Die Banker haben die Marktwirkschaft verraten”, “Helle Panik an den Börsen” und “Die Erpressten”.

Ich bin ehrlich gespannt, wie die Aufstellung der Gewinner und Verlierer aussehen wird – später, wenn man das Thema Finanzkrise in Büchern lesen wird. Da die Lösung im Werfen mit staatlichem Geld gesucht wird, wäre mein Tipp Inflation. Nicht extrem aber doch deutlich spürbar – damit wären auch Gewinner und Verlierer klar.

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Kalkulierte Aktienanlage? Fehlanzeige!

Die Sensation heute dürfte der Tagesgewinn des DAX sein: satte 5,5% konnte der Index zulegen. Die Märkte brachen in Folge der Lehman-Brothers-Pleite weltweit ein – heute die (doch etwas unerwartete) Kehrtwende.

Der Blick auf einige weitere Indizes lässt den geneigten Anleger zur Brille greifen: London & Paris liegen mit 8% deutlich über dem Schnitt – in Shanghai wird gar der größte Tagesgewinn der Geschichte verbucht: 9,5%.

Ursache dafür dürfte der “Rettungsplan” der amerikanischen Regierung sein. Nachdem letztens schon endlose Beträge in den gebeutelten Bankensektor geschoben wurden, denk man jetzt über eine langfristige Lösung nach. Erster Schritt ist eine 50 Mrd. US-$-Spritze in Form einer Einlagensicherung. In nächster Zeit will der Staat die Banken entlasten, indem er die Risiken der Hypothekenfinanzierungen übernimmt.

Darüber hinaus sind ab sofort sogenannte “Leerverkäufe” auf ca. 800 Titel (vornehmlich der Finanzbranche) untersagt. Dieses maßgeblich von Hedge-Fonds genutzte Instrument erlaubt Gewinne bei fallenden Kursen.

Nichts desto trotz dürfte Respekt weiter die Transaktionen an den Börsen bestimmen. Dass der heutige Trend nachhaltig ist, wage ich zu bezweifeln.