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Herr Beckstein, wie kommen Sie denn darauf?!

Bayerns Ministerpräsident Günther Beckstein (natürlich von der CSU) ist auf Grund seiner Tätigkeit mehr und mehr in überregionaler Presse präsent. Sein neuestes Projekt sind “Alternative Strafen” – hier die Vorschläge:

  • Entzug der Spielekonsole
  • Handyverbot
  • Fahrverbot
  • Warnschuss-Arrest

Der Warnschuss-Arrest geht schon eine Weile durch die Presse und mit dem Gedanken könnte ich mich anfreunden. Beim Fahrverbot bin ich mir schon unsicher. Melden Straffällige ihre fahrbaren Untersätze an – und spielt es eine Rolle, ob man nun einen gültigen Führerschein hat oder nicht?! Das Auto fährt schließlich mit Sprit…

Die Erklärung für die Vorschläge “Spielekonsole” und “Handy” sieht Beckstein darin, dass es besser wäre wenn man den jungen Leuten ihr Spielzeug wegnimmt, als wenn die Großeltern eine Strafe überweisen. Ich frage mich, wo hier der Unterschied liegt?! Beides kostet Geld – wenn die Großeltern die Strafe beglichen hätten, wird es wohl danach auf eine neue Spielekonsole (der nächsten Generation) und auf ein aktuelles Handy hinauslaufen. Da gerade diese Güter über gar keine eine sehr geringe Wertbeständigkeit verfügen, stellt sich mir jetzt die Frage was daran die Strafe sein soll?!

Im Focus kann man darüber hinaus nachlesen, worauf es wirklich ankommt:

Beckstein plädierte dafür, die „herkömmlichen Tugenden“ wieder stärker einzufordern. „Wir müssen die Verwüstungen, die die 68er mit ihrer antiautoritären Erziehung angerichtet haben, rückgängig machen.“ Es gehe um Leistungsbereitschaft, Pflichtbewusstsein, aber auch um Hilfsbereitschaft und Respekt etwa vor Älteren, vor Behinderten und Ausländern.

Vielleicht wollen die Jugendlichen aber auch nur integriert werden… Vielleicht wollen sie Ausbildung und Karriere machen oder aber sich nachmittags engagieren? Wäre es nicht an der Zeit zu überlegen, warum die Spielekonsole einen so zentralen Platz im Leben dieser Leute einnimmt und wie man das ändern könnte?!

Der Mensch reagiert auf positive Anreize und Strafen – man könnte ja zur Abwechslung mal Variante 1 probieren – das scheint mir nicht nur erfolgversprechender sondern auch nachhaltiger.

Via Golem.

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Kostenexplosion stoppt Transrapid

Nach jahrelangem Hin und Her ist das Transrapidprojekt nun scheinbar endgültig gescheitert. Erschreckende 100% Aufschlag auf das ehemals geplante Budget ist der Politik dann doch zu viel.

Zur Erinnerung nochmal einen Ausschnitt aus der legendären 10-Minuten-Rede des Herrn Stoiber:

Für das Konzept und die weitere Verwertbarkeit ist diese Entwicklung leider exterm schlecht. Ohne aufgebaute Strecke wird sich die Magnetschwebebahn wohl auch anderswo nicht so recht vermarkten lassen.

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Gabriele Pauli reicht’s…

Frau Pauli tritt aus der CSU aus. Über die Gründe sagte sie, es sei enttäuschend, wie die Profiteure des von ihr verursachten Stoiber-Sturzes mit ihr umgegangen seien.

Zur Erinnerung: vor garnicht allzulanger Zeit war sie noch zur Wahl um den CSU-Parteivorsitz angetreten – und war haushoch unterlegen. Jetzt ist das alles Schnee von gestern und sie möchte damit nichts mehr zu tun haben.

Es hinterlässt bei mir ein wenig den Eindruck, als hätte sie in das CSU-Gefüge in Bayern von vornherein nicht gepasst.

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Ede Stoiber und die Frauen

Nun ist es wohl tatsächlich vollbracht – nach scheinbar endlosem Gezerre sind die Ämter in Bayern neu verteilt. Die Online-Ausgabe der Frankfurter Allgemeinen nimmt dies zum Anlass, auch über einige Erscheinungen am Rande zu berichten.

Die eine ist auf dem Höhepunkt ihrer Macht. Sie ist Bundeskanzlerin und wird von Stoiber die „liebe Angela“ genannt. Die andere ist zumindest vorläufig auf dem Tiefpunkt ihrer politischen Laufbahn angekommen. Sie wird von Stoiber kein einziges Mal, geschweige denn mit dem Namen, angesprochen. Gabriele Pauli, die Landrätin aus Fürth, hält auch eine Bewerbungsrede am Samstagnachmittag, will schließlich Vorsitzende werden, bekommt aber nur 24 von 961 abgegebenen Stimmen.

Okay, das ist schon hart – mit nur 24 von 961 Stimmen hätte ich im Vorfeld nicht gerechnet… Andererseits muss man sich schon fragen, wer in Bayern die 24 “Mutigen” sind, die Frau Pauli ihre Stimme gegeben haben. Rest des Artikels lesen »

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