änderung Archiv

2

Vorsicht: Neuer Bußgeldkatalog 2009!

Allen Autofahrern sei für 2009 geraten, dass angemessene und regeltreue Fahrweise die Vorsatzliste anführt. Einmal mehr wurden die fälligen Beträge für Verstöße im Straßenverkehr deutlich angehoben.

Politische Begründungen hin oder her – ich fand die alte Regelung schon reichlich. Überdenkt man die mitunter zweifelhaften Standplätze der Ordnungshüter mit Fotoequipment, hätte ich mich nicht für eine Erhöhung ausgesprochen. Stattdessen könnte man insbesondere vor Schulen von Gefährdung ausgehen und diese Regelung greifen lassen. Der Blitzer vorm Ortsausgangsschild, welches schon mittem im Wald platziert ist, sollte fairerweise günstiger zu haben sein. Wie auch immer, folgend einige wichtige Änderungen:

Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit (innerorts / außerorts):

  • 21-25 km/h   80/70 €
  • 26-30 km/h   100/80 €
  • 31-40 km/h   160/120 €
  • > 70 km/h  680 / 600 €

Überfahren einer roten Ampel:

  • 90 €
  • 200 €, wenn länger als 1 Sekunde rot war
  • 320 € mit Gefährdung
  • 360 € mit Sachbeschädigung

Die Strafen für Abstandsdelikte sind ebenso kräftig gestiegen, wobei der Mindestabstand ein Viertel der aktuellen Geschwindigkeit beträgt (fünf Zehntel des halben Tachowertes). Bei mehr als 130 km/h wären folgende Strafen fällig (in Klammern der Schwellwert bei 180 km/h):

  • < 5/10 vom halben Tacho – 100 € (45 m)
  • < 4/10 vom halben Tacho – 180 € (36 m)
  • < 3/10 vom halben Tacho – 240 € (27 m)
  • < 2/10 vom halben Tacho – 320 € (18 m)
  • < 1/10 vom halben Tacho – 400 € (9 m)

Für die anstehenden Autobahnfahrten ist also Vorsicht unter Brücken geboten.

Via Bussgeldkatalog-mpu.de.

7

Ebay gibt sich die Kugel – nicht schnell aber stetig…

Der zunehmende Druck auf den Online-Auktionär eBay führt mehr und mehr zu Änderungen, die nicht ausschließlich dem Wohle des Kunden dienlich sind. Die neueste Idee umfasst das Angebot eines Pauschaltarifs – statt bisher monatlichen 19,95 € zuzüglich Einstellgebühren pro Artikel hat der gewerbliche Verkäufer nun auch die Option einer Flatrate – für 299 € kann der geneigte Spammer Verkäufer nun so viele Artikel einstellen wie ihm lieb ist. Die Verkaufsprovision ändert sich allerdings nicht – sie bleibt zwischen 6 und 17% (abhängig vom Produkt, Preis,…).

Tatsächlich löst eBay für die Verkäufer ein Problem: Artikel, welche nicht verkauft wurden kosteten trotzdem Geld. Der unschlagbare Vorteil liegt allerdings darin, dass sich darüber die Menge der Artikel auf der gesamten Plattform selbst reguliert hat.

Meine Prognose für die nächste Zeit: Verkäufer spammen die gesamte Plattform mit Produkten zu, die ansich niemand braucht – für den Käufer sinkt die Attraktivität der Plattform dadurch stetig, bis der Nullpunkt erreicht ist. Wer günstig im Netz einkaufen möchte, hat mittlerweile die Wahl: neben Amazon haben sich diverse Preissuchportale etabliert, auf denen man wirklich komfortabel zu einem Produkt viele Anbieter sortiert nach Angebotspreisen suchen kann. Im Gegensatz dazu wird man bei spamBay zu einem Produkt eine endlose Anzahl Trefferseiten von einem Anbieter zu sehen bekommen. Reell vergleichen? Fehlanzeige.

Groß-Selbeck rechnet kurz vor, was sich preislich für den Verkäufer ändern könnte:

Wie sich das insgesamt nicht ganz einfach bleibende neue Gebührensystem für gewerbliche Händler konkret auswirken wird, lässt sich laut Groß-Selbeck nicht pauschal sagen. Er rechnete an Beispielen vor, dass etwa ein Buch für 29 Euro künftig trotz einberechneter PayPal-Gebühren mit einer Verkaufsgebühr in Höhe von 4,40 statt 5,08 Euro zu Buche schlage. Wer einen iPod Toch für 300 Euro verkaufe, müsse dagegen mit einer Steigerung der Verkaufsgebühr um fünf Euro rechnen

Es sind jetzt schon keine hochpreisigen Produkte mehr auf eBay zu finden – das soll sich durch diese Anpassung ändern?!

Dem Käuferschutz, von dem mir noch kein Fall zu Ohren gekommen ist, in dem er gegriffen hat, nimmt man jetzt die 1000€-Obergrenze. Damit sind nicht versicherte Produkte unendlich versichert – hurra!

Via Heise und Golem.

0

Noch mehr Änderungen bei Ebay

Nach der Ankündigung über die Änderung des Bewertungssystems, welche gemischt aufgenommen wurde, holt Ebay nun zum Rundumschlag aus.

Punkt zwei der Änderungen betrifft die Preisliste. Was den privaten Käufer freut, wird das Finanzamt vermutlich ärgern. Ab 20. Februar sind private Auktionen mit Startpreis 1€ kostenfrei. Nicht betroffen sind die Auktionen mit höherem Startpreis. Ein weiterer Nebeneffekt dürfte ein erhöhtes Aufkommen privater “Mitbieter” sein.

Punkt drei wäre die Anzeige der Auktionen auf der Ebayseite. Man möchte nicht mehr chronologisch sondern nach Beliebtheit sortieren. Das dürfte der absolute Käuferschreck werden. Ich kenne keinen Käufer, der sich freiwillig die am meisten frequentierten Auktionen anschaut, während auf den Seiten 10 bis 20 der Liste gleiche Artikel keine Käufer finden. (Wer Übertreibung findet, darf sie behalten *g)

Ab Punkt vier kommen noch ein paar zusätzliche Verkaufsförderungen hinzu. So möchte man die Nutzung des eigenen Bezahlportals Paypal fördern und weißt wieder einmal ausdrücklich auf den Käuferschutz hin, den man in diesem Zusammenhang ebenfalls anbietet. Der Betrag wurde zu diesem Zweck auch von 500 auf 1000 € erhöht. Weiterhin kann der geneigte Power-Buyer jetzt eine (in Zusammenarbeit mit der Commerzbank angebotene) Kreditkarte haben. Diese macht das Einkaufen nicht nur billiger, sondern auch noch sicherer. (Wer Ironie findet, darf sie behalten *g)

Weitere Artikel zum Thema:

Schlagwörter: , ,