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Finanzkrise und IT – kein Zusammenhang?

Scheinbar unbeeindruckt zeigt sich IT-Arbeitsmarkt in Anbetracht der Finanzkrise. Hat sich der Stellenwert der IT verändert? Haben wir das Stadium des Dienstleisters erreicht? Kann man von “Enablern” sprechen, auf die im Business ungern verzichtet wird? Wird der ITler als Partner bei der Erreichung von Geschäftszielen wahrgenommen?

Die Zahlen, welche vom Projektwerk monatlich erhoben werden, lassen dies zumindest erahnen. Kaum Rückgänge in den Auftragsausschreibungen und nach wie vor zahllose unbesetzte Stellen. Leise könnte man vermuten, dass gerade Onlinevermittler noch davon profitieren könnten – kann man doch bei eingekauften Leistungen von einem geringeren Risiko ausgehen – aber der Teufel ist noch nicht an die Wand gemalt und ich werde das auch nicht tun.

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Deutsche Bank benötigt keine Hilfe

Nach den Spekulationen der letzten Tage hat sich Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann abermals klar und deutlich zum Rettungspaket geäußert:

Wir werden aus heutiger Sicht nicht mitmachen, weil wir ja stark sind.

und:

Ich verstehe die Diskussion überhaupt nicht. Ich bin dankbar, dass wir das Geld für die einsetzen können, die es nötig haben. Und die anderen, die es mit allen Mitteln versuchen, es eigenständig zu machen, die sollten doch nicht kritisiert werden.

Tatsächlich ist dieses Vorgehen weder falsch noch verwerflich – weder für die Bank noch für den Steuerzahler. Dem entgegen steht die Regierungsmeinung, die die Zwangshilfe (nach englischem Vorbild) prüft – dennoch ablehnt. Die Gedanken des freien Marktes an dieser Stelle zu kippen wäre wohl auch nicht der optimale Weg.

Dass in der Wirtschaft auf Grund der Geldverknappung folglich auch weniger Kapital ankommt, kann dennoch kritisch betrachtet werden. Im Detail würde mich das Vorgehen bei Kreditvergaben dann doch interessieren. Unterscheidet sich die Vergabe bei der Deutschen Bank von anderen Banken – speziell in der aktuellen Situation – im Vergleich zu Instituten, welche die staatlichen Hilfen angenommen haben?

Mehr dazu in der FAZ.

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Nehmen oder doch nicht nehmen?

Im Interview verkündet Peer Steinbrück heute, dass es Gespräche mit diverse Banken um die Annahme des Rettungsangebots gegeben habe. Unter den vier bis fünf Interessenten seien demnach auch Institute, die bisher in der Öffentlichkeit eine ablehnende Kommunikationsstrategie verfolgten. In den Fokus der Spekulationen rückt die Deutsche Bank. Ob Josef Ackermann diesen Schritt schadlos machen kann, darf man bezweifeln – war er doch unlängst noch der Meinung, dass man sich für die Inanspruchnahme “schämen” müsse.

In Amerika haben unterdessen 33(!) Institute auf staatliche Hilfeleistungen zurückgegriffen – hierzulande beschränkt sich die Unterstützung bislang auf einige Landesbanken.

Via FAZ.

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Bayern LB – West LB – der Nächste bitte!

Nachdem das Finanzdesaster um die Bayern LB Erwin Huber den Finanzministerposten gekostet hat, folgt nun die West LB mit der vorsichtigen Anfrage beim Bund. Dem 500 Mrd-Pakt der Bundesregierung gedankt, kommt es vorerst nicht zum großen “Bankensterben”. Die Bayrische Landesbank hat mit einem gesamten Kapitalbedarf von 6,4 Mrd. € den Rahmen mehr als gesprengt – ein operativer Verlust von ca. 3 Mrd. € im laufenden Geschäftsjahr scheint für eine Bank doch mehr als schaurig.

Die Sachsen LB war scheinbar erstes – aber nicht letztes – prominentes Opfer.

Via FAZ.

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500 Mrd € und die Angst vorm Nehmen

Kaum steht das Rettungspaket für die Banken in Höhe von 500 Mrd. €, gibt es auch schon ablehnende Haltungen. Klar – die Banken, die jetzt die Hände öffentlich danach ausstrecken, dürften sofort ins Kreuzfeuer der Börsianer geraten.

Dementsprechend lehnt der Deutsche-Bank-Chef Ackermann frühzeitig dankend ab während man beispielsweise bei der Commerzbank das Paket “in Ruhe anschauen” möchte. Bei ganz offensichtlich angeschlagenen Finanzdienstleistern möchte man sich zur aktuellen Situation lieber garnicht äußern.

Unterdessen wird im Bundeskanzleramt langsam aber sicher über ein Konjunkturprogramm nachgedacht. Letzte Woche war das (auch auf Nachfrage) kein Thema – heute steht die Automobilbrachne im Fokus. Dazu wird Angela Merkel mit den Worten “Ich kann mir in dieser Situation vorstellen, dass wir Anreize schaffen, damit Leute emissionsfreie Autos kaufen” zitiert.

In Anbetracht der Menge der Beschäftigten rund ums Automobil sind die Überlegungen grundsätzlich nicht falsch. Ob es sich dabei um einen Feldversuch handeln soll, um auch anderen Branchen über schwere Zeiten zu helfen, bleibt unterdessen offen.

Via FAZ.

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Rettungspaket steht – mit Ländern!

Nachdem es vor einigen Tagen reichlich Diskussionen um das Merkelsche Rettungspaket gab und die Länder eher zögerlich auf den geforderten Drittel-Anteil reagierten, haben die letzten Handelstage am Parkett für breite Übereinstimmung gesorgt.

Der 500 Mrd. € schwere Fond wird von einer neuen Behörde verwaltet – der FMSA – Finanzmarktstabilisierungsanstalt. (Wer hat sich dieses sperrige Wort ausgedacht?!)

Ob die Finanzspritze die erhoffte Erholung bringt, wird sich noch herausstellen – auf jeden Fall dürfte sie dem Geldmarkt wieder ein wenig Schwung verleihen.

Wer sich am Ende von den 6250 € pro bundesdeutschem Kopf die Taschen vollhaut, wird sich ebenso zeigen :-)

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