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Daimler mit Zahlen: + 1,2 Mrd €

Eine Woche vor dem angekündigten Termin hat Daimler die Quartalszahlen veröffentlicht.

Bei einem Konzernumsatz von 21,2 Mrd. € blieb unter dem Strich ein Gewinn von 1,2 Mrd €, was im Vergleich zum letzten Jahr mit einem Minus von 1,4 Mrd. € eine deutliche (und scheinbar auch für einige überraschende) Kehrtwende darstellt.

Was dieses Statement für die Interpretation des Phänomens “Automobil- % Finanzkrise” bedeutet, bleibt allerdings noch offen. Fakt ist allerdings: die Freude auf Ergebnismeldungen an den großen Schauplätzen kehrt langsam zurück.

Via Handelsblatt.

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Wirtschaftskrise? Packen wir’s an!

Während sich die Politlandschaft hierzulande in den Wahlkampf stürzt und sich somit die Handlungsfähigkeit nimmt, wird andernorts gehandelt. Dass es sich um eine für das Finanz- und Gesellschaftssystem gefährdende Situation handelt – einfach weil der Grundpfeiler, Wirtschaftswachstum, wegbricht – lässt den FDP-Vorschlag einer vogezogenen Wahl durchaus charmant erscheinen. Warum soll der Wähler in Zeiten des Umbruchs nicht entscheiden dürfen, wohin die Reise geht? Vielleicht kämen dann zumindest Konzepte auf den Tisch.

Am gestrigen Tage wurde nun die Gründung der “Bad Bank” durch US-Präsident Barack Obama verkündet – ein Konzept, welches es den Banken ermöglichen soll, ihre vergifteten Depots auszumisten. Für dieses Vorhaben stellt das Weiße Haus 1.000 Mrd US-$ zur Verfügung – die Bedingung ist jedoch die 50%ige Beteiligung von Investoren. Im Klartext: der Anleger kann sich jetzt wertloses Papier ins Depot legen und zahlt lediglich die Hälfte des Buchwertes dafür. Etwas unschlüssig bin ich mir hinsichtlich der Umsetzung – Kleinanleger scheiden aus, da sie sehr ähnliche Papiere gehandelt haben und im Zuge der Lehmann-Pleite den einen oder anderen Dollar verloren haben. Bleiben also noch die “Großen”, die einen “Ringtausch” ihrer Papiere unter Nutzung der Staatshilfe tätigen können und den Verlust somit halbieren. Dass in der jetzigen Zeit jemand frisches Kapital in die abgewracktesten Papiere am Markt pumpt entzieht sich meiner Vorstellungskraft. Was passiert also? Bank A kauft von Bank B im Wert von meinetwegen 1 Mrd $ toxische Papiere und umgekehrt – beide haben sich “in den Markt getraut” und räumen 50% beim Steuerzahler ab – geändert hat sich jedoch an der Situation nichts. Man hätte also auch einfach eine Kapitalspritze tätigen können.

Weiterhin war zu vernehmen, dass Ben Bernanke – Notenbankchef in den USA – das Problem aktiv lösen möchte. Da die Finanzierung des Staats wohl über einen kürzeren Zeitraum nicht mehr steht, da weltweit niemand Interesse an amerikanischen Staatsanleihen hat, wird Geld gedruckt. Die Hemmschwelle sinkt damit auch für andere Länder – und vor dem Hintergrund der Währungsbewegungen dürften diese mitziehen müssen. Als Exportnation werden wir wohl auch dazugehören – wird der Dollar im Vergleich zum Euro zu schwach, kommt der Export zumindest in die USA vollständig zum Erliegen. Die Kausalkette endet für dieses Szenario in einer Inflation, die auch den einzigen logischen Ausweg aus einem System darstellt, dass aus Schuldenbergen besteht, die sehr wahrscheinlich nie beglichen werden können. Vermutlich weiß Ben Bernanke über über mögliche Wirkungen besser Bescheid – als ehemaliger Verfechter von Währungsstabilität greift er hier zu Mitteln, die das Gegenteil bewirken dürften.

Es ist wohl die Wahl zwischen Pest und Malaria – zwischen dem Versuch der Rettung in dieser Finanzmarktordnung mit stetig kürzer werdenden Krisenzyklen und einem Reset des Systems durch Inflation. Viele Bekannte gibt es in den Prognosen nicht – bleibt also die “Trial-and-Error-Methode” – der Versuch macht schlau.

Interessant sind auch die Investitionsstrategien aus Abu Dhabi. Mit extremem Nachdruck arbeitet man dort daran, Barmittel in “harte Werte” umzusetzen – eine Chipfabrik hier – eine Beteiligung an Daimler da.

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Abu Dhabi steigt bei Daimler ein

Was vor nicht allzu langer Zeit noch unerwünscht war und darüber hinaus auf Grund der hohen Kurse als unwahrscheinlich galt, ist am heutigen Tage angekündigt worden: Eine Investmentgesellschaft aus Abu Dhabi steigt mit 9,1 % beim Autobauer Daimler ein. Dieter Zetsche spült dies ca. 2 Mrd. € liquide Mittel in die Kassen, mit denen nun die Erforschung gangbarer Elektroantriebe vorangetrieben werden soll. Die Investments aus der Wüste werden zudem als äußerst solide eingeschätzt, so dass dies auch einen Schutzschild vor feindlichen Übernahmen darstellt.

Wenn ich so darüber nachdenke, dürften die Krisenberichterstattung langsam mehr Wirtschaftsnews weichen. Die Reaktion an der Börse war zwischenzeitlich deutlich, auch wenn das Unternehmen zu Handelsschluss mit “nur noch” 1,4% im Plus abschließt:

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