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Ebay – Jetzt wird gehandelt!

Das Auktionshaus Ebay, dass seit geraumer Zeit mit Image- und scheinbar auch mit geschäftlichen “Problemen” zu kämpfen hat, ändert nun sein Bewertungssystem grundlegend. Lt. FAZ wird es in Zukunft nur noch Käufern möglich sein, negative Bewertungen abzugeben. Diese Option wird für die Verkäuferseite gestrichen.

Der Hintergrund leuchtet mir auch sofort ein: der Verkäufer sitzt einfach am längeren Hebel, da eine von 10.000 Bewertungen statistisch untergeht, während eine von 10 Bewertungen doch eine relevante Größenordnung darstellt. Da ich im Normalfall auf der Käuferseite sitze, ist das schon teilweise unangenehm und man bewertet einfach großzügiger. Zudem habe ich bisher extrem selten Verkäufer erlebt, die vor der Abgabe der Käuferstimme ihre Bewertung abgegeben haben.

Ich persönlich fände es besser, wenn statt der wegfallenden Negativbewertung die Reihenfolge der Bewertung festgelegt würde, so dass der Käufer als zweiter (und damit letzter) sein Urteil abgibt. Das würde den Käufern die Angst vor der Negativbewertung nehmen, bietet aber gleichzeitig Verkäufern die Möglichkeit, ihrem Unmut Ausdruck zu verleihen.

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Jetzt gibt es auch bei golem.de den Artikel zum Thema. Heise.de fehlt erstaunlicherweise noch.

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Spicken erlaubt!

Die Plattform spickmich.de, die Schülern unter Anderem die Bewertung ihrer Lehrer gestattet, bleibt weiterhin erlaubt. Das entschied jetzt ein Gericht. Eine Lehrerin hatte auf Unterlassung geklagt – ihr Notenschnitt lag bei 4,3.

Ähnliche Probleme gab es unter anderem beim Studentenportal meinprof.de – auch dort waren rechtliche Schritte gegen die Betreiber erfolglos.

Unter der Schülerplattform haben sich mittlerweile ca. 400.000 Schüler registriert. Die Durchschnittsbenotung für die ca. 150.000 Lehrer liegt bei 2,7.

Quelle: faz.net

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Benotung im Internet

Ich kenne es von meinprof.de und die jüngeren sollten mit der Domain spickmich.de etwas anfangen können. Beides sind Plattformen, auf denen man seine Lehrkräfte bewerten kann. Das ist ein äußerst erfreulicher Trend, da die werten Lehrenden somit endlich (sofern sie das möchten) die Möglichkeit haben, eine ehrliche Meinung zum ihrem Unterricht einzuholen.

Problematisch wird es, wenn Lehrkräfte mäßig bewertet werden. Gegen meinprof.de wurden vor einiger Zeit schon rechtliche Schritte eingeleitet, was zwischenzeitlich sogar zum Ausschluss einer gesamten Uni aus dem Portal zur Folge hatte. In letzter Konsequenz behielten die Studenten den längeren Atem und bestanden weiter auf der Möglichkeit der Bewertung – die Uni gab dem damals aus Angst vor einem Imageschaden statt.

Ein ähnliches Problem gibt es nun in der Lehrerschaft. Eine Lehrerin hatte gegen spickmich.de geklagt, weil sie nicht öffentlich benotet werden wollte. Auf golem.de ist nachzulesen:

Bereits das Landgerichts sah die Lehrerbenotung auf Spickmich.de von dem Recht auf freie Meinungsäußerung gedeckt. In der mündlichen Verhandlung sagte der Vorsitzende Richter Dr. Axel Jährig, dass “ein Lehrer eine öffentliche Benotung dulden muss.” Eine endgültige Entscheidung wurde für den 27. November 2007 angekündigt.

Damit sollte der Fall ansich klar sein. Nichts desto trotz werden sich die Macher der kleinen aber feinen Communities auch in Zukunft mit solchen Konflikten konfrontiert sehen.