bildung Archiv

0

Die Studiengebühr und ihre Verwendung

Der Ärger um die Studiengebühren, welche von Bundesland zu Bundesland erhoben werden oder auch nicht, erreicht einen neuen Höhepunkt. Die Abgabe von 500€ pro Semester sollte – so die Ansage der Politik – zur Verbesserung der Lehre genutzt werden. Schon während der Diskussionen über die Einführung waren sich die Kritiker einig: so wird es nicht. Die Gründe für die ablehnende Haltung waren weitläufig – das Grundproblem jedoch waren fehlende Konzepte zur Verwendung sowie Uneinigkeit über die Zuständigkeit der Verteilung.

Der wohl skurrilste Vorschlag zur Verbrennung der Gelder kommt jetzt aus Hohenheim, wo man die immensen Heizkosten für den wirklich schönen Altbau aus diesem Topf begleichen möchte. Warum? Weil das Land keine ausreichenden Mittel zur Verfügung stellt. Darüber hinaus werden noch einige “Löcher des Etats” gestopft. Ansich nicht unbequem – braucht man sich doch jetzt auch nicht mehr darüber den Kopf zu zerbrechen, wie man die Lehre mittels der 5 Mio. € verbessern könnte. Es bleibt also alles beim Alten.

In Sachsen existiert die Gebühr noch nicht – ich bin gespannt, wie lange dieser Zustand anhalten wird. Für eine mögliche Einführung würde ich mir durchdachte Konzepte wünschen, die günstigstenfalls nicht politisch motiviert sondern in Zusammenarbeit von Uni und Studenten entstehen. Vielleicht kommt alles ganz anders und die Länder, in denen die Studiengebühr gezogen wird, schaffen diese wieder ab.

Via Unispiegel.

1

Empfehlung heute: Lange Nacht der Wissenschaften

Wie jedes Jahr bleiben heute die Dresdner Universitätstore länger geöffnet und die Einrichtungen laden zur “Langen Nacht der Wissenschaften“. Alle Wissbegierigen können sich neben interessanten und schick gestalteten Veranstaltungen auch über mögliche Studiengänge informieren.

Besonders beliebt dürften wie jedes Jahr die Experimentalshows und -vorlesungen sein sowie die sonst verschlossenen Räumlichkeiten wie der “schalltote Raum”.

Via Claudia-Kaiser.info.

2

Internet-Mobbing gegen Lehrer…

Heise schreibt heute über zunehmendes Mobbing gegen Lehrer über das Internet.

Internet-Mobbing von Lehrern sei inzwischen “an fast jeder weiterführenden Schule” zu beobachten. Es sei bisher nicht gelungen, wirksam dagegen vorzugehen, beklagt der Philologenverband und zielt damit auf die Mehrzahl der Bundesländer. Diese kämen ihrer Fürsorgepflicht für Lehrer nicht nach. Lediglich Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen hätten es geschafft, ein Netz von Ansprechpartnern und Hilfeleistungen für betroffene Lehrer aufzubauen. Der Philologenverband hatte im Juli vorigen Jahres ein schärferes Vorgehen gegen Internet-Mobbing gefordert.

Das ist schon kurios – ich finde es nicht gut, wenn Leute im Internet aufgrund hoher Anonymität diffamiert werden – andererseits bekommen Schüler auch Noten. Den Ansatz der freien Meinungsäußerung kann ich in diesem Zusammenhang grundsätzlich erstmal nur begrüßen. Es gelingt ja auch einer nennenswerten Zahl Lehrer, von ihren Schülern positive Bewertungen zu erhalten.

Vielleicht versucht man ja auch seitens der Kultusministerien (oder wer auch immer für Bildung und Bildungsqualität zuständig ist), diese kostenlosen(!) Informationen zugunsten einer Verbesserung auszuwerten. Das Geld, was momentan für sinnlose Studien mit vorhersagbarem Ergebnis ausgegeben wird, kann man auf diese Weise zielgerichteter verwenden.

Einfacher ist es natürlich, die Betreiber besagter Plattformen an die Wand zu stellen – das löst schon leichtes Kopfschütteln aus…

1

Das Rätsel um Angebot und Nachfrage

Heute früh fand ich auf meinem Exkurs durch die Weiten des www auf den Seiten der FAZ einen echt lesenswerten Artikel von Stefan Theil, der sich durch den Dschungel der Schulbücher gekämpft und dabei die Wirtschaftsteile analysiert hat. Im Ergebnis kann man seine Ausführungen mit dem Titel “Von Raffgier und Ausbeutung” nachlesen. Meine Schulkarriere ist zwar schon ein paar Jährchen vorbei – allerdings gingen mir ein paar lebhafte Erinnerungen durch den Kopf als ich den Artikel gelesen habe.

Es muss wohl in der Mentalität der Menschen hierzulande liegen, dass Bildung als eines der Kernthemen doch eher ein unliebsames ist – so muss man sich auch nicht wundern, dass die Medien dieses lieber auslassen oder (falls doch zwingend nötig – zum Beispiel nach PISA) nur anschneiden und ein paar Phrasen im Raum verteilen. Schließlich kommt man doch allzuoft zu dem Ergebnis, den jungen Leuten fehle es an Potenzial und Motivation. Diese Grundhaltung scheint sich nach dem erfolglosen Versuch, Bildung effektiver und besser zu gestalten noch zu verhärten.

Rest des Artikels lesen »

Schlagwörter: , , ,