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Kurz mitgeteilt: T-Mobile LTE-Netz geht Online

Die Telekom hat ihren ersten LTE-Sendemast in Betrieb genommen. Interessanter Fakt: einige Pilotprojektteilnehmer wurden mit Geräten eines großen Handyherstellers versorgt, die mittels LTE bis zu 10 MBit/s übertragen können. Somit könnte in näherer Zukunft die Breitbandflaute in den ländlichen Regionen tatsächlich beendet sein.

Der Versuch startet in Kyritz, was sich meiner Recherche nach einige Kilometer nordwestlich von Potsdam im weiten Brandenburg befindet. Auch wenn im Golem-Forum schon wieder Unkenrufe zu lesen sind – ich bin mir sicher, die Erleichterung ist groß. Ich erinnere mich mit Grauen an die Zeit zurück, in der ich aufgrund von Glasfaserverkabelungen keinen DSL-Anschluss haben konnte. Auch wenn die Mobilfunker damals beteuerten, dass man mittels UMTS “schnell” im Internet unterwegs sein könne – vergleichbar ist die Technologie allein schon wegen der langen Latenzen mit kabelgebundenem Breitband keinesfalls.

So gesehen: viel Spaß  den Teilnehmern in der neu gewonnenen bunten Welt des WWW :-)

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Lobbyismus?

Das Angebot breitbandiger “Funkverbindungen” lässt den Anbietern, die aktuell über ihre Kabelnetze Datendienste anbieten, einen eiskalten Schauer über den Buckel laufen. Neben der Telekom trifft dies wohl maßgeblich die Kabelnetzbetreiber, die es bisher nicht wirklich geschafft haben, den Markt zu durchdringen.

Wie viel Wahrheitsgehalt hinter der Vermutung steht, dass die Datenübertragung den TV-Empfang störe, lasse ich lieber offen – Fakt ist, dass die Angebote im Bereich Data und Phone deutlichst Konkurrenz bekommen.

Der Blick über den Tellerrand lässt ohnehin vermuten, dass das mobile Internet kommt – die Frage ist ansich nur noch: Wann? Hätte ich die Wahl, würde ich mich bei gleichem Preis und sogar lediglich ähnlicher Leistung mit größter Freude der Mobilität zuwenden.

Im Punkt Störungen der TV-Netze bin ich mir wirklich unsicher, ob die geschirmten Kabelwege tatsächlich eine nennenswerte Anfälligkeit aufweisen. Ein möglicher Ausweg wäre dann TV via mobilem Internet. Noch ist das Zukunftsmusik – dass die Kabelnetze noch Jahrzehnte ihren Dienst tun, wage ich jedoch zu bezweifeln. Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel – Glasfaserbündel zur Verbindung von Rechenzentren mit Knotenpunkten werden wohl eine höhere Lebenserwartung haben :-)

Via Golem.

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Leerrohre bei Straßenbaumaßnahmen

Was mittlerweile in jedem Eigenheim zum Standard gehört, könnte demnächst auch im öffentlichen Verkehrsraum zum Standard werden. Zur Erhöhung der Breitbandversorgung wird überlegt, bei Straßenbaumaßnahmen Leerrohre zu verlegen, um diese später bedarfsorientiert mit Glasfasern bestücken zu können.

Die Idee dürfte aus vielerlei Hinsicht interessant sein – zum einen ermöglicht es den Aufbau von Infrastruktur für “jedermann” (nicht nur für die Größen der Branche) – zum anderen sollte die Versorgung gerade im ländlichen Bereich deutlich gesteigert werden können. Die Kosten zur Verlegung in vorhandene Rohre dürften im Vergleich zur vollständigen Baumaßnahme verschwindend gering sein. Darüber hinaus ermöglicht es einen einfacheren Generationenwechsel auf neue Medien. Die eingegrabenen Kupfer-Doppeladern lassen sich weder ökonomisch sinnvoll tauschen noch erweitern.

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DSL auf dem Lande – und die EU hilft mit

Das DSL-Desaster in ländlichen Regionen ist ja nicht erst seit gestern ein Problem – Grund genug für die EU, die Kassen zu öffnen und bei der Breitbandversorgung in Deutschlands Dörfern mitzuhelfen. Rund 141 Mio. € fließen großteils aus dem europäischen Landwirtschaftsfonds in die Breitband-Erschließung eher dünn besiedelter Gebiete.

Welche Technologie bevorzugt wird, ist scheinbar noch offen. Mehr und mehr Medien berichten über die mäßige Präsenz von Kabelbreitband-Zugängen. Der Marktanteil liegt gerade mal bei 5% – und das bei mindestens gleicher Leistung zum gleichen Preis.

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Die Lösung: der Masterplan!!

Das soll die Lösung für die weißen Flecken im DSL-Atlas sein. Der Ansatz klingt gut – es soll nicht Konkurrenz geschaffen sondern die Kräfte gebündelt werden. Gemeint sind wohl die Telekommunikationsanbieter, die sich lieber in Ballungsgebieten die Kunden teilen als diese (zugegebenermaßen teuer) in zart besiedelten Regionen zu erschließen. Es handelt sich um geschätzte 5 Mio Bürger, die keine Chance haben, breitbandiges Internet zu nutzen (und ich gehöre immernoch dazu).

Zur Verbesserung der Lage gibt es nun einen Masterplan, der neben den Technologien auch Details zur Unterstützung der betroffenen Gemeinden enthält.

Blöde Zwickmühle – unter wirtschaftlichen Aspekten wird die Erschließung der abgelegenen Gemeinden keinen Sinn ergeben. Die Leute dauerhaft nicht anzuschließen ist allerdings auch keine Lösung.

Wer am Plan interessiert ist, kann diesen unter vatm.de (PDF!) herunterladen.

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100 MBit/s für den Hausgebrauch

Dieses energische Ziel hat sich Alice für die Stadt Hamburg gesetzt. Es wird ein eigenes Glasfasernetz geplant, welches 100.000 Personen erreicht. Diese kämen dann in den Genuss, Highspeed-Internet mit 100 MBit/s nutzen zu können. Lt. Capital bedeutet das eine Verdopplung der Bandbreite zur größten Telekombandbreite.

Die Investitionssumme beläuft sich auf ca. 50 Mio €. Eine Deckung der Kosten soll unter Anderem durch eine Weitervermietung an andere Breitbandanbieter (wie beispielsweise Arcor) geschehen.

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