Im Feuilletonteil der FAZ ist ein äußerst kontroverser Artikel zum Komiker Mario Barth zu finden. Ich möchte nur kurz zitieren, damit ich dann auch gleich zur nächtlichen Ruhe komme:
“In der von ihm verbreiteten Weltsicht ist der Mann auf einem bestürzend niedrigen Stand der Evolution stehengeblieben; mit der Zufuhr von Nahrung und ihrem geräuschvollen Ausscheiden ist er hinreichend ausgelastet. Die Frau hingegen hat sich weiterentwickelt, aber in keine gute Richtung. Sie redet zu viel, kauft zu viel ein, braucht zu lange im Bad und raubt dem Mann den Nerv. Zweieinhalb Stunden erzählt Barth solche Sottisen, nennt die Menstruation die „weibliche Meinungsverschiedenheit mit sich selber“, zieht Grimassen und hechtet über die Bühne. Es gibt keine Requisiten und keine Musik. Es gibt nur Barth. Das Publikum, Frauen wie Männer in T-Shirts mit Barth-Sprüchen, tobt. Am Ende dehnt Barth die Nummern länger und länger, ruft ständig „Pass uff!“ und „Is’ wahr!“ und präsentiert dann doch keine echte Pointe. Er braucht es gar nicht mehr. “
Legendär dürfte dabei der Sketch “Einraumwohnung” sein.
Quelle: FAZ
