Ausbau Archiv

0

Fibre to the Home – und zwar nochmal!

Au Backe… Wie ich gerade die erneute Ankündigung der Telekom lese, nun verstärkt in den Glasfaserausbau zu investieren, bin ich beinahe vom Stuhl gekippt.

Der Plan umfasst den Glasfaserausbau bis in den Verbraucherhaushalt – umfasst also auch die “Last Mile”. Das allein hört sich nicht sonderlich verwunderlich an – ist es allerdings im Kontext der hiesigen Region.

In den 90er Jahren bis in den Anfang des neuen Jahrtausends hinein ging man schon einmal davon aus, dass es mit optischen Übertragungswegen auf Glasfaserbasis möglich sein sollte, die Bandbreiten (damals im Modem-Bereich um die 28.8k) deutlich zu erhöhen. Das schein logisch, ließ sich allerdings nicht zu vernünftigen Verbraucherpreisen realisieren, so dass in der Folge die günstige DSL-Technik ihren Höhenflug begann.

Im Rahmen der großen Erwartungen an die neue Technik und (so meine Vermutung) beflügelt durch Subventionen kam es in Dresden zu einem etwas großflächigeren Ausbau mit dem neuen, schnellen und überhaupt viel besseren Medium. Da sich DSL auf Glasfaserbasis nicht (wirtschaftlich) realisieren ließ, wurden in der Folgezeit die Leitungswege in einigen Stadtteilen wieder “überkupfert” – so auch hier. Der Rest der Glasfaserhaushalte hatte (und hat nach wie vor wenn ich nicht falsch informiert bin) schlicht und ergreifend Pech gehabt und konnte keinen DSL-Anschluss bekommen. Die Wirtschaftlichkeit des “Hin und Her”? Wollen wir alle nicht wissen…

Nun also der nächste Anlauf - ich gehe davon aus, dass es diesmal besser gelingen wird. Der Bandbreiten-Horizont soll bei 1 GBit/s liegen – für heutige Verhältnisse könnte man damit ein kleines “Home-Rechenzentrum” betreiben. Schauen wir mal, wie sich die Verhältnisse bis zum Durchbruch verhalten :-)

2

Wir fahren nach Berlin!

Wer im Osten der Republik die Nord-Süd-Bewegung zügig durchführen möchte, landet wohl oder übel auf der A13, die Dresden und Berlin verbindet. Als regelmäßiger Nutzer der Strecke kann ich resümieren, dass die Qualität schon steigend, streckenweise jedoch noch verbesserungswürdig ist.

Schön also zu hören, dass der Ausbau eines weiteren  7,6 km langen Abschnitts in die Finalisierung der Planungsphase geht. Auch wenn eine Verbreiterung auf 3 Fahrspuren nicht geplant ist, so kommt immerhin ein Standstreifen hinzu. Sofern die Strategie für das Aufstellen von Geschwindigkeitsbegrenzungen ähnlich wie auf dem Rest der Strecke umgesetzt wird, freue ich mich über ein weiteres freigegebenes Stück Autobahn, was die Fahrtzeit erneut verkürzen sollte.

Schlagwörter: , , , ,
0

Kurz mitgeteilt: T-Mobile LTE-Netz geht Online

Die Telekom hat ihren ersten LTE-Sendemast in Betrieb genommen. Interessanter Fakt: einige Pilotprojektteilnehmer wurden mit Geräten eines großen Handyherstellers versorgt, die mittels LTE bis zu 10 MBit/s übertragen können. Somit könnte in näherer Zukunft die Breitbandflaute in den ländlichen Regionen tatsächlich beendet sein.

Der Versuch startet in Kyritz, was sich meiner Recherche nach einige Kilometer nordwestlich von Potsdam im weiten Brandenburg befindet. Auch wenn im Golem-Forum schon wieder Unkenrufe zu lesen sind – ich bin mir sicher, die Erleichterung ist groß. Ich erinnere mich mit Grauen an die Zeit zurück, in der ich aufgrund von Glasfaserverkabelungen keinen DSL-Anschluss haben konnte. Auch wenn die Mobilfunker damals beteuerten, dass man mittels UMTS “schnell” im Internet unterwegs sein könne – vergleichbar ist die Technologie allein schon wegen der langen Latenzen mit kabelgebundenem Breitband keinesfalls.

So gesehen: viel Spaß  den Teilnehmern in der neu gewonnenen bunten Welt des WWW :-)

0

LTE-Ausbau startet – und die Bandbreiten?

Nach der Versteigerung der LTE-Lizenzen, die dem Bund immerhin 1,3 Mrd. € einbrachten, beginnt nun der Netzausbau. Wenngleich sich die Betreiber eher zögerlich dem Thema nähern, könnte für Bewohner der “Weißen Flecken” die Zeit schmalbandiger Internetverbindungen bald ein Ende haben.

Die Telekom startet in Brandenburg mit der Erschließung nicht versorgter Gebiete (was im Rahmen der Versteigerung auch gefordert war). Bandbreitenzusagen gibt es unterdessen nicht und ich wage zudem zu bezweifeln, dass man diese sehr dünn besiedelten Gebiete mit 100 MBit/s “anschließen” wird. Die Betrachtung der Wirtschaftlichkeit eines solchen Ausbaus dürfte wohl nur für Ballungsgebiete positive Werte zurückliefern.

Auch wenn einige der Kommentare bei Golem die Maßnahme zerreißen: ich empfinde den Umstieg von ISDN auf 2 MBit/s schon gelungen und kann für mich feststellen, dass ich keinen höheren Bandbreitenbedarf besitze. So gesehen bleibt zu wünschen, dass die Tarifstruktur vernünftig ist und die Netzstabilität das Vergnügen im WWW nicht trübt :-)