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Volkswagen – wann kommt der Gong?

Von Häusermarkt über Finanzkrise und Rettungspaket zu Volkswagen. Der Steuerzahler darf sich im Besitz von 20% sehen während Porsche mittlerweile Zugriff auf 74% der Anteile besitzt. Davon liegen 42,5 % von VW im Depot der Holding während weitere 31,5 % in Form von Optionen gesichert sind – die zugehörigen Aktien weilen (hoffentlich) in den Depots der Emittenten.

Um die verbleibenden 6% wird derweil im Börsenhandel gestritten als gäbe es keine Morgen. Getrieben von Leerverkäufen durchbricht die Aktie am heutigen Tag die 1000-Euro-Marke und VW wird damit kurzzeitig zum teuersten Konzern der Welt. Kennzahlen? Interessieren nicht mehr – die Bewertung liegt mit einem KGV von 80 erschütternd weit in der Spekulationszone.

Wer jetzt denkt, sich eben schnell mit Puts einzudecken, kommt leider zu spät. Da sich diese ganz offensichtlich nicht mehr deckeln lassen, ist es derzeit defakto unmöglich, auf den so extrem wahrscheinlichen Kurseinbruch zu spekulieren. Schade eigentlich :-)

Eine kleine Nebenerscheinung werden wohl Abschreibungen einiger Banken in Milliardenhöhe werden – den Termingeschäften sei dank. Darüber hinaus prüft die Bafin, ob es zu vorsätzlichen Kursmanipulationen gekommen ist.

Sinkt der Anteil handelbarer Papiere auf unter 5%, wird der Wert aller Wahrscheinlichkeit nach aus dem Index verschwinden – und auch dies wird nicht ohne Poltern stattfinden. Auf Grund der extremen “Wertsteigerung” besteht der größte deutsche Index aktuell zu 23% aus Volkswagen (in der Spitze wurde die Hälfte der Kapitalisierung des gesamten Index! erreicht). Der Unternehmenswert belief sich zwischenzeitlich auf 295 Mrd €. So betrachtet könnte man sich bei Porsche glatt ärgern, dass man die Anteile nicht in Form von Spekulationsgewinnen realisieren kann.

Weitere Infos bei der FTD, der FAZ, der Sueddeutschen und allen anderen Gazetten :-) Das Bild war heute bei der Comdirekt zu finden.

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VW – Finanzkrise – na und?

Die Kurse der Volkswagen AG sprengen derzeit entgegen aller gegensätzlichen Trends den Rahmen – nach oben!

Grob über den Daumen gerechnet macht diese Entwicklung für den geneigten Anteilseigner seit September 2008 einen Gewinn von 100%. Mittlerweile ist kaum vorstellbar, dass Porsche bei Kursen von knapp 400 € noch einsteigt, würfelt diese Entwicklung doch den Finanzplan kräftig durcheinander. Die News von gestern lassen zwar gegenteiliges ahnen, nichts desto trotz regelt der Preis die Nachfrage:

Wiedeking bekräftigte die Absicht, die Mehrheit an dem Wolfsburger Konzern zu
übernehmen: ‘Das ganze Thema ist kein Selbstläufer. Aber wir werden unseren Weg
weitergehen und werden spätestens Ende des Jahres die 50 plus X haben.’ Porsche
ist mit derzeit rund 35 Prozent größter Aktionär von Europas größtem
Autokonzern. Nach Ansicht Wiedekings bewahrte Porsche den Volkswagen-Konzern vor
einer feindlichen Übernahme: ‘VW war hochgradig gefährdet, von einem Hedgefonds
übernommen zu werden. Wir wissen das.’

Wann genau die 50% erreicht sein werden, wird im Vorfeld wohl nicht angekündigt – eine technische Korrektur halte ich allerdings schon vorher für fällig. Sollte der Fall allerdings ähnlich wie bei Continental liegen, wo mithilfe von Banken mittels Termingeschäften eine stille Übernahme geplant wurde, gibt es keine obere Schranke bis der Gewinner feststeht.

Zitat und Bild via Onvista.de.

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Volkswagen AG – ein Tagesrückblick

Nachdem die Volkswagen-Tochter Audi einmal mehr sensationelle Absatzzahlen vermelden konnte und Porsche zudem noch verkündete, dass eine Aufstockung der Anteile auf über 50% in Planung sei, waren die Papiere des VW-Konzerns heute dankbares Opfer der sonst müden und von der Bankenkrise gebeutelten Spekulanten.

Das abgebildete Chart zeigt den heutigen Tages(!)verlauf. In der Spitze konnte die Aktie ein Plus von 50% verbuchen – der Schlusskurs wird 2% im Minus bei 283,50€ festgestellt.

Derartige Kursschwankungen kannte man bis dato lediglich von Pennystocks. Die turbulenten letzten Tage konnten durchaus auch Bankenwerte in der Größenordnung bewegen – allerdings nur in eine Richtung.

Der Volkswagen-Konzern besitzt eine Marktkapitalisierung von ca. 92 Mrd. €. Die heutige Tagesveränderung hat den Börsenwert des Unternehmens (wenngleich nur äußerst kurzfristig) um satte 46 Mrd. € auf 138 Mrd. € verschoben. Die Vermutung liegt nahe, dass diese extreme Schwankung auf kreditbasierte Geschäfte (Spekulation – Optionen – Zertifikate – Hebelwirkung) zurückzuführen ist. Vielleicht ist in den nächsten Tagen dazu mehr zu lesen.

Ansonsten laufen die Märkte unverändert ins Minus – der letzte Wert des DAX im späten Handel beträgt 5.156 Zähler, was einen Abschlag von 5% bedeutet.

Die Presse: “Appelle zur Beruhigung und Wirbel an den Börsen, FAZ”, “Europäer retten ihre Großbanken”, Sueddeutsche”.

Die Politik (in Person allen voran Angela Merkel) rückt zunehmend in den Fokus der Berichterstattung. Die Tage der Verharmlosung sind vorbei, so dass jetzt echtes Krisenmanagement gefragt ist. Für Angela Merkel eine neue Situation…

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Auf die Bankenkrise folgt der Ausverkauf…

Nachdem die Spekulationen für und wider des Rettungspakets für die deutlich unter Zugzwang geratene Hypo Real Estate am Wochenende einen neuen Höhepunkt erreicht hat, werden die Anleger deutlich nervös. Der heutige Montag bringt über (fast) die gesamte Front breite Verluste:

  • DAX   -7%
  • MDAX   – 8%
  • TecDAX   -11%

Einmal mehr bildet die Volkswagen AG die (wohl Porsche-getriebene) Ausnahme: ein Plus von satten 6%.

Ich vermute, die Zeit ist reif für die eine oder andere Offenbarung über die tatsächlich verübten Praxen im Bankengeschäft. Unsere werte Regierung sichert mit einer Rekordsumme “Spareinlagen” ab (ca. 600 Mrd. €) – doch was genau wird überhaupt gesichert? Das Sparbuch, was wohl kaum noch einer im Schrank liegen hat, weil einerseits der Zinssatz unterirdisch ist und andererseits der nette Bankberater mit dem korrekten Schlips auf sichere und vor allem mit irren Renditen versehene Zertifikate beraten hat. Die Tatsache, dass fast alles über Termingeschäfte und damit kreditfinanziert abgewickelt wird, dürfte die Situation kaum verbessern. Die geschichtlich wohl einmalige Frage lautet für Banken die Tage wohl:

Wo bekommen wir sofort Barmittel?

Die Presse titelt unter dessen mit “Die Banker haben die Marktwirkschaft verraten”, “Helle Panik an den Börsen” und “Die Erpressten”.

Ich bin ehrlich gespannt, wie die Aufstellung der Gewinner und Verlierer aussehen wird – später, wenn man das Thema Finanzkrise in Büchern lesen wird. Da die Lösung im Werfen mit staatlichem Geld gesucht wird, wäre mein Tipp Inflation. Nicht extrem aber doch deutlich spürbar – damit wären auch Gewinner und Verlierer klar.

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VW-Gesetz war gestern…

Das in die Tage gekommene “VW-Gesetz” aus dem Jahre 1960 ist gekippt. Der Europäische Gerichtshof erklärte das Gesetz heute für ungültig. Grund war die Begrenzung der Stimmrechte auf maximal 20% pro Anteilseigner – auch wenn dieser ein größeres Aktienpaket besitzt.

Nun ist der Weg für Porsche frei. Der Sportwagenhersteller hält derzeit geschätzte 30% am Autoriesen und plant eine Übernahme. Seitens Porsche war immer großer Zuspruch zum Sturz des Gesetzes zu hören.

Nachdem die Aktie einen gigantischen Höhenflug hingelegt hat, liegt sie heute – gegen den Markttrend – mit 3,5% im Minus.

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