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GM in der Klemme – und Opel?

Der amerikanisch Hersteller General Motors ist defakto insolvent – wären da nicht die Milliardenhilfen seitens der US-Regierung. Der Konzern fasst weltweit aktuell 250.000 Mitarbeiter – ungefähr 26.000 auch an deutschen Standorten der Firma Opel.

Gestern wurde wild spekuliert, wie die Zukunft des Konzerns und auch der “Marke mit dem Blitz” aussehen könnte und als wahrscheinlich waren drastische Kostenreduzierungen, Werksschließungen und Entlassungen gehandelt worden. Eine Medienversion bestand darüber hinaus im “Verhungern lassen” der Marke.

Alles Spekulation? Die Nacht brachte nun einige Fakten. Es bleibt somit dabei, dass auch bei Opel Geld in großen Mengen gespaart werden muss – nicht jedoch die Schließung sondern vielmehr die Zusammenfassung der Marken Opel, Vauxhall und Saab könnten den gewünschten Effekt erzielen. Vor einem Verkauf der Marke scheuen sich die GM-Entscheider in Hinblick auf den fehlenden Erlös, der auf Grund der schlechten Marktlage wohl aktuell zu erzielen wäre und darüber hinaus stehen schlichtweg keine wirklich kaufinteressierten Interessenten zur Verfügung.

In Rüsselsheim heißt es nun “Konzepte schmieden” – nicht nur GM – auch die zur Hilfe gebetene Politik erwartet vom Vorstand tragfähige Konzepte. Auch eine Herauslösung wird nun nicht mehr ausgeschlossen. Bund und Länder stehen für dieses Unterfangen scheinbar Gewehr bei Fuß.

Überstanden ist die Misere lange nicht. Aktuell wird wohl gerade die Gürtelschnalle geöffnet, um im nächsten Schritt zwei bis drei Loch zuzulegen. Besonders gefährlich dürfte der erneute Milliardenbedarf bei GM sein, der wohl oder übel wieder aus amerikanischen Steuergeldern finanziert wird. Wie groß das Verständnis für ausländische Beschäftigte ist, wird sich an dieser sensiblen Stelle zeigen müssen.

More: FAZ.

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SAP mit drastischen Einschnitten

Nachdem schon bei Neueinstellungen der Riegel vorgeschoben wurde, folgen nun beim Vorzeige-IT-Unternehmen Deutschlands Entlassungen. Betroffen werden ca. 3.000 Mitarbeiter sein kündigte der ERP-Riese über den neuen Chef Léo Apotheker an.

Für das Jahr 2008 konnte man zwar noch Gewinne in Milliardenhöhe verbuchen – eine Prognose für 2009 wagt man jedoch nicht. Die Einsparungen sollen nominal 200 Mio. € betragen.

Problematisch war zuletzt schon die Einführung der neuen Mittelstandssoftware, mit der man weiteres Wachstum erzeugen wollte. Das Standardprodukt verfehlte jedoch die Erwartungen deutlich und stellte sich offenbar als unverkäuflich heraus, was zum sofortigen Stop des Projekts führte. Nun wird man Kreativität beweisen müssen, um die selbstgesteckten Ziele zu erreichen – ob das gelingt wird nicht unwesentlich von der Führungsstärke Apothekers abhängen.

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Qimonda mit drastischen Einschnitten

Der Speicherchiphersteller Qimonda wird bis März einmal mehr Personal abbauen. Maßgeblich betroffen wird das Dresdner Werk mit 950 Stellenstreichungen sein. Dass sich darunter 200 Leiharbeiter befinden sollen, mildert die Berichterstattung wenig. Am Münchner Hauptsitz werden 600 Arbeitsplätze entfallen.

Bleibt zu hoffen, dass die drohende Insolvenz abgewendet werden kann. Die Zahlungsunfähigkeit des Unternehmens wird im Falle der weiter erfolglos verlaufenden Investorensuche für März 2009 prognostiziert. Die Infineon-Ausgründung mit aktuell 13.000 Beschäftigten wird von der Mutter (77,5% der Anteile) keine Hilfe erwarten können. Im Gegenteil: Infineon kündigte an, Anteile an Aktionäre zu verschenken, sollte nicht demnächst ein Investor gefunden werden können. Ziel ist, die Beteiligung mindestens unter 50% zu drücken.

Die Anfrage für eine Staatsbürgschaft über 500 Mrd. € wurde zumindest vom Land Sachsen – wenn auch ohne konkrete Zusagen – geprüft und für diskutabel erachtet.