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Nach der Messe ist vor der Messe: AMI 2009 in Leizpig

Die CeBIT hat ihre Pforten geschlossen. Durchwachsen kommentiert wird sie mit einem Besucherminus von ca. 20% und deutlich verringerter Ausstelleranzahl verabschiedet – bis nächstes Jahr.

Derweil steht die AMI in den Startlöchern. Die Problemstellung ist ähnlich, wenngleich mit höherem Impact: die Aussteller leiden an der Wirtschafts- und Absatzkrise. In Folge der einbrechenden Umsätze werden Ausgaben mehrfach überdacht. Zumindest einen Lichtblick erlebt die Branche aktuell: die Abwrackprämie hilft im Low-Cost-Segment.

Während die automobilen Veranstaltungen der letzten Jahre grundsätzlich den Geruch von Benzin versprühten, dreht die Nachfrage aktuell rasant in Richtung kleiner, ökologisch sinnvoller Gefährte. Aus größer, schneller und teurer wird günstiger, kleiner und effizienter. Dem Trend wird man sich seitens der Hersteller kaum entziehen können.

Ob sich das Publikum wirklich um alternative Antriebe und 3l-Fahrzeuge tummelt, wird der Messeverlauf zeigen. Ob im Krisenjahr auch wieder reichlich Benzin auf den umliegenden Straßen und im Freigelände verbrannt wird, bleibt ebenso abzuwarten.

Dass die Besucherzahlen einbrechen, kann man unterdessen für unwahrscheinlich halten. Selten wurde so viel über Fahrzeuge und noch seltener über Fahrzeugkäufe geplaudert, so dass die Schrottprämie wohl den einen oder anderen potenziellen Käufer auf das Messegelände locken dürfte.

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GM-Tochter Saab beantragt Insolvenz

Der skandinavische Autobauer Saab hat heute vormittag Insolvenz beantragt. Die GM-Tochter wird jedoch trotz Zahlungsunfähigkeit die operativen Geschäfte weiter verfolgen.

Die Politik betrachtet diesen Schritt als “Warnschuss” für Opel. Die Rüsselsheimer arbeiten aktuell ein Rettungskonzept aus, um die Misere sozial verträglich zu überstehen. Ein Element des Konzepts könnte der Zusammenschluss von Saab und Opel werden. Obwohl Opel deutlich besser am Markt platziert ist, ist mehr und mehr von fehlender Größe gegenüber den Mitbewerbern zu lesen.

Opel beschäftigt derzeit ca. 26.000 Mitarbeiter – bei Saab sind es gerade 4.000. Eine mögliche Fusion würde somit eine Marke mit 30.000 Beschäftigten ergeben, die im Vergleich immernoch klein erscheint.

Dass jedoch auch das Gegenteil – also ein extrem großer Konzern – kein Garant für Wirtschaftlichkeit ist, demonstrieren die amerikanischen Autobauer aktuell. Ford, GM und Chrysler bitten erneut um Milliardenhilfen.