amd Archiv

Rätselraten um die Intel-Strategie beendet?!

Die Unklarheiten über Intels Vertriebsstrategie scheint sich langsam zu lüften. In der FTD ist heute ein Artikel geführt, der sich schnell verbreiten dürfte. Darin heißt es:

Beharrlich leugnen die Chefs der Media-Saturn-Holding, den Chiphersteller Intel durch ihre Sortimentsauswahl zu bevorzugen. FTD-Recherchen belegen jedoch, dass sich der Elektronikhändler seit Jahren für den exklusiven Vertrieb von Intel-PC bezahlen lässt.

Dietmar Schneider gerät regelmäßig in Erklärungsnot. In seiner Media-Markt-Filiale in Dresden-Mickten, keine fünf Kilometer vom deutschen Werk des US-Chipkonzerns AMD entfernt, fragen Kunden täglich nach Rechnern mit AMD-Innenleben. Doch die darf Schneider partout nicht in seinem Sortiment führen – egal wie stark die Nachfrage ist. Ein Vertrag, den die Media-Saturn-Holding mit dem AMD-Rivalen und Branchenprimus Intel geschlossen hat, untersagt das allen Filialgeschäftsführern. Ein klarer Rechtsbruch.

Derart “vorgeprescht” ist man in dieser Thematik bisher nicht. Da selbst seitens der EU mittlerweile das Feuer für eine Bestrafung angezündet ist, dürfte sich wohl bald etwas ändern. Die momentan diskutierten Strafen belaufen sich auf bis zu 2,6 Mrd. € für Intel und 1,7 Mrd. € für die Media-Saturn-Holding, die in Deutschland quasi ein Monopol für Consumerelektronik innehaben dürfte.

Weiter ist zu lesen, dass die Transferzahlungen (namentlich Werbezuschüsse und Rabatte) quasi bewiesen sind – der Umfang soll für die Media-Saturn-Holding seit Existenz der Transfers mehr als 360 Mio. € betragen.

Interessanterweise haben sich hier in Dresden einige “kleinere” PC- und Teilehändler etabliert (M&M Comuter, PlayIT und Winner dürften die Größten sein), die (Vermutung der Redaktion) hauptsächlich AMD-basierende Produkte zu sehr günstigen Preisen absetzen. Ich könnte mir vorstellen, dass dieser Zustand beim ortsansässigen Mediamarkt nicht gerade zu Freudensprüngen führt – den Umsatz würde man wohl gern im eigenen Hause sehen.

Abenteuer Vista

Da mein PC so langsam aber sicher in die Jahre gekommen war, besorgte ich mir vor einigen Tagen einen günstigen Ersatz. Meine Wahl fiel auf ein Doppelkern-64Bit-System aus dem Hause AMD. Um den Umschwung gleich zu komplettieren, entschloss ich mich zu einem Ausflug in die Hochschule, um im MSDNAA nach einem passenden Betriebssystem zu stöbern. Die Wahl: Windows Vista Business – 64 Bit. Mit dem Image in der Tasche und dem Rechner “unterm Arm” ging es nach Hause.

Die ersten Schritte gestalteten sich gewohnt bequem – DVD ins Laufwerk, Partition wählen und los gehts. Die Installation verlief erwartungsgemäß problemlos. Geprägt von einigen (zum Teil mäßigen) Erfahrungsberichten klickte ich erstmal durch das System – die Ähnlichkeit (auch wenn das viele abstreiten) ist doch recht groß und man kommt auf Anhieb anständig zurecht. Angenehmes Highlight: der Bootvorgang ist im Gegensatz zum Vorgänger-Windows doch deutlich kürzer.

Auf den zweiten Blick wird man zur Kenntnisnahme der neuen Funktionen gezwungen. UAC (User Access Control) ist das neue Zauberwort. Sobald Änderungen am System durchgeführt werden (also quasi immer und ständig) wird man gefragt, ob man sich denn sicher sei. Also: wo kann man das ausschalten?! Google hilft. Bei der Gelegenheit fragte ich mich dann doch leicht betroffen, warum man die Begrifflichkeiten in der Systemsteuerung nicht beibehalten hat…

Alles in Allem ist Windows Vista auf den ersten und zweiten Blick eine brauchbare Umgebung. Ich bin angenehm überrascht.

Einen schönen Abend meinen Lesern! Für mich wird es jetzt noch ein kleiner Ausflug “in” den SQL-Server 2005.

AMD mit frischem Geld

Die Beteiligungsgesellschaft Mubalada mit Sitz in Abu Dhabi (Vereinigte Arabische Emirate) versorgt AMD mit 622 Mio € frischem Kapital. Den Gegenwert stellen 49 Mio neu emittierte Aktien zu je 12,70€ dar. Damit hält die Beteiligungsgesellschaft mittlerweile über 8% der AMD-Aktien. Das Kapital soll für “generelle Unternehmensziele” verwandt werden. Im Vordergrund stehen die “langfristige, kundenzentrierte Wachstumsstrategie” und “Investitionen in Forschung und Entwicklung, Produktinnovationen und Fertigungskompetenz”.

Im Kampf gegen den Hardwaregiganten Intel ist das sicher ein willkommenes Zubrot.