Was ja ansich zu erwarten war. Grund genug, um mal nach ihr zu googlen. Dabei findet man ihre Internetpräsenz, in der eine (Gegen)Darstellung zu den Vorkommnissen bei Herrn Kerner hinterlegt ist. Dort kann man – neben der Distanzierung von rechtem Gedankengut – einige Aussagen, die auch in besagter Show fielen, nachlesen:
Ich wünsche mir moderne Frauen, die zwischen verschiedenen Lebensentwürfen frei wählen können, – ohne wirtschaftlichen Zwang!
Diesen Ansatz sollte man doch begrüßen können. Darauf folgt:
Ich wünsche mir, dass – wenn eine Familie es so möchte – die Kinder wieder eine Alternative haben zu den Kinderbatterien mit den ständig wechselnden Betreuerinnen. Dass sie herauskommen aus der Kälte – und dass sie wieder hinein dürfen in die Wärme ihrer Familien und zu den Eltern, soweit das nur irgendwie geht.
Nun – die Kindertagesstätten als “Batterien” mit “ständig wechselnden Betreuerinnen” zu bezeichnen finde ich doch ein wenig übertrieben. Desweiteren ist die Kinderbetreuung im Vorschulalter die erste Trainingsmöglichkeit für soziale Kompetenzen. Vor dem Hintergrund der Diskussion über mangelnde Möglichkeiten der Kinderbetreuung für (hauptsächlich) Frauen, die gern einer Arbeit nachgehen wollen, ist das vermutlich nicht unbedingt der richtige Weg.
Bleibt festzuhalten, dass sich die gefühlte Realität wohl nicht für alle auf einen Nenner bringen lässt. Für meinen Geschmack dürften die existierenden Angebote verbessert und durch weitere ergänzt werden, um wirklich Chancengleichheit zu schaffen. Andere Möglichkeiten liegen beispielsweise in einem Barmittelausgleich für Eltern, um ihnen die Möglichkeit einer Aufsicht für ihre Kinder nach ihren Wünschen zu geben. Befürworten kann man sie vermutlich – in Anbetracht der demographischen Entwicklung – alle.
