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Google-Nutzerkonten geknackt – folgt der Rückzug aus China?

Nachdem angebliche, durch chinesische Instanzen beauftragte, Angriffe auf Googles Infrastruktur erfolgreich verliefen, überdenkt der Suchmaschinenbetreiber seine Strategie für den reglementierten jedoch riesigen Markt. Medienberichten zufolge kommt im Extremfall sogar ein Rückzug in Frage, was in Anbetracht der geschäftlichen Potenziale schwer vorstellbar scheint.

Was soll passiert sein? Angeblich ist es zu gezielten Einbrüchen in Mailkonten von Menschenrechtsaktivisten gekommen. Sollte dem wirklich so sein, wäre das ein äußerst bedenklicher Vorgang. Bis dato galt Google zwar als Datensammler im großen Stil, Sicherheitsvorkommnisse wurden jedoch bisher nicht publik. So stellt die Meldung, die sich wie ein Lauffeuer verbreitet, eine Herausforderung auf zweierlei Fronten dar: zum Einen sind die von Google eingesammelten Datenbestände doch nicht so sicher wie es bisher schien – zum anderen müsste den politischen Vorwürfen auf den Grund gegangen werden.

Eine erste Maßnahme ist bereits eingeleitet: ab sofort führt Google keine Zensierung der Inhalte für die chinesischen Nutzer mehr durch.

Fakt ist: für Google ist die Meldung Gift, versucht man doch neben dem klassischen Suchmaschinenangebot einige weitere – mitunter sehr datensensible – Lösungen zu platzieren.

Ich denke, man darf die nächsten Tage noch abwarten und sich dann von der Kommunikationsstrategie der Beteiligten beeindrucken lassen.

Für die regionale Note: der Bericht der SZ.

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Börsenschock zum Jahresbeginn

Nachdem in dem offensichtlich von Urlauben der Verkaufswilligen übersähten Jahresauftakt kurzfristig positive Kursverläufe zu sehen waren, brechen die Indizes heute einmal mehr ein. Ein Grund dürfte der Ausblick der Deutschen Bank gewesen sein, das Jahr 2008 mit 3,9 Mrd. € (Q4/2008: -4,8 Mrd €) in der Verlustzone zu beenden. Auch die Übernahme der Postbank gestaltet sich äußerst holprig und könnte mit und durch staatliche Beteiligung Josef Ackermanns “großes Fiasko” werden. So sind heute die Finanztitel einmal mehr im unteren Bereich der Performanceübersicht zu finden. Abgesehen davon schafft es bei einem DAX-Abschlag von 4,6% kein einziger Titel in die Gewinnzone. Volkswagen hält mit -0,4% die hellrote Laterne.

Passend zum Verlust des Vertrauens der Anleger gibt es im XETRA-Handel einen Umsatzrückgang nach dem anderen. Mit den Verlusten der Aktienwerte werden auch bei einigen Unternehmen die Gewinne schmelzen, so dass sich auch Indikatoren wie KGVs auf einem neuen Niveau einpegeln werden. Ausblicke? Quasi nicht möglich – von 10.000 Punkten im DAX aber ganz sicher meilenweit entfernt.

Mit einer ordentlichen Portion Mut zur Lücke könnte man glatt auf eine technische Gegenbewegung am morgigen Tag spekulieren – nach den letzten Tagen (Chart – 10-Tages-Chart DAX) wäre eine Fortsetzung des Trends nicht außerhalb des Vorstellbaren.

dax1

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