Das Geschäft mit dem amerikanischen Häuslebauer – eine Angelegenheit, die weltweit zu deutlichen Kurseinbrüchen führte und vermutlich weiter führen wird.
Am gestrigen Samstag wurde bekannt, dass der Hypothekenfinanzierer IndyMac nicht mehr kann – die Bank ist pleite. Während sich die Finanzhäuser hierzulande schon seit geraumer Zeit schwer haben, Kredite zu vergeben und man lange den Eindruck haben konnte, dass mit übertriebener Vorsicht agiert wird, war in Amerika das genaue Gegenteil der Fall. Die Geschäfte liefen bombig und die Banken gaben (wohl wissentlich, dass eine Stagnation eintreten wird) auch Kredite heraus, die ansich nicht mehr gedeckt waren. In der Folge brach als logische Konsequenz die Nachfrage ein und damit änderten sich die Preise im Markt drastisch. Die Sicherheiten (vielerorts die Immobilien selbst) wurden neu bewertet und “urplötzlich” waren nicht mehr ausreichend Sicherheiten vorhanden.
Statt der Suche nach einer Lösung des Problems begann man, die Kredite in Barleistung einzufordern. Warum nimmt man als Häuslebauer einen großen Kredit über viele Jahre auf? Richtig – weil man die Barmittel “gerade nicht flüssig hat”.
In dieser Konstellation gibt es keinen Gewinner – Immobilienbauer verlieren alles – und die Banken sitzen auf defakto wertlosen Immobilien.
Die Ursachen würde ich mit Gier und Maßlosigkeit bezeichnen. Bedauerlich ist die Tatsache, dass eine große Zahl Einzelschicksale damit in Verbindung stehen – Leute, die alles verloren haben, weil sie ihrem Bankberater vertraut haben.