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Kurzes CeBIT-Review

Anfang der Woche bin ich nun auf der CeBIT gewesen. Entgegen der medialen Berichterstattung sind die Hallen nicht leer – auch nicht halb leer – und auch nicht zu 25% unterfüllt. Meinem persönlichen Eindruck nach kann die unbesetzte Fläche mit 5-10% beziffert werden – der Besucherstrom war jedoch deutlich verringert.

Gehe ich nun davon aus, dass die Ticketpreise (und das Messeprofil) doch eher auf Geschäftskunden zielen, so geht das durchaus in Ordnung. Die angegliederte Peripherie stönt – die Fachbesucher jedoch sind zufrieden.

Die Zeiten, in denen Millionen in die Präsentation neuer Produkte im Bereich Consumerelektronik investiert wurden, sind vorbei – dafür entstehen Flächen für Web und Sicherheit. Die “üblichen Verdächtigen” tummeln sich in den Hallen mit den kleinen Nummern – Business Prozesse, ERP und PPS sind nach wie vor angesagt. In den höhere nummerierten Hallen finden sich hauptsächlich Consumerprodukte.

Mein persönliches Highlight war zweifelsfrei in Halle 6 auszumachen – die Webciety-Area, in der nicht verkauft sondern informiert wurde. Vorträge und Foren statt Vertriebsoffensive – das schmeckt – nicht nur im Bereich Open Source.

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Lars Hinrichs – der Kapitän verlässt das Boot

Garagen-Gründer Lars Hinrichs, der mit der Businessplattform OpenBC ganz sicher eine hervorragende Idee hatte und diese zudem recht passabel unter dem Label Xing vermarktet hat, steigt aus seiner Position als Vorstandschef der mittlerweile börsennotierten Aktiengesellschaft aus. Sein Nachfolger wird Stefan Groß-Selbeck, der aktuell das Deutschland-Geschäft des Auktionshauses Ebay leitet.

Bei einer aktuellen Marktkapitalisierung von knapp 140 Mio. € dürfte sich der Börsengang für Lars Hinrichs gelohnt haben – wenngleich er scheinbar dazu geführt hat, dass die Eigner fast vollständig aus Risikokapitalgebern besteht:

  1. LH Cinco Capital GmbH – 27,7%
  2. Wellington Partners Ventures Incorporated – 8,7%
  3. Deutsche Bank AG – 7,95%
  4. cominvest Asset Management GmbH – 7,72%
  5. William Liao – 5,6%
  6. Absolute Capital Management Holding – 2,39%

Immerhin befinden sich 28% der Scheine in Streubesitz (Angaben via comdirect.de).

Die wirtschaftliche Situation ist im Vergleich zu anderen Netzwerken nicht zuletzt dank des Premium-Zugangs gut. 2007 erwirtschaftete das Unternehmen 19,1 Mio. €, wovon unterm Strich ein Jahresüberschuss von 4,5 Mio. € blieb. Erreicht wird dies mit einer Quote von Premium-Accounts in Höhe von 12,3%. In der Bilanz sind darüber hinaus liquide Mittel in Höhe von 37,8 Mio. € ausgewiesen, die (wenn auch nicht in voller Höhe) für Wachstums- und Übernahmeaktivitäten zur Verfügung stehen.

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Linux-Server auf dem Durchmarsch

Bei Golem ist heute ein Artikel zu lesen, in dem die Verbreitung von Linux-Servern thematisiert wird. Demnach werden mehr und mehr Businessanwendungen (ERP, CRM) auf Linux-Systeme aufgesetzt. In Anbetracht der wegfallenden Lizenzgebühren ist das wenig verwunderlich. Hat man als Entscheider zudem auf die richtige Distribution gesetzt, hat man kaum mit Problemen zu rechnen.

Interessant sind die Umsätze in diesem Bereich. Mittlerweile werden über 20 Mrd US-$ mit Open Source Systemen erwirtschaftet – Tendenz steigend.