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DiktatEBAY verordnet Paypal

Heise berichtet heute, dass das Onlineauktionshaus Ebay “schlechten” Verkäufern die Nutzung des eigenen Bezahldienstes Paypal (vorerst im Testmarkt Australien) vorschreiben möchte. Begründet wird dieser Schritt mit der höheren Sicherheit für Käufer, da die Transaktionen bis zu 1000 € abgesichert seien.

Ganz der Wahrheit entspricht das zugegebenermaßen nicht: neben dieser Maßnahme gibt es weitere mögliche Regularien:

Ihre Artikel werden bei der Anzeige von Suchergebnissen zurückgestuft, ihr Handelsvolumen kann limitiert werden und schließlich droht die Suspendierung des Verkäuferkontos.

Es würde mich freuen, wenn Ebay nicht jede Gelegenheit nutzen würde, seine Tochter Paypal ins rechte Licht zu rücken – so großartig ist der Käuferschutz dann doch nicht. Viel konsequenter (und für das Image des Auktionshauses viel, viel besser) wäre eine angemessene Maßriegelung für Verkäufer, die Kunden täuschen oder abzocken.

Ärgerlich finde ich zudem den Umstand, dass zu viele Käufer immernoch davon auszugehen scheinen, dass sie sich auf den Ebayseiten im rechtsfreien Raum befinden. Wie die Rechtssprechung im Detail genau aussieht, kann ich leider nicht beurteilen – für unumstritten halte ich aber die Tatsache, dass vorsätzliche Täuschungen auch vor Gericht keinen Bestand haben dürften – Grund genug, als geprellter Käufer diesen Weg einzuschlagen.

Was die Versandbedingungen der Post angeht, war ich letztens auch leicht entsetzt. Ich war immer davon ausgegangen, dass eine Lieferung per Nachnahme (in Grenzen) die korrekte Überführung der Waren garantieren soll. Dass man keine umfangreichen Funktionstests in der Post durchführen kann, dafür habe ich Verständnis – dass nichtmal ein Öffnen des Pakets zulässig ist, fand ich dann doch frech.

Für heute wäre damit genug geschimpft – ich handle auch ab und zu beim großen Auktionshaus – bisher war ich ansich (Ausnahmen bestätigen die Regel) immer ganz zufrieden. Und wenn sich Wachstum nicht von alleine einstellt, muss man eben kreativ werden – das wollen die Anteilseigner so…

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Ebay testet Paypal-Zwang

Das Internetauktionshaus Ebay wird nicht müde, das stagnierende Geschäft wieder anzukurbeln. Die Ideen, mit welchen man Wachstum in die Kasse zaubern möchte sind allerdings eher mau.

Die Plattform schreibt ab 17.07.2008 in Australien ausschließlich Paypal als Zahlmethode. Man dementiert zwar, dieses Modell auch in anderen Ländern einzuführen – mir scheint es allerdings eher wie ein Kundenexperiment.

Für den Umstand, dass Paypal nicht kostenfrei nutzbar ist, finde ich diese Maßnahme schon recht frech. Ob es wettbewerbsrechtliche Bedenken (Ausnutzung eines Monopols, Wettbewerbsbehinderung?!) gibt, kann ich leider nicht beurteilen – das wäre allerdings für unsere Breitengrade noch zu prüfen.

Etwas Gutes hat es dann doch: Ebay erhöht den Betrag für den Käuferschutz von ca. 1770 auf ungefähr 11800 €.

Bericht bei heise.de.

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Noch mehr Änderungen bei Ebay

Nach der Ankündigung über die Änderung des Bewertungssystems, welche gemischt aufgenommen wurde, holt Ebay nun zum Rundumschlag aus.

Punkt zwei der Änderungen betrifft die Preisliste. Was den privaten Käufer freut, wird das Finanzamt vermutlich ärgern. Ab 20. Februar sind private Auktionen mit Startpreis 1€ kostenfrei. Nicht betroffen sind die Auktionen mit höherem Startpreis. Ein weiterer Nebeneffekt dürfte ein erhöhtes Aufkommen privater “Mitbieter” sein.

Punkt drei wäre die Anzeige der Auktionen auf der Ebayseite. Man möchte nicht mehr chronologisch sondern nach Beliebtheit sortieren. Das dürfte der absolute Käuferschreck werden. Ich kenne keinen Käufer, der sich freiwillig die am meisten frequentierten Auktionen anschaut, während auf den Seiten 10 bis 20 der Liste gleiche Artikel keine Käufer finden. (Wer Übertreibung findet, darf sie behalten *g)

Ab Punkt vier kommen noch ein paar zusätzliche Verkaufsförderungen hinzu. So möchte man die Nutzung des eigenen Bezahlportals Paypal fördern und weißt wieder einmal ausdrücklich auf den Käuferschutz hin, den man in diesem Zusammenhang ebenfalls anbietet. Der Betrag wurde zu diesem Zweck auch von 500 auf 1000 € erhöht. Weiterhin kann der geneigte Power-Buyer jetzt eine (in Zusammenarbeit mit der Commerzbank angebotene) Kreditkarte haben. Diese macht das Einkaufen nicht nur billiger, sondern auch noch sicherer. (Wer Ironie findet, darf sie behalten *g)

Weitere Artikel zum Thema:

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Ebay – Jetzt wird gehandelt!

Das Auktionshaus Ebay, dass seit geraumer Zeit mit Image- und scheinbar auch mit geschäftlichen “Problemen” zu kämpfen hat, ändert nun sein Bewertungssystem grundlegend. Lt. FAZ wird es in Zukunft nur noch Käufern möglich sein, negative Bewertungen abzugeben. Diese Option wird für die Verkäuferseite gestrichen.

Der Hintergrund leuchtet mir auch sofort ein: der Verkäufer sitzt einfach am längeren Hebel, da eine von 10.000 Bewertungen statistisch untergeht, während eine von 10 Bewertungen doch eine relevante Größenordnung darstellt. Da ich im Normalfall auf der Käuferseite sitze, ist das schon teilweise unangenehm und man bewertet einfach großzügiger. Zudem habe ich bisher extrem selten Verkäufer erlebt, die vor der Abgabe der Käuferstimme ihre Bewertung abgegeben haben.

Ich persönlich fände es besser, wenn statt der wegfallenden Negativbewertung die Reihenfolge der Bewertung festgelegt würde, so dass der Käufer als zweiter (und damit letzter) sein Urteil abgibt. Das würde den Käufern die Angst vor der Negativbewertung nehmen, bietet aber gleichzeitig Verkäufern die Möglichkeit, ihrem Unmut Ausdruck zu verleihen.

[EDIT]

Jetzt gibt es auch bei golem.de den Artikel zum Thema. Heise.de fehlt erstaunlicherweise noch.

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Ebay unter Druck

Wie an verschiedenen Stellen zu lesen ist (z.B. da, da und da) leidet Ebay unter Verkäuferschwund. Diese Meldung war vor einiger Zeit schon einmal zu lesen – und auch damals hat man mit einem neuen Tarifmodell versucht, diesen Trend zu brechen. Mein persönlicher Eindruck war nach Bekanntgabe der neuen Tarife, dass man die Verkäufer eher schlechter gestellt hatte.

Momentan ist noch nichts über die geplanten Konditionen zu lesen – allerdings rechne ich nicht mit einer deutlichen Preissenkung. Mit den Teilhabern im Rücken sind solche umsatzsenkenden Maßnahmen vermutlich schwer umzusetzen.

Das einstige Vorzeigeunternehmen im Bereich Web2.0 muss sich wohl oder übel über sein Geschäftsmodell Gedanken machen – scheint es doch mittlerweile so, als würden Verkäufer das nur vorübergehend zu Werbezwecken für den eigenen Onlineshop nutzen. Gerade bei hochpreisigen Produkten wirkt die Ebaygebühr deutlich margenschmälernd.

Wie hier schon erwähnt, verstehe ich ohnehin nicht, warum sich so viele Anbieter in Zurückhaltung üben – wer Interesse an einer Onlinelösung hat – für solche Vorhaben bin ich käuflich.

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Urteil wegen Hehlerei

Nachdem ein Ingenieur in Pforzheim wegen Hehlerei verurteilt wurde, weil er bei ebay ein Navigationsgerät gekauft hatte, welches aus einem Diebstahl stammte, wurde das Urteil jetzt aufgehoben. Es ist (glücklicherweise) nicht nachweisbar, dass man einen eventuellen Diebstahl der Auktionsware aufgrund eines (in diesem Fall schon nicht marktüblichen) Preises billigend in Kauf nehmen würde. Scheinbar sieht das Gesetz hier bei Vorsatz eine Strafe vor. Dieser ist allerdings weder nachweisbar noch erklärt sich das logisch – wer kauft schon freiwillig Diebesgut?!

Ein solches Urteil hätte wohl zudem jegliches Internet-Schnäppchen per Gesetz verboten.

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