breitband Archiv

0

Leerrohre bei Straßenbaumaßnahmen

Was mittlerweile in jedem Eigenheim zum Standard gehört, könnte demnächst auch im öffentlichen Verkehrsraum zum Standard werden. Zur Erhöhung der Breitbandversorgung wird überlegt, bei Straßenbaumaßnahmen Leerrohre zu verlegen, um diese später bedarfsorientiert mit Glasfasern bestücken zu können.

Die Idee dürfte aus vielerlei Hinsicht interessant sein – zum einen ermöglicht es den Aufbau von Infrastruktur für “jedermann” (nicht nur für die Größen der Branche) – zum anderen sollte die Versorgung gerade im ländlichen Bereich deutlich gesteigert werden können. Die Kosten zur Verlegung in vorhandene Rohre dürften im Vergleich zur vollständigen Baumaßnahme verschwindend gering sein. Darüber hinaus ermöglicht es einen einfacheren Generationenwechsel auf neue Medien. Die eingegrabenen Kupfer-Doppeladern lassen sich weder ökonomisch sinnvoll tauschen noch erweitern.

Schlagwörter: , , , ,
0

DSL auf dem Lande – und die EU hilft mit

Das DSL-Desaster in ländlichen Regionen ist ja nicht erst seit gestern ein Problem – Grund genug für die EU, die Kassen zu öffnen und bei der Breitbandversorgung in Deutschlands Dörfern mitzuhelfen. Rund 141 Mio. € fließen großteils aus dem europäischen Landwirtschaftsfonds in die Breitband-Erschließung eher dünn besiedelter Gebiete.

Welche Technologie bevorzugt wird, ist scheinbar noch offen. Mehr und mehr Medien berichten über die mäßige Präsenz von Kabelbreitband-Zugängen. Der Marktanteil liegt gerade mal bei 5% – und das bei mindestens gleicher Leistung zum gleichen Preis.

0

Die Lösung: der Masterplan!!

Das soll die Lösung für die weißen Flecken im DSL-Atlas sein. Der Ansatz klingt gut – es soll nicht Konkurrenz geschaffen sondern die Kräfte gebündelt werden. Gemeint sind wohl die Telekommunikationsanbieter, die sich lieber in Ballungsgebieten die Kunden teilen als diese (zugegebenermaßen teuer) in zart besiedelten Regionen zu erschließen. Es handelt sich um geschätzte 5 Mio Bürger, die keine Chance haben, breitbandiges Internet zu nutzen (und ich gehöre immernoch dazu).

Zur Verbesserung der Lage gibt es nun einen Masterplan, der neben den Technologien auch Details zur Unterstützung der betroffenen Gemeinden enthält.

Blöde Zwickmühle – unter wirtschaftlichen Aspekten wird die Erschließung der abgelegenen Gemeinden keinen Sinn ergeben. Die Leute dauerhaft nicht anzuschließen ist allerdings auch keine Lösung.

Wer am Plan interessiert ist, kann diesen unter vatm.de (PDF!) herunterladen.

0

next generation UMTS

Einem Artikel bei golem zufolge wird gerade an der Funktechnik von morgen gefeilt. Demnach bauten Fujitsu und NTT DoCoMo einen Basisstationsprototypen, der Bandbreiten bis 900 MBit/s zulässt. Erreicht werden diese durch den multiplen Einsatz von mehreren Antennen unter Anwendung eines Verfahrens namens Multiple Input Multiple Output. Da ich aufgrund fehlender Verfügbarkeit kabelgebundener, breitbandiger Internetzugänge (DSL, Kabel) auf Alternativen angewiesen bin, würde es mich freuen, wenn die Entwicklung schnell voranschreiten würde. Der Prototyp bedarf wohl noch einiger Entwicklungsarbeit, besonders auf den hohen Stromverbrauch wird verwiesen.

Mit 900MBit/s könnte man sogar über den eigenen “Homeserver” nachdenken – vorausgesetzt die Reaktionszeiten sind anständig.

Schlagwörter: , , ,