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Elbe-Staustufe: Vorgehen? Wie immer…

Die durch unsere tschechischen Nachbarn geplante Staustufe für die Elbe verursacht – erwartungsgemäß – erheblichen Streit. Ziel des Bauwerks ist die Beeinflussung des Wasserstands der Elbe – in erster Linie die Erhöhung bei Niedrigwasser um die Schifffahrt auch in den Sommermonaten aufrecht erhalten zu können.

Da die Auswirkungen der Maßnahme insbesondere auf deutschem Gebiet spürbar sein werden (das Bauwerk wird von Deutschland aus betrachtet kurz hinter der Grenze stehen), kommt ein Beteiligungsverfahren zur Anwendung.

Aktuell sehen sich die Beteiligten auf deutscher Seite ins Abseits geschoben, da von den mehr als 500 Seiten fassenden Planungsdokumenten lediglich eine Zusammenfassung von 28 Seiten ins Deutsche übersetzt wurde. Eine Übersetzung der vollständigen Unterlagen wurde vorerst gestoppt, da innerhalb der Frist des Beteiligungsverfahrens nicht davon auszugehen war, dass man die Übersetzung und folgend eine Bearbeitung innerhalb des Zeitfensters abarbeiten kann.

Man kann es drehen wie man will – betrachtet man die großen Bauvorhaben der letzten Zeit (Dresden: BAB 17 und Waldschlößchenbrücke, Stuttgart: Stuttgart21, …)  sind die  wichtigsten Aspekte das Stakeholdermanagement und darin insbesondere die Öffentlichkeitsarbeit. Werden Vorhaben, bei denen in irgendeiner Weise in größerer Menge (wenn auch nur gefühlt) Personen ein Gefühl der Betroffenheit entwickeln, hinter verschlossenen Türen entwickelt und durchgeführt, ist der Protest programmiert. Irgendwie fühlt sich das wie eine neue Form der Demokratie an, in der die Menschen auch selbst aktiv werden und einen gewissen Grad an Mitbestimmung einfordern. Jetzt gilt es ansich nur noch, die Vorteile dieser neu gewonnenen Qualität herauszuarbeiten.

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Stadtfest-Sonntag Dresden mit Turmbesteigung und Entencup

Am heutigen Sonntag hat mich das Wetter nun nochmals zum Stadtfest “motiviert”, wo das unter anderem vom Kollegen Stefan beworbene (und durch ein kleines Gewinnspiel befeuerte) Entenrennen auf der Elbe stattfand.

Weiterhin haben wir es geschafft, den Hausmannsturm mit seinen unglaublichen 221 Stufen zu besteigen. Von oben hat man einen herrlich herrschaftlichen Blick über Dresden. Die Attraktion gewährt durch den Gang durch das Schloss noch einen kleinen Einblick in die aktuelle Baulage, die man von außen nicht erhaschen kann. Fazit? Die drei Euro Eintritt sind durchaus auch für Dresdner ein lohnendes Investment.

Entgegen dem gestrigen Besuch (mit Feuerwerk und Lasershow) habe ich heute die Kamera eingepackt, um der Nachwelt einen kleinen Eindruck zu hinterlassen :-)

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Dresden: Filmnächte am Elbufer 2010

Nachdem ich zur Eröffnung “Pulp Fiction” bei den Filmnächten am Elbufer in Dresden war und die neu gewonnene Zwei-Klassen-Gesellschaft live in Augenschein nehmen konnte, benötigte ich erstmal ein paar Tage zum Verdauen. Auch wenn es der erste Tag der Filmnächte war und sich das eine oder andere noch einpegeln sollte, hier meine Kurzkritik:

  • Goods
    • die Filmauswahl – Pulp Fiction gehört irgendwie zu der Art Filme, die man durchaus mal gesehen haben kann
    • die riesige Leinwand, die nicht nur ein großes sondern darüber hinaus auch ein scharfes und farblich gelungenes Bild hinterlässt
    • der wunderschöne Ausblick auf den Dresdner Sandstein (Brühlsche Terasse, je nach Standpunkt die Frauenkirche, Hofkirche, Augustusbrücke, …)
  • Bads
    • technische Probleme am Einlass mit einer wirklich satten Verzögerung nachdem eine Hand voll Leute abkassiert waren
    • eine Currywurst, die wohl über den Zeitraum der Kassenverzögerung auskühlen durfte und bei der sich wohl jeder Berliner / Kölner wieder umgedreht hätte
    • die Preisgestaltung gemessen an der Servicequalität
    • schlechte Organisation am Tresen
    • die großflächig gesperrten Bereiche

Insbesondere die Sperrung des Sitzmobulars im Gastronomiebereichs erscheint dem geneigten Besucher seltsam, da sich dort einerseits Personen mit Umsatzabsicht aufhalten würden und man andererseits nicht wirklich den Eindruck gewinnt, dass ausreichend Leute Zutritt besitzen. Von der Ferne betrachtet könnte man meinen, dass das Personal die Sitzflächen gegen Filmstart aus dem Bekanntenkreis auffüllt, um den Unmut der Besucher zu begrenzen (interessanterweise konnte ich den Begriff “Zwei-Klassen-Gesellschaft” in Kombination mit ausgeprägter Unzufriedenheit an diesem Abend mehrfach vernehmen). Sei’s drum.

Nun habe ich mehr negative als positive Punkte auf der Agenda, was mich ansich verwundern würde. Der Eindruck deckt sich allerdings mit der Nachfrage nach Tickets – gefühlt war zu “ausverkauft” noch eine Ecke Platz.

Genug der Kritik: die Veranstaltung im Herzen Dresdens lebt weiter: vom Ambiente und den Leuten – vom Kinoprogramm und den Konzerten. Wer Interesse am Programm hat, findet dies hier.

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Public Viewing an der Elbe auch am Tage!

Großes Einlenken im Finanzministerium: nachdem letztens noch heiß diskutiert wurde, ob bei euphorischem Fan-Lärm die Doppik-Einführung umsetzbar ist, können Fußballfans nun aufatmen:

Alle Spiele werden am Dresdner Elbufer beim großen Public Viewing Event übertragen!

Keine Nachverhandlungen mit Sponsoren, keine Diskussion über die Live-Schalte im Privatfernsehen – Sport frei!

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Dresden: Grillen an der Elbe? Erlaubt, verboten, erlaubt, verboten…

Die Dresdner Elbwiesen sind durch den Blick auf die ungeheure Menge strukturiert gestapelten Sandsteins, die Kurfürst August der Starke einst anfahren ließ, für Touristen wie Einheimische eine attraktive und beliebte Adresse zum Flanieren und – natürlich – Sitzen, Plaudern und Grillen. Da genau dies für die Teilnehmer dieser meist kleinen aber feinen Sit-Ins immer wieder ein Highlight darstellt, der Grillabend jedoch schnell mit einer Menge herumliegenden Mülls endet und darüber hinaus die Nebelschwaden mitunter auch mal den Blick versperren, tobt alljährlich die Diskussion über das Für und Wider der Grillgelage an der Elbe in DD.

Während durch Befürworter nach mehr frei verfügbarem Abfallvolumen gerufen wird, ertönen bei den Grill-Gegnern Argumente der Störung und der zusätzlich entstehenden Kosten. Auch das Grill-Thema wird regionaltypisch – mit verhärteten Fronten – diskutiert.

Genug der Vorgeschichte: wo ist denn das Grillen an der Elbe nun erlaubt? Die erlaubnis- und gebührenfreien Grillplätze im öffentlichen Raum der Stadt Dresden können über den Themenstadtplan (interaktiv und navigierbar) eingesehen werden.

Eine textuale Liste aller  Grillplätze findet sich auf Dresden.de, wobei sich die Anzahl nicht deckt:

Ortsamtsbereich Altstadt:
- Ostragehege (Open-Air-Gelände)
- Elbufer an der Marienbrücke (Volksfestgelände)
- Elbufer an der Albertbrücke (zwei Plätze)

Ortsamtsbereich Neustadt:
- Alaunplatz
- Elbufer an der Marienbrücke
- Elbufer an der Albertbrücke
- Elbufer unterhalb des Rosengartens
- Elbufer an der Saloppe

Ortsamtsbereich Blasewitz:
- Toeplerpark

Ortsamtsbereich Prohlis:
- Grünanlage am Rudolf-Bergander-Ring

Ortsamtsbereich Cotta:
- Volkspark Briesnitz

Ortsamtsbereich Oberwartha:
- Grünanlage am Fünf-Brüder-Weg

Nun habe ich wieder einmal festgestellt, dass das Würstchenbraten mit Blick auf die Brühlsche Terasse nicht gestattet ist – nachdem ich bereits die letzten Jahre inoffizielle Befragungen (mit teils recht toleranten Ergebnissen) im Bekanntenkreis durchgeführt habe, würde mich auch im Jahr 2010 interessieren, wie die Ordnungsbehörden mit dem Grill an den Elbwiesen umgehen. Das ist natürlich keine Aufforderung, dies auszuprobieren – manchmal wird man jedoch Zeuge, wie in der Nachbarschaft Steaks gewendet und Diskussionen geführt werden ;-)

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Verschneites Dresden

Die kalten Tage sollen vorbei sein, so dass Russland die Gaslieferungen wieder aufnehmen kann. Die fast schon sibirische Kälte führte zu deutlicher Schollenbildung auf der Elbe, was alles andere als alltäglich ist. Im Alberthafen wurden gar Eisbrecher gesichtet und das traditionelle Neujahrsschwimmen musste auf Grund zu großer Gefahr durch treibendes Eis verschoben werden.

Ich wünsche ein schönes, (winter-)sportliches Wochenende!

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