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DE-Mail-News

Der Dienst DE-Mail steht offenbar in den Startlöchern und erstmals äußern sich die Anbieter auch über die Preisgestaltung.

Das Interesse für sichere elektronische Kommunikation war jedenfalls schonmal erheblich – mit 700.000 Registrierungen vor dem eigentlichen Start hätte ich zumindest im Vorfeld nicht gerechnet. Umso besser für die Anbieter, die jetzt aufwandseitig eine bessere Schätzung vornehmen und dementsprechen Preise bilden können.

Aus dem United-Internet-Umfeld – insbesondere von GMX – ist zu vernehmen, dass ein Preis von 10  bis 20 ct pro versendeter DE-Mail angepeilt wird. Weder eine Grundgebühr noch Kosten für den Empfang von DE-Mails seien in Planung.

Etwas vorsichtiger verhält sich die Telekom und verspricht ein freies Inklusiv-Kontingent für versendete DE-Mails. Was den Preis für weitere versendete Mails anbelangt verspricht man lediglich, dass sich dieser unter den Post-typischen 50 ct für einen Brief bewegen wird.

Na dann darf man auf den Start gespannt sein :-)

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Wir lieben Spam!

Einer Studie zufolge sind wir der unerwünschten Post weit weniger abgeneigt, als man das denken könnte. Satte 43% der Nutzer elektronischer Post öffnen Spam-Nachrichten – davon die Hälfte sogar bewusst.

Ist es die Antwort auf die Frage, warum so viel Spam unterwegs ist? Dazu einige Erkenntnisse:

  • 11% der E-Mail-Nutzer klicken auf Links, die in Spam-Mails enthalten sind (Wow!)
  • 8% der E-Mail-Nutzer öffnen in Spam-Mails enthaltene Dateianhänge (Wow!)
  • 4% der E-Mail-Nutzer antworten(!) auf Spam-Mails (Wowow!)
  • 4% der E-Mail-Nutzer leiten Spam an weitere Empfänger weiter (Bitte?!)

Eine weitere Erkenntnis der Ipsos-Umfrage: jüngere Nutzer öffnen die Nachrichten häufiger – sind also offensichtlich interessierter an den Inhalten.

Mein erschreckendes Fazit: Spam scheint sich für die Förderung des eigenen Geschäfts extrem, exorbitant und kaum beschreibbar zu lohnen. Bedenkt man, dass es sich für gewöhnlich um Geschäftsfelder handelt, die in dieser Form über “normale” und “legale” Wege kaum zu unterhalten sind, ist das dankbare Nutzerverhalten unbestritten eine Hauptursache für das extrem hohe Aufkommen. Darüber hinaus dürften die Erkenntnisse vor dem Hintergrund der Reduktion des Spam-Aufkommens einen nicht zu vernachlässigenden Einflussfaktor darstellen.

Ein kurzer Blick in die “herkömmliche” Post: trotz des freundlichen Aufklebers, der den Boten beim Betrachten meines Briefkastens darauf hinweist, dass ich keine Werbung wünsche, ist der Anteil an tatsächlich an mich adressierte und darüber hinaus der Anteil wirklicher “Nutzpost” – also Post, die mir eine wirklich verwertbare Information oder Aufforderung liefert – erschreckend gering.

Für elektronische wie auch postalische Werbung sollte gelten: sofern sich der erhebliche Aufwand in der Erstellung und Versendung der Inhalte nicht auszahlen würde, gäbe es keinen Grund, diesen Aufwand zu betreiben :-)

Via Golem, Ereignisblog, Datenhirn.

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E-Mail is for Spam!

Diese Erkenntnis ist nicht tagesaktuell und wird auch nur wenige verwundern. Schätzungen zufolge beträgt der Anteil Spam am gesamten E-Mail-Verkehr über 90%. Ein daraus resultierendes Problem ist die SPAM-Abwehr. Über verschiedene Algorithmen kann man versuchen, sinnvolle Mails von Spam zu unterscheiden und somit eine userfreundliche Vorsortierung zu erreichen. Den Versendern dieser Mails mangelt es allerdings nicht an Kreativität, so dass die Spamerkennung zunehmend schwieriger wird.

Eine Folge ist die Listung von Spam im Posteingang – das ist ärgerlich aber noch nicht kritisch. Die Kehrseite ist folglich, dass gewollter E-Mail-Verkehr als Spam markiert günstigenfalls im Spamordner – im Extrem sogar im Nichts verschwindet. Besonders im geschäftlichen Umfeld, wo Microsofts E-Mail-Gigant Exchange die Nase vorn hat, ist dies mehr als ärgerlich. Während die Freemail-Anbieter einen extra Ordner vorhalten, verschiebt Exchange die Spam-Mails per default ins Nichts. Der Umgang mit den False Positives kann administrativ geändert werden – bei zdnet kann man allerdings nachlesen, dass dies in den wenigsten Umgebungen getan wird.

Die Lösung des Spam-Problems ist für mich in weiter Ferne. Die Protokolle lassen einen extrem offenen Umgang mit dem Medium zu und so ist es nicht verwunderlich, dass dieser auch gepflegt wird. Die Wahl der Absenderadresse unterliegt keiner Regel sondern nur dem Willen des Versenders und auch eine Routenverfolgung dürfte in den meisten Fällen nicht gelingen.

Was bleibt? Die Durchsuchung des Spamordners nach bekannten Absendern und das Löschen fraglicher Inhalte aus der Inbox. Schöne Aussichten hören sich anders an.

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