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Gute Taktik mit verbraucherunfreundlichem Ausgang…

Der BGH hat heute zu meinem Entsetzen entschieden, dass ein Umzug auch dann kein Grund für eine Sonderkündigung eines Telefonanschlusses ist, wenn der Anbieter am neuen Wohnort des Kunden die vertraglich vereinbarten Leistungen nicht bereitstellen kann. Das bedeutet im Härtefall: die Zahlungen für den abgeschlossenen Tarif müssen bis zum Ablauf der Mindestvertragslaufzeit weiter geleistet werden ohne dass Telefon und Internetverbindung zur Verfügung stehen.

Damit haben die Anbieter diese Schlacht für sich entschieden – und  das vor einem interessanten historischen Hintergrund. Der Telekomanschluss war bis kurz nach der Netzöffnung für andere Anbieter innerhalb von 6 Tagen kündbar. Die Einführung der Mindestvertragslaufzeit und der offensive Vertrieb neuer Tarife mit Laufzeiten begann zur Verhinderung größerer Abwanderungen. In der Folgezeit wurden Kunden, bei denen die Leistungen nicht am neuen Ort bereitgestellt werden konnten, auf Basis von “Kulanzregelungen” Sonderkündigungen ermöglicht. Dieses Geschäftsgebahren dürfte nun ein jähes Ende finden.

Die Begründung klingt dabei etwas abenteuerlich:

[...] Der Kunde, der einen längerfristigen Vertrag über die Erbringung einer Dienstleistung abschließt, trägt grundsätzlich das Risiko, diese aufgrund einer Veränderung seiner persönlichen Verhältnisse nicht mehr nutzen zu können. Dementsprechend stellt ein Umzug, etwa aus beruflichen oder familiären Gründen, prinzipiell keinen wichtigen Grund für eine Kündigung dar. [...]

[...] amortisierten sich die Investitionen des Unternehmens, das dem Kunden insbesondere die notwendige technische Ausrüstung (Router, WLAN-Stick) zur Verfügung stellte, erst innerhalb des zweiten Vertragsjahrs. [...]

Das alles vor dem Hintergrund mindestens gleichbleibender – oftmals jedoch auch höherer Erlöse (für mitunter kaum nachvollziehbaren Mehrwert).

Kurze Anekdote: mein freundlicher magenta Allroundanbieter hat mich über die letzten Wochen wehement versucht zu erreichen, um mir ein grandioses Angebot – gesprickt mit völlig wert- und sinnlosen “Mehrwert-”Diensten – zu unterbreiten, bei dem ich als Kunde erstens erneute 24 Monate Laufzeit abfasse  – was natürlich in keiner Silbe erwähnt wird – und ohne dass auch nur Aufwand für einen einzigen Cent entsteht. Darüber hinaus dürfte ich monatlich auch noch glatte 10 € draufzahlen. Jetzt verrate ich niemandem, dass der von mir gewählte Tarif von vornherein nicht ins Preisgefüge passt und der Netzbauer in äußerst geschickter Art und Weise die Vermietung der “Last Mile” verhindert. Gefühlt handelt es sich um einen harten Grenzgang zwischen verbraucherschutzwürdigem Verhalten und der vertraglichen Selbstbestimmung des Individuums.

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Problem? Teledat Wlan-Router am T-DSL’er

Nachdem der telekomeigene Router über einen langen Zeitraum problemlos seinen Dienst verrichtete häuften sich in letzter Zeit Performanceprobleme kombiniert mit Fehlfunktionen der DHCP-Funktion des Geräts. Da sich die Phänomene über die sonst bewährte Taktik – Ausschalten – Anschalten – Geht! – nicht lösen lassen wollten, war der Griff zum Hörer zur Konsultation der freundlichen Telekom-Hotline nicht weit. Ein Reset des Geräts endete leider im absoluten ko – die Verbindung die nun hergestellt wird, lässt lediglich Routen zu service.t-online.de zu und verspricht die automatische Konfiguration des Geräts über die dort präsentierte Webseite. Diese Variante funktionierte leider nicht und ohne die Möglichkeit, online eine Lösung zu recherchieren, steht man ziemlich hilflos da – also los:

  1. Standard-Hotline
    Man wird recht freundlich begrüßt und die Problematik wird in ein Ticket gegossen. Die Wartezeit bis zum Erstkontakt ist erschreckend niedrig, so dass es keinen Grund für schlechte Laune gibt. Die Messung der Leitung ergibt ein positives Ergebnis – da die Verbindung jedoch nicht steht, wird freundlich und bestimmt in einen weiteren Support-Bereich verwiesen.
  2. Endgeräte-Support
    Gefühlt ist die Kompetenz auf dem Niveau der Standard-Hotline. Es vergehen einige Minuten des Wartens und die junge Frau ist etwas ratlos. Lösung? Klar, im Hintergrund sitzen noch die Profis. “Bitte warten Sie einen Moment – ich verbinde…”.
  3. Endgeräte-Support 2
    Der junge Mann begrüßt mich forsch und man könnte gleich den Eindruck gewinnen, einen Fehler gemacht zu haben. Den Gedanken muss man schnell verdrängen, hat das Gerät doch bis vor kurzer Zeit unter identischen Bedingungen fehlerfrei funktioniert. Einige kaum nachvollziehbare Arbeitsschritte später (ziehen Sie bitte das DSL-Kabel, Klicken Sie bitte im Admin-Panel des Routers hier und da, …) und einige äußerst suspekte Erklärungen später meine ich das eigentliche Problem erkannt zu haben: der Router fährt automatisiert Updates übers Netz und ich verwette meinen Allerwertesten, dass die aktuell zur Verfügung gestellte Version nicht installiert werden kann und die blanke Verfügbarkeit den Teledat in den Wahnsinn und folglich an die Wand fährt.

Wer also folgende Symptome unter Verwendung der Standardhardware erkennt, der kann den im Folgenden vorgeschlagenen Lösungsansatz probieren:

  • schlechte Performance der Internetverbindung
  • Abbrüche bei der Arbeit im Admin-Panel des Routers
  • Probleme beim Zuweisen von IP-Adressen

Im Admin-Panel des Routers kann man die automatische Konfiguration wie auch die Update-Funktion deaktivieren. Zumindest gefühlt ist die Verbindung nun so performant wie selten vorher – darüber hinaus bekommen auch wieder alle Rechner eine IP-Adresse zugewiesen. Sofern ich nun mindestens einem meiner Leser den Telefon-Marathon ersparen kann, bin ich zufrieden :-)

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Leerrohre bei Straßenbaumaßnahmen

Was mittlerweile in jedem Eigenheim zum Standard gehört, könnte demnächst auch im öffentlichen Verkehrsraum zum Standard werden. Zur Erhöhung der Breitbandversorgung wird überlegt, bei Straßenbaumaßnahmen Leerrohre zu verlegen, um diese später bedarfsorientiert mit Glasfasern bestücken zu können.

Die Idee dürfte aus vielerlei Hinsicht interessant sein – zum einen ermöglicht es den Aufbau von Infrastruktur für “jedermann” (nicht nur für die Größen der Branche) – zum anderen sollte die Versorgung gerade im ländlichen Bereich deutlich gesteigert werden können. Die Kosten zur Verlegung in vorhandene Rohre dürften im Vergleich zur vollständigen Baumaßnahme verschwindend gering sein. Darüber hinaus ermöglicht es einen einfacheren Generationenwechsel auf neue Medien. Die eingegrabenen Kupfer-Doppeladern lassen sich weder ökonomisch sinnvoll tauschen noch erweitern.

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Telekom verändert Netzstruktur

Heise berichtet über Pläne der Telekom, nach denen weite Teile der bisher auf Kupfer übertragenen Wege durch Glasfaserstrecken ersetzt werden sollen. Kern des Vorhabens ist eine Verlagerung der Vermittlungstechnik aus den Hauptverteilern in die Verteilerkästen. Wie aus Unternehmenskreisen zu hören ist, wäre dort allerdings kein Platz mehr für die bisher in den Hauptverteilern der Telekom untergebrachte Technik der Konkurrenz (Colocation).

Die Folge wäre vermutlich eine Neuregulation des Marktes, da die TAL-Vermietung durch die Telekom mit dieser Maßnahme gekippt wäre. Auf den ersten Blick sieht das nach neuen Produkten für Drittanbieter aus, damit diese nicht aus dem Markt gedrängt werden.

Was die technische Sicht der Dinge anbelangt, bietet die veränderte Netzstruktur im Hinblick auf die DSL-Verfügbarkeit durchaus Vorteile. Die schnelle Datenleitung endet nicht mehr im Hauptverteiler sondern vor der Haustür im Verteilerkasten. Dadurch sinken die Dämpfungswerte und die Reichweite der DSL-Technik kann dank verlustarmer Übertragung auf Glasfasern nahezu beliebig vergrößert werden. Die geringeren Dämpfungen lassen zudem höhere Bandbreiten zu.

Einen Haken gibt es natürlich trotzdem: ich kann mir nicht vorstellen, dass bei Nichtverfügbarkeit optischer Übertragungswege ein neuer Glasfaserstrang zur Versorgung von kleinen Dörfern gelegt wird. Das macht ökonisch wenig Sinn.

Ich bin gespannt, wie man dieses Vorhaben der RegTP erklären möchte und wie die Bedingungen aussehen werden, die damit verknüpft sind.

Quelle: Wirtschaftswoche.

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Ärger mit der Telekom?!

Ach ja – ich dachte, man hätte seitens des der T-Com an der Servicequalität gearbeitet… Dem ist scheinbar nicht so – nachdem mein Auftrag ohne jegliche Vertragspapiere entgegengenommen wurde, verwies man mich auf die “Auftragsbestätigung”, welche alle Vertragsdaten enthalten sollte. Soweit so gut – gestern bekam ich allerdings (ohne besagte Bestätigung) Zugangsdaten gesandt, in denen man gern Bezug auf einen Vertrag nimmt, den ich nicht einmal in der Hand halte.

Einfach formuliert: ich habe Zugangsdaten zu einem Tarif, dessen Konditionen ich nicht kenne. Die Hotline, welche man nur nachts erreicht, ist natürlich (gerade nachts) nicht auskunftsfähig, da die “Hauptsysteme” gewartet werden.

Eine Fortsetzung der Story folgt unter Garantie…

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DSL auf dem Lande – und die EU hilft mit

Das DSL-Desaster in ländlichen Regionen ist ja nicht erst seit gestern ein Problem – Grund genug für die EU, die Kassen zu öffnen und bei der Breitbandversorgung in Deutschlands Dörfern mitzuhelfen. Rund 141 Mio. € fließen großteils aus dem europäischen Landwirtschaftsfonds in die Breitband-Erschließung eher dünn besiedelter Gebiete.

Welche Technologie bevorzugt wird, ist scheinbar noch offen. Mehr und mehr Medien berichten über die mäßige Präsenz von Kabelbreitband-Zugängen. Der Marktanteil liegt gerade mal bei 5% – und das bei mindestens gleicher Leistung zum gleichen Preis.

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