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Zweckoptimismus bei der Deutschen Bank

Die Präsentation der Geschäftszahlen hat sich Josef Ackermann sicher anders vorgestellt – vor dem Hintergrund der Turbulenzen der Märkte mussten heute allerdings eher schlechte Zahlen präsentiert werden. Der Verlust von 3,9 Mrd. € war schon im Vorfeld durch die Medien gegeistert, was den Schock zum heutigen Tage sicher gemildert hat.

Anders als bei anderen Instituten scheint die Lage der Bank allerdings nicht wirklich “schief” – Ackermann verkündete Änderungen an einigen Geschäftsfeldern, um die wirtschaftliche Lage zu stabilisieren. Die Kürzung des Eigenhandels wird zwar keine Renditen wie in den vergangenen Jahren mehr zulassen, beschränkt das Geschäft der Bank allerdings auf das eines klassischen Finanzinsituts, welches im Kundenauftrag und damit deutlich risikofreier agiert. Die Taktik der Vermeidung von staatlichen Hilfen dürfte das Vertrauen der Anleger erhalten.

Der Börsenschock dauerte nur kurz im vorbörslichen Handel an – aktuell liegt die Deutsche Bank mit 2,35% im Minus und reiht sich damit in einige weitere Titel in ähnlicher Region ein.

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Deutsche Bank benötigt keine Hilfe

Nach den Spekulationen der letzten Tage hat sich Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann abermals klar und deutlich zum Rettungspaket geäußert:

Wir werden aus heutiger Sicht nicht mitmachen, weil wir ja stark sind.

und:

Ich verstehe die Diskussion überhaupt nicht. Ich bin dankbar, dass wir das Geld für die einsetzen können, die es nötig haben. Und die anderen, die es mit allen Mitteln versuchen, es eigenständig zu machen, die sollten doch nicht kritisiert werden.

Tatsächlich ist dieses Vorgehen weder falsch noch verwerflich – weder für die Bank noch für den Steuerzahler. Dem entgegen steht die Regierungsmeinung, die die Zwangshilfe (nach englischem Vorbild) prüft – dennoch ablehnt. Die Gedanken des freien Marktes an dieser Stelle zu kippen wäre wohl auch nicht der optimale Weg.

Dass in der Wirtschaft auf Grund der Geldverknappung folglich auch weniger Kapital ankommt, kann dennoch kritisch betrachtet werden. Im Detail würde mich das Vorgehen bei Kreditvergaben dann doch interessieren. Unterscheidet sich die Vergabe bei der Deutschen Bank von anderen Banken – speziell in der aktuellen Situation – im Vergleich zu Instituten, welche die staatlichen Hilfen angenommen haben?

Mehr dazu in der FAZ.