Der Spritpreis ist zwar wieder auf einem halbwegs erträglichen Niveau angelangt – nichtsdestotrotz bleiben die energetischen Unsicherheiten. BMW startet einen Pilotversuch, bei dem in zwei deutschen Großstädten geschätzte 65 sogenannte “Mini E” in der Praxis getestet werden. Was sich jetzt so blumig anhört, hat im realen Leben (nicht nur) einen eklatanten Nachteil: der Elektro-Mini ist bis unters Dach vollgeladen mit Batterien, so dass lediglich zwei Sitzplätze und ein Minimum an Gepäckraum zur Nutzung zur Verfügung stehen. Ob die 150 KW in Anbetracht der enormen Masse des Equipments noch Spaß machen, würde mich tatsächlich interessieren – der Wert ansich verheißt erstmal Fahrspaß pur. Die Reichweite – einer der Hauptkritikpunkte – soll bei 200 – 250 km liegen und wird somit die Kritiker kaum in die Flucht schlagen können. Leider ist keine Angabe zum benötigten Zeitrahmen für die Akkuladung zu finden – bewegt sich dies innerhalb einer Kaffeepause oder doch eher einem Hotelaufenthalt?
Wer jetzt noch Lust auf den Alltagstest verspürt und in Berlin zu Hause ist, kann sich auf der Mini-Seite bewerben.
Der Ansatz ist trotzdem gut – wie sollen die Autos jemals Serienreife erreichen, wenn man die Konzepte nicht auf der Straße erprobt? Darüber hinaus wird es kaum relevantere Testverfahren geben als die, die im realen Leben ablaufen.
