Dresden Archiv

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Grünkohl- und Glühweinmarkt die 576te

Zum heutigen Tag hat der Dresdner Striezelmarkt zum 576ten Mal seine Pforten für hungrige und durstige Besucher geöffnet. Die Stadt hat im Vorfeld wieder kräftig investiert (500.000 € waren zu lesen) – ich werde mir wohl die nächsten Tage mal den teilweise veränderten Aufbau ansehen.

Ich habe dieses Jahr noch garkeine Analyse über die Hygiene der Glühweinbecher gelesen – schmecken lassen werde ich mir selbigen trotzdem. Dazu eine Portion Grünkohl und eine gewisse Grundzufriedenheit dürfte hergestellt sein. Ansonsten hält sich meine Erwartungshaltung in Grenzen.

So hoffe ich, positiv überrascht zu werden von einem höheren Anteil interessanter Weihnachtsprodukte regionaler Machart.

Mehr dazu gibt es unter anderem bei sz-online und styledd.de.

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Eine Ohrfeige dem lokalen Einzelhandel…

Was in Stuttgart der Bahnhof wird in Dresden vielleicht der Ladenschluss in der Adventszeit. Wenn ich mich an die letzten Jahre zurückerinnere, so konnte man zumindest an ausgewählten Adventssonntagen zum Shopping-Bummel in der Stadt verweilen.

Der Hintergrund: das Oberverwaltungsgericht sah sich in so kurzer Zeit nicht in der Lage, die Klage von Verdi und allen voran Frank Fischer (sowie zwei Angestellten des Einzelhandels) zu prüfen und abschließend zu entscheiden, ob beim Hin- und Her-Entscheid zur Erweiterung der Ladenöffnung in der Adventszeit im Dresdner Stadtrat alles mit rechten Dingen zuging, so dass die Entscheidung vertag und in diesem Jahr erstmal keiner der Adventssonntage zum Einkaufen einlädt.

Ich bin mir garnicht wirklich sicher ob es einen Konflikt zwischen Einzelhändlern und den dazugehörigen Beschäftigten gibt – hier sehe ich allerdings keine lösungsfreie Zone…

Die Reaktionen: der Einzelhandel ist entsetzt (die Stadt ist insbesondere vor Weihnachten voller Touristen und alle haben das “dicke Portemonaie” dabei) – ich als Bürger bin ehrlich gestanden enttäuscht, die Angestellten des Einzelhandels haben ihre Ruhe aber ein ganz wichtiges Ziel ist erreicht: die Aktivisten, die sich in heroischer Weise für die Interessen der kleinen Leute einsetzen, haben ihre Schlagzeile im Regionalblatt – Glückwunsch!

Der geneigte Dresdner – und irgendwie dank der medialen Präsenz dieses Ereignisses auch die potenziellen Touristen – haben nun also die Wahl, ihre Einkäufe in Leipzig, Chemnitz, Berlin oder noch einfacher bei Amazon und Ebay zu besorgen.

Auch wenn Herr Fischer der tiefen Überzeugung ist, dass es an Geld und nicht an Zeit fehlt, so möchte ich doch nochmal darauf hinweisen, dass die Leute, die das Geld in die Stadt tragen, typischerweise an 5 Tagen die Woche arbeiten und darüber hinaus Touristen als Gelegenheitskäufer zwar auch über das Jahr verteilt zu Besuch sind – der Umsatz vor Weihnachten allerdings auf einem anderen Niveau rangiert.

Mein Fazit: Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass einmal mehr ein wirklich wichtiges Thema in einer außergewöhnlich professionellen Art und Weise behandelt wurde. Wer Ironie findet, darf sie behalten :-)

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Verkehrskonzept: Elbepark

Nach dem großflächigen Umbau des Elbeparks Dresden stehen dem geneigten Einkäufer nun zumindest eine Vielzahl Parkflächen zur Verfügung. Leider passt das Konzept für Zu- und Abfahrt nicht wirklich. Weihnachten ist noch eine Weile hin und hier geht nichts – nicht vorwärts und nicht rückwärts. Immerhin: der Umbau des Einkaufsparks hat diesen hinsichtlich der Shopping-Qualität extrem aufgewertet.

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Elbe-Staustufe: Vorgehen? Wie immer…

Die durch unsere tschechischen Nachbarn geplante Staustufe für die Elbe verursacht – erwartungsgemäß – erheblichen Streit. Ziel des Bauwerks ist die Beeinflussung des Wasserstands der Elbe – in erster Linie die Erhöhung bei Niedrigwasser um die Schifffahrt auch in den Sommermonaten aufrecht erhalten zu können.

Da die Auswirkungen der Maßnahme insbesondere auf deutschem Gebiet spürbar sein werden (das Bauwerk wird von Deutschland aus betrachtet kurz hinter der Grenze stehen), kommt ein Beteiligungsverfahren zur Anwendung.

Aktuell sehen sich die Beteiligten auf deutscher Seite ins Abseits geschoben, da von den mehr als 500 Seiten fassenden Planungsdokumenten lediglich eine Zusammenfassung von 28 Seiten ins Deutsche übersetzt wurde. Eine Übersetzung der vollständigen Unterlagen wurde vorerst gestoppt, da innerhalb der Frist des Beteiligungsverfahrens nicht davon auszugehen war, dass man die Übersetzung und folgend eine Bearbeitung innerhalb des Zeitfensters abarbeiten kann.

Man kann es drehen wie man will – betrachtet man die großen Bauvorhaben der letzten Zeit (Dresden: BAB 17 und Waldschlößchenbrücke, Stuttgart: Stuttgart21, …)  sind die  wichtigsten Aspekte das Stakeholdermanagement und darin insbesondere die Öffentlichkeitsarbeit. Werden Vorhaben, bei denen in irgendeiner Weise in größerer Menge (wenn auch nur gefühlt) Personen ein Gefühl der Betroffenheit entwickeln, hinter verschlossenen Türen entwickelt und durchgeführt, ist der Protest programmiert. Irgendwie fühlt sich das wie eine neue Form der Demokratie an, in der die Menschen auch selbst aktiv werden und einen gewissen Grad an Mitbestimmung einfordern. Jetzt gilt es ansich nur noch, die Vorteile dieser neu gewonnenen Qualität herauszuarbeiten.

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Wir fahren nach Berlin!

Wer im Osten der Republik die Nord-Süd-Bewegung zügig durchführen möchte, landet wohl oder übel auf der A13, die Dresden und Berlin verbindet. Als regelmäßiger Nutzer der Strecke kann ich resümieren, dass die Qualität schon steigend, streckenweise jedoch noch verbesserungswürdig ist.

Schön also zu hören, dass der Ausbau eines weiteren  7,6 km langen Abschnitts in die Finalisierung der Planungsphase geht. Auch wenn eine Verbreiterung auf 3 Fahrspuren nicht geplant ist, so kommt immerhin ein Standstreifen hinzu. Sofern die Strategie für das Aufstellen von Geschwindigkeitsbegrenzungen ähnlich wie auf dem Rest der Strecke umgesetzt wird, freue ich mich über ein weiteres freigegebenes Stück Autobahn, was die Fahrtzeit erneut verkürzen sollte.

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Eine U-Bahn für Dresden!

Die Diskussion um einen möglichen U-Bahn-Bau im schönen Dresden ist zwar seit mehr als einem Jahrzehnt eingeschlafen, wird allerdings dieser Tage durch den damaligen Stadtplaner Michael Kaiser wieder angeheizt. Das Projekt wurde Mitte der 90er Jahre hochmodern geplant und auf ein Volumen von 700 Mio. D-Mark geschätzt. Dafür würden Dresdner und deren Gäste auf der prestigeträchtigen Innenstadtstrecke einen Meter unter der Erde vollautomatisiert chauffiert. Weiterhin war eine bedarfsgesteuerte Wagenfolge vorgesehen – eine Technologie, die  seinergleichen auch überregional sucht.

Interessanterweise wird heute davon ausgegangen, dass das gleiche Projekt nun 800 Mio. € kosten würde – Rückschlüsse auf die Inflationsrate kann nun jeder für sich ziehen. Ähnlich wie bei der vergangenen Entscheidung (gegen das Projekt) wird wohl auch diesmal keine Mehrheit – aller Voraussicht nach nicht einmal für eine erneute Diskussion – zusammenkommen.

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