Das kann ich zumindest gerade beim Durchforsten der Presse feststellen. Während der Übertragung des Halbfinales Deutschland vs. Türkei war es zu Bild- sowie Tonstörungen gekommen.
Insbesondere vor dem Hintergrund, dass sich die UEFA das Geschäft mit der Übergabe des Signals gesichert hat, erscheint dieser Vorfall recht skurril und es hagelt direkt Kritik.
Ursache waren wohl minimale Aussetzer (in Folge eines Unwetters) in der Stromversorgung. Normal gilt es, SPOFs (Single Point of Failure) zu vermeiden, was in diesem Fall ganz offensichtlich nicht gelungen ist. Zeiten unter einer Millisekunde haben die Rechentechnik dann zum Neustart gezwungen – und der ist nicht wie am heimischen PC in 15 Sekunden erledigt. Einzig das Schweizer Fernsehen verfügte über eine eigene Anbindung, so dass sich das ZDF derer Bilder bediente. Diese Interimslösung hatte dann unter Anderem den Effekt, dass Tore vom Moderator bejubelt wurden während sie noch garnicht gefallen waren.
Beim Public Viewing in Dresden waren die Zuschauer garnicht begeistert, was die Gastronomen freute. Während der Unterbrechungen nutzen viele der Fans die Möglichkeit, sich mit Getränken zu versorgen.
Für den weiteren Turnierverlauf beugt man nun noch intensiver vor und stellt auf eine eigene Stromversorgung um. Da bleibt nur Däumchen halten fürs Finale.
Meinungen gibts bei Golem und Heise.