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E-Commerce-Trend rückläufig?

Klingt seltsam, scheint aber wahr: der Trend zum Onlinekauf von Weihnachtsgeschenken soll gebrochen sein. Dieses Jahr planen nach W3B “nur noch” 47% der Befragten den Kauf im Onlinehandel, während letztes Jahr über 50% diese Absichten verfolgte.

Ein klares Zeichen geht allerdings in Richtung Preissuchmaschinen: die Betreiber der netten Plattformen dürfen sich über ungebrochenen Ansturm freuen, da vor allem Schnäppchenjäger den Versandhandel 2.0 lieben.

Letztens hatte ich noch eine Studie zum Thema eCommerce in den Fingern, die in Punkto Markttrends und Umsatzentwicklungen gänzlich gegenteiliges behauptete und den Versendern goldene Zeiten versprach. Ich denke doch, dass der “Geiz-ist-Geil-Wahn” im Zuge von Finanzkrise und Rezession noch geschürt wird, so dass die Gelder kurz- und mittelfristig wohl tendenziell virtuell als reell verteilt werden.

Wo sich langfristig die Waage zwischen Preis und Service einpendeln wird, ist interessanterweise noch offen. Da es beidseitig noch Reserven gibt, bin ich guter Dinge, dass schlussendlich der Kunde den Vorteil ziehen wird.

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Content is King – oder doch nicht?!

Christiane zu Salm ist heute im FAZ-Sonntagsinterview mit einigen interessanten Ansichten abgedruckt. Die Frau, die als MTV-Geschäftsführerin die Karriereleiter betrat, zwischenzeitlich als Finanzinvestorin agierte und immerhin 100 Mio. € verwaltete und schließlich noch im Rahmen des Umbaus von TM3 zu Neun Live zu erwähnen wäre, ist nun als Vorstand Cross Media beim Burda-Verlag gelandet.

Kernthese lautet: “Im Internet zahlt niemand für Inhalte.” Das stimmt – ABER: keine Inhalte, keine Besucher – keine Besucher keine Monetarisierung. Ich glaube fast, dass man von ihr in nächster Zeit mal wieder lesen wird – positiv oder negativ. Ob sich eine derart brutale Monetarisierungsstrategie wie bei Neun Live wiederholen lässt, wage ich allerdings zu bezweifeln.

Die Trends und damit auch ihre Strategien sieht sie in der Verknüpfung von Inhalten, Commerce und Monetarisierung. Das klingt nicht nur nach Neun Live – das riecht auch so und wird wohl auch so aussehen. So wird es wohl nicht mehr lange dauern, bis man bei “Elle” (ich dachte, das wäre eine Frauenzeitung – also ein journalistisches Produkt) demnächst einen Onlineshop vorfinden wird. Eine kleine Community-Komponente, in der der User vorzugsweise über seine neu erstandenen Schuhe, Taschen, Brilliantringe und Gürtel diskutieren kann, würde das Angebot ergänzen. Vielleicht wird man auch bei der Gewinnspielhotline anrufen können und wenn der “Hot Button” zufällig gerade zuschlägt, bekommt man dann die 400€-Schuhe kostenfrei geliefert.

Fakt ist, dass Inhalte allein noch niemanden reich gemacht haben – was auch der Grund für das Überdenken der Strategie sein dürfte. Mit einem anständigen Konzept und einer ordentlichen Portion Mut könnte ich mir das sogar vorstellen. Mit Krawall-Marketing wird das wohl aber nix…

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Ebay unter Druck

Wie an verschiedenen Stellen zu lesen ist (z.B. da, da und da) leidet Ebay unter Verkäuferschwund. Diese Meldung war vor einiger Zeit schon einmal zu lesen – und auch damals hat man mit einem neuen Tarifmodell versucht, diesen Trend zu brechen. Mein persönlicher Eindruck war nach Bekanntgabe der neuen Tarife, dass man die Verkäufer eher schlechter gestellt hatte.

Momentan ist noch nichts über die geplanten Konditionen zu lesen – allerdings rechne ich nicht mit einer deutlichen Preissenkung. Mit den Teilhabern im Rücken sind solche umsatzsenkenden Maßnahmen vermutlich schwer umzusetzen.

Das einstige Vorzeigeunternehmen im Bereich Web2.0 muss sich wohl oder übel über sein Geschäftsmodell Gedanken machen – scheint es doch mittlerweile so, als würden Verkäufer das nur vorübergehend zu Werbezwecken für den eigenen Onlineshop nutzen. Gerade bei hochpreisigen Produkten wirkt die Ebaygebühr deutlich margenschmälernd.

Wie hier schon erwähnt, verstehe ich ohnehin nicht, warum sich so viele Anbieter in Zurückhaltung üben – wer Interesse an einer Onlinelösung hat – für solche Vorhaben bin ich käuflich.