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Business-Plattform Xing mit gutem Ergebnis

Die Betreiberfirma der Business-Plattform Xing hat Zahlen gemeldet. In den ersten zwei Quartalen hat die Xing AG einen Umsatz von 15,91 Mio € generiert und daraus ergibt sich ein EBITDA von 5,76 Mio. €. Die schwarzen Zahlen wundern mich ansich nicht, ist doch ein interessantens Eigentümergefälle vorzufinden.

Lars Hinrichs (Gründer und jetzt Vorstandsvorsitzender der Xing AG) durfte ich hier in Dresden schon live erleben. Damals berichtete er vom Startup und von den Risikokapitalgeschäften. Interessanterweise hielt er zu dem Zeitpunkt noch 80% der Anteile.

Zwischenzeitlich kam der Börsengang, der dem Unternehmen einen enormen Marktwert bescherte. Die Kapitalisierung liegt momentan bei 150 Mio. €.

Ein Blick in die Eigentümerauflistung bei comdirekt.de verrät, dass sich Lars Hinrichs aus der aktiven Teilhaberschaft fast vollständig zurückgezogen hat – sein Anteil beträgt noch 0,1%. Regiert wird das Unternehmen scheinbar von Risikokapitalgebern und Banken. Ob sich tatsächlich Umsätze erzeugen lassen werden, die diesen Transferwert rechtfertigen, wird sich noch zeigen.

Ein weiteres prominentes Beispiel für ziemlich großzügige Bewertungen dürfte der Networking-Dienst Facebook aus den USA sein. Dessen Gründer Mark Zuckerberg rechnet mit einem Wert von 10 Mrd. US-$ und Microsoft kaufte sich zu diesem “Kurs” bereits Anteile.

Was fällt einem dazu noch ein? Verrückt ist die Welt! Die richtige Idee zur richtigen Zeit mit den richtigen Partnern macht solche Vorhaben möglich.

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MeinVZ – Aller guten Dinge sind drei…

Neben StudiVZ und SchülerVZ eröffnet Holtzbrinck nun die dritte Social-Plattform. Sonderlich überrascht bin ich von dieser Ankündigung nicht, ist es doch so, dass Schüler und Studenten irgendwann keine Schüler oder Studenten mehr sind und damit aus dem Beuteschema dieser Portale herausfallen. Dementsprechend soll auch eine Funktion zur Übernahme des Profils und der Kontakte aus StudiVZ in MeinVZ zur Verfügung stehen.

Die Datenschutzregularien lehnen sich am StudiVZ an. Heise berichtet in folgender Form:

Die Nutzer hätten bei MeinVZ die “volle Kontrolle” über ihre Privatsphäre, sagte der operative Leiter Michael Brehm bei einer Präsentation in Berlin. Jeder könne auswählen, welche Daten er von sich preisgeben wolle und welche nicht. Persönliche Daten werde das Unternehmen nur dann für nutzerbezogene Werbung verwenden, wenn dem zugestimmt werde. StudiVZ war im Dezember nach einer Änderung der Allgemeinen Geschäftsbedingung zugunsten zielgerichteter Werbung massiv in die Kritik geraten. Versuche, persönliche Daten zur effektiveren Platzierung von Werbung zu nutzen, sind auch bei anderen Plattformen schon zum Bumerang geraten. Auch Verbraucherschützer haben ein Auge auf das Portal geworfen.

Ob der gestresste Markt der Social Networks noch eine weitere Plattform verträgt, bleibt abzuwarten. Der amerikanische Gigant Facebook möchte sich im europäischen Raum ebenfalls etablieren.

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Die Gebrüder Samwer…

Im Netz gehen Gerüchte um, die drei Brüder Samwer planen einen Einstieg bei Facebook, um die Plattform erfolgreich nach Europa zu holen. Dieser Schritt klingt für beide Seiten vielversprechend – die Brüder könnten ihr bereits gesammeltes Vermögen (ich berichtete bereits) vergolden und Facebook-Gründer Mark Zuckerberg hätte ernsthafte Aussichten auf Erfolg außerhalb der USA. Fraglich bleibt mir die Höhe der Beteiligung – Facebook wird auf 15 Mrd. US-$ geschätzt. Microsoft ist vor garnicht allzulanger Zeit mit 240 Mio US-$ eingestiegen und hat nicht wirklich große Anteile damit ergattert.

Die Samwer-Brüder hielten schon Anteile an StudiVZ (was für 85 Mio € den Besitzer wechselte) – das große Geld haben sie allerdings mit Jamba verdient. Durch das gute Euro-Dollar-Verhältnis könnte sich ein Investment jenseits des großen Teiches durchaus lohnen.

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Google bekommt den Hals nicht voll

So sieht es im Moment zumindest aus. Es scheint kaum eine Branche in IT und Telekommunikation zu geben, die Google nicht erschließen möchte.

Heute wurde das OpenSocial-Projekt vorgestellt – eine weitere Version des Social Networking – diesmal allerdings mit offenen APIs, so dass projektübergreifend Funktionen genutzt werden können.

Die Erschließung des Marktes macht man sich relativ einfach – man arbeitet einfach mit einigen großen Plattformen zusammen (MySpace, Xing, …) Eine gewisse Rivalität entsteht gegenüber Facebook – an diesem Projekt hat sich unlängst Microsoft beteiligt.

Für kleinere Anbieter sollte dieses Konzept einen großen Vorteil bedeuten, da sie nun leichter im Networking-Markt teilnehmen können – ohne großen Programmieraufwand.

Gerade in Deutschland könnte das Thema “gläserner Mensch” wieder aufköcheln – ist dieses Konzept doch geradezu darauf ausgelegt, persönliche Daten so breit wie möglich im Internet zu verteilen. Andererseits ist es doch jedem selbst überlassen, wo er sich anmeldet und welche Informationen er dabei preisgibt.

Drei APIs sind wohl mittlerweile als Beta verfügbar: Activities Data API, Persistance Data API und das People and Friends Data API. Letzteres wird vermutlich kombiniert mit dem Activity Data API in nächster Zeit am häufigsten Verwendung finden.

Ich finde, das ist doch ein sehr interessantes Projekt – haben wir doch letztens in einer kleinen Runde über Visionen diskutiert, die über das Social Networking, wie es heute existiert, hinausgehen. Dieser Entwicklungstrend könnte zumindest einige Leute zur Erstellung eigener Sites motivieren. Von Profilseiten, die vor Schleim triefen und keine oder nur teilweise wahre Informationen enthalten, hat man doch langsam genug.

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Microsoft bäckt kleine Brötchen

Steve Ballmer, Microsofts CEO, hat sich auf dem Web2.0-summit in San Francisco zur Geschäftsstrategie geäußert. In nächster Zeit werden kleine Übernahmen dem “Supergau” vorgezogen. Darunter werden sich auch einige OpenSource Projekte wiederfinden. Noch im Mai wurde die Übernahme des Werbedienstleisters aQuantitive für 6 Mrd. $ bekannt gegeben. Zu den Übernahmespekulationen von Yahoo und Facebook wollte Ballmer nichts mehr sagen.

Okay, Yahoo ist nicht gerade winzig und preiswert – und gleich garnicht billig. Was Facebook angeht, bleibt abzuwarten, ob sich social networking nicht doch noch als kurzweiliger Hype entlarvt – zudem hat der Gründer und Inhaber seltsame Vorstellungen über den Wert seines Unternehmens. Der 23-jährige Mark Zuckerberg hält Medienberichten zufolge weiterhin an der Summe von 10 Mrd. $ fest. Es wurde über ein Microsoft-Engagement von 5% mit einem Wert von 500 Mio $ spekuliert – das wird wohl jetzt doch nichts. Wenn man sich mal Umsatz und Überschuss von Facebook ansieht, wird auch sofort klar warum.

Wenn ich mich recht erinnere, wurde der deutsche Klon – studivz – für 80 Mio € veräußert – auch schon viel Geld.

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