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Die Sicherheit der Bürgerdaten…

Dass der Umgang mit Daten nicht immer und überall vertraulich und mit angemessener Hingabe durchgeführt wird, ist mittlerweile bekannt. Dass sogar die staatliche Sammelstelle für Bürgerdaten – das Einwohnermeldeamt – Probleme damit hat, wußte ich bisher nicht.

Die versehentliche Veröffentlichung des Initialpasswortes durch den Softwarehersteller, der die Ämter beliefert, führte zu einer kleinen Überraschung: das Kennwort wurde einigerorts nicht geändert. Das ist wohl einer der banalsten Anfängerfehler, den man machen kann… Bei Golem ist dann noch folgendes über die Risiken zu lesen:

Rosche warnt: “Informationen wie etwa vorherige Adressen der Person, Details über Kinder, Religionszugehörigkeiten, steuerrechtliche Daten, aber auch Angaben zur Erwerbstätigkeit wurden von den Einwohnermeldeämtern großzügig auf dem Silbertablett serviert”.

Da diese Daten auch im Block abgefragt werden konnten, befürchtet der Fachmann, dass bereits Millionen von Datensätzen der Bürger im Internet frei zugänglich sind. Nach seiner Einschätzung sind diese Datensätze ideal dazu geeignet, professionellen Identitätsdiebstahl zu unterstützen und Identitätsdokumente zu fälschen. So ließen sich etwa Konten auf den Namen Dritter eröffnen oder Wohnungen anmieten.

Das ist natürlich der Worst Case – der allerdings auch nicht auszuschließen ist. Ich muss schon sagen, dass mich derartige Newsmeldungen ein wenig gruseln…

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Tiefschlag gegen Studenten?!

Ein wenig gruselig wurde mir beim Artikel “Schüler und Studenten gefährden Daten-Sicherheit in Unternehmen”.

In Utimacos neuester Kampagne zur Vermarktung seiner Produkte zur Data Leakage Prevention (DLP) müssen nun Studenten und Teilzeitarbeitskräfte als Verkaufsargument herhalten. Von ihnen soll ein erhöhtes Risiko für die Datensicherheit eines Unternehmens ausgehen. “Die Sommermonate sind für IT-Administratoren besonders heikel”, will der Sicherheitsexperte Ansgar Heinen von Utimaco wissen.

Hier werden einige Dinge ganz gehörig vermengt. Zwischen Teilzeit-Arbeitnehmern und Studenten, die sich zu Ausbildungszwecken in Firmen aufhalten darf schonmal differenziert werden.

Desweiteren sichert man sich unternehmensseitig durch vertragliche Regelungen ab, die sich wohl nur in äußerst seltenen Fällen von denen der normalen Angestellten unterscheiden.

Meiner Meinung nach dürfen derart politische Themen zu Werbezwecken ausgelassen werden. Die Option ist, die praktischen Bereiche eines Studiums zu “toter Zeit” zu machen, weil man den Studierenden schon von vornherein misstraut.

Dass sich Ultimaco vor dem Problem existierender Rechtekonzepte sieht, ist zwar schade, sonderlich förderlich dürften diese Äußerungen für den Absatz der Produkte allerdings trotzdem nicht sein.