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Marktentwicklung 2009 – Lust oder Frust?

Das neue Jahr wird auch an den Börsen wieder mit einigen Überraschungen aufwarten. So begann der Handel am Freitag bereits überzeugend und bescherte dem deutschen Leitindex DAX bei dünnem Handel ein Plus von 3,39%.

dax

Über das letzte Jahr hielt der Pessimissmus auf breiter Front Einkehr – will ich doch mal hoffen, dass entgegen der medialen Grundhaltung die Stimmung eine Kehrtwende erfährt. Börse ist Psychologie – Wirtschaft ist Psychologie – Zahlen sind gut – gute Laune ist besser :-)

Vielleicht verhilft dem Einen oder Anderen folgendes kleines Montag-Morgen-Video zu einem Lächeln (mit einem Augenzwinkern):

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Kalkulierte Aktienanlage? Fehlanzeige!

Die Sensation heute dürfte der Tagesgewinn des DAX sein: satte 5,5% konnte der Index zulegen. Die Märkte brachen in Folge der Lehman-Brothers-Pleite weltweit ein – heute die (doch etwas unerwartete) Kehrtwende.

Der Blick auf einige weitere Indizes lässt den geneigten Anleger zur Brille greifen: London & Paris liegen mit 8% deutlich über dem Schnitt – in Shanghai wird gar der größte Tagesgewinn der Geschichte verbucht: 9,5%.

Ursache dafür dürfte der “Rettungsplan” der amerikanischen Regierung sein. Nachdem letztens schon endlose Beträge in den gebeutelten Bankensektor geschoben wurden, denk man jetzt über eine langfristige Lösung nach. Erster Schritt ist eine 50 Mrd. US-$-Spritze in Form einer Einlagensicherung. In nächster Zeit will der Staat die Banken entlasten, indem er die Risiken der Hypothekenfinanzierungen übernimmt.

Darüber hinaus sind ab sofort sogenannte “Leerverkäufe” auf ca. 800 Titel (vornehmlich der Finanzbranche) untersagt. Dieses maßgeblich von Hedge-Fonds genutzte Instrument erlaubt Gewinne bei fallenden Kursen.

Nichts desto trotz dürfte Respekt weiter die Transaktionen an den Börsen bestimmen. Dass der heutige Trend nachhaltig ist, wage ich zu bezweifeln.

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Bankenkrise auf neuem Höhepunkt

Das Geschäft mit dem amerikanischen Häuslebauer – eine Angelegenheit, die weltweit zu deutlichen Kurseinbrüchen führte und vermutlich weiter führen wird.

Am gestrigen Samstag wurde bekannt, dass der Hypothekenfinanzierer IndyMac nicht mehr kann – die Bank ist pleite. Während sich die Finanzhäuser hierzulande schon seit geraumer Zeit schwer haben, Kredite zu vergeben und man lange den Eindruck haben konnte, dass mit übertriebener Vorsicht agiert wird, war in Amerika das genaue Gegenteil der Fall. Die Geschäfte liefen bombig und die Banken gaben (wohl wissentlich, dass eine Stagnation eintreten wird) auch Kredite heraus, die ansich nicht mehr gedeckt waren. In der Folge brach als logische Konsequenz die Nachfrage ein und damit änderten sich die Preise im Markt drastisch. Die Sicherheiten (vielerorts die Immobilien selbst) wurden neu bewertet und “urplötzlich” waren nicht mehr ausreichend Sicherheiten vorhanden.

Statt der Suche nach einer Lösung des Problems begann man, die Kredite in Barleistung einzufordern. Warum nimmt man als Häuslebauer einen großen Kredit über viele Jahre auf? Richtig – weil man die Barmittel “gerade nicht flüssig hat”.

In dieser Konstellation gibt es keinen Gewinner – Immobilienbauer verlieren alles – und die Banken sitzen auf defakto wertlosen Immobilien.

Die Ursachen würde ich mit Gier und Maßlosigkeit bezeichnen. Bedauerlich ist die Tatsache, dass eine große Zahl Einzelschicksale damit in Verbindung stehen – Leute, die alles verloren haben, weil sie ihrem Bankberater vertraut haben.

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Freitag ist schön!

DAXGerade für Börsianer waren die Freitage in letzter Zeit nicht immer so schön wie dieser. Einen versöhnlichen Ausklang dürfte die Berührung der 8000-Punkte- Linie gesorgt haben. Nach den letzten Korrekturen dürften Investierte wieder ein Lächeln im Gesicht haben. Schaut man sich die abgelaufene Woche genauer an, kann man Aktionären von Infineon (+7,8%), der Münchner Rück (+5,7%) und der Hypo Real Estate (+5,3%) ein schönes Shopping-Wochenende wünschen. ThyssenKrupp (-5,5%) und Volkswagen (-4,2%) sind die größten Verlierer in der Wochenstatistik. Den Technologieindex TecDAX führt die Morphosys AG (+9,9%) an, im MDAX wäre man mit der Vossloh AG (+9,5%) gut beraten gewesen.

In den größeren Medien spricht man nun von der viel heraufbeschworenen Jahresendrally – genauer hingeschaut befindet sich der DAX seit Jahresmitte in einer Seitwärtsbewegung.

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Aus und Vorbei!

Die “strategische Partnerschaft” zwischen United Internet und Freenet ist zu den Akten gelegt. Nachdem scheinbar ewig über Möglichkeiten – Modalitäten und nochmals Möglichkeiten diskutiert wurde, ersetzte man Übernahme durch Kooperation – und nun lässt man lieber komplett die Finger von dem Deal. Zu den Gründen möchte man sich momentan nicht äußern. United Internet hatte sich mit der Drillisch AG zusammengetan – die gemeinsame Holding bleibt weiterhin Ziel und soll umgesetzt werden.

Den Kursen von Freenet und United Internet bekommt diese Wendung nicht – UI liegt momentan mit 7,4% im Minus – bei Freenet beläuft sich der Verlust sogar auf über 9%.

Zur Info: United Internet umfasst die Marken 1&1, GMX und Web.de. Freenet und Mobilcom gehören ebenfalls zusammen.

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Jahresendsport?

Dax JahreschartPustekuchen. Bis jetzt sieht es zumindest nicht danach aus. Nach der ersten Jahreshälfte, in der es an der Börse quasi nur eine Richtung gab, ist die Stimmung nachhaltig eingetrübt. Als Auslöser wird die Immobilienkrise gehandelt – ein lokales (amerikanisches) Problem, was zur weltweiten Stagnation geführt hat?! Fakt scheint, dass die Investitionsfreude spürbar nachgelassen hat. Viele Kleinanleger werden die Situation 2000 noch deutlich vor Augen haben – die institutionellen Investoren warten auf deutliche Einstiegssignale. Ein wenig beängstigend muten die drastischen Kursrutsche einiger Einzelwerte an. So ist die Aktie von Infineon heute um 10% gefallen (seit dem Hoch in der Jahresmitte beläuft sich der Kursverlust mittlerweile auf ca. 30%) – der Wert der GPC Biotec hat die Anleger in zwei Etappen 85% des eingesetzten Kapitals gekostet.

Die positiven Ausreißer sollte man trotzdem erwähnen. So hat der Wert der Volkswagen AG nahezu alle Turbulenzen unbeschadet überstanden und einen äußerst stetigen Anstieg verzeichnet. Vermutlich ist dies unter anderem durch die Zukäufe der Porsche AG (unter anderem nach dem Fall des VW-Gesetzes) bedingt. Die Marke von 200€ konnte allerdings nicht überschritten werden, woraufhin momentan eine Korrektur im Gange ist.

Ich bin gespannt, wie sich die Lage weiter entwickelt. Für geschickte Anleger tun sich in Zeiten von Seitwärtsbewegungen meist alternative Anlagen auf. So hat der Goldpreis beispiellos zugelegt.

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