2010 Archiv

0

Stadtfest Dresden – das größte Fest der “Neuen”

Zur Stunde läuft es schon – das Stadtfest in Dresden, welches durch kontinuierlichen Besucherzuwachs zum größten Fest der neuen Bundesländer avanciert ist. Erwartet werden 500.000 Besucher wobei ich der Hoffnung unterliege, dass diese Zahl (entgegen der kommunizierten Mengenlage bei der Loveparade) tatsächlich reell ist.

Das Lokalblatt hat heute zur Ehre der Organisatoren eine kleine Statistik aufgefahren, die sich ganz interessant anhört:

  • Es wurden ca. 4.000 Arbeitsstunden absolviert.
  • Dabei wurden etwa 1.000 Tassen Kaffee getrunken.
  • Bei Außenterminen wurden ca. 150 km auf dem Gelände zurückgelegt.
  • Es waren ca. 200 behördliche Abstimmungstermine erforderlich.
  • Es waren 20 Ämter beteiligt.
  • Es wurden 365 Sponsoren angefragt.
  • Von den 365 angefragten Sponsoren haben 40 zugesagt.
  • An der Umsetzung waren weiterhin 30 Agenturen und Partner beteiligt.
  • Der geneigte Besucher kann bei ca. 400 Händlern und vor allem Gastronomen ein kleines Mitbringsel kaufen oder sich den (hoffentlich sächsischen) Gaumenfreuden widmen.
  • Auf 15 Arealen sind fünf große sowie drei kleinere Bühnen aufgebaut.
  • Gesichert wird das (nach meinem Empfinden bisher immer friedliche Fest) von 100 Polizisten sowie weiteren 55 Sicherheitsleuten.

Was bleibt? Viel Spaß beim Stadtfest Dresden 2010!

1

Dresden: Filmnächte am Elbufer 2010

Nachdem ich zur Eröffnung “Pulp Fiction” bei den Filmnächten am Elbufer in Dresden war und die neu gewonnene Zwei-Klassen-Gesellschaft live in Augenschein nehmen konnte, benötigte ich erstmal ein paar Tage zum Verdauen. Auch wenn es der erste Tag der Filmnächte war und sich das eine oder andere noch einpegeln sollte, hier meine Kurzkritik:

  • Goods
    • die Filmauswahl – Pulp Fiction gehört irgendwie zu der Art Filme, die man durchaus mal gesehen haben kann
    • die riesige Leinwand, die nicht nur ein großes sondern darüber hinaus auch ein scharfes und farblich gelungenes Bild hinterlässt
    • der wunderschöne Ausblick auf den Dresdner Sandstein (Brühlsche Terasse, je nach Standpunkt die Frauenkirche, Hofkirche, Augustusbrücke, …)
  • Bads
    • technische Probleme am Einlass mit einer wirklich satten Verzögerung nachdem eine Hand voll Leute abkassiert waren
    • eine Currywurst, die wohl über den Zeitraum der Kassenverzögerung auskühlen durfte und bei der sich wohl jeder Berliner / Kölner wieder umgedreht hätte
    • die Preisgestaltung gemessen an der Servicequalität
    • schlechte Organisation am Tresen
    • die großflächig gesperrten Bereiche

Insbesondere die Sperrung des Sitzmobulars im Gastronomiebereichs erscheint dem geneigten Besucher seltsam, da sich dort einerseits Personen mit Umsatzabsicht aufhalten würden und man andererseits nicht wirklich den Eindruck gewinnt, dass ausreichend Leute Zutritt besitzen. Von der Ferne betrachtet könnte man meinen, dass das Personal die Sitzflächen gegen Filmstart aus dem Bekanntenkreis auffüllt, um den Unmut der Besucher zu begrenzen (interessanterweise konnte ich den Begriff “Zwei-Klassen-Gesellschaft” in Kombination mit ausgeprägter Unzufriedenheit an diesem Abend mehrfach vernehmen). Sei’s drum.

Nun habe ich mehr negative als positive Punkte auf der Agenda, was mich ansich verwundern würde. Der Eindruck deckt sich allerdings mit der Nachfrage nach Tickets – gefühlt war zu “ausverkauft” noch eine Ecke Platz.

Genug der Kritik: die Veranstaltung im Herzen Dresdens lebt weiter: vom Ambiente und den Leuten – vom Kinoprogramm und den Konzerten. Wer Interesse am Programm hat, findet dies hier.

1

Dresden: Public Viewing ja, aber nur am Abend?

Die Stadt Dresden hat das Public Viewing Großevent zur Fußball-WM 2010 an der Elbe beauftragt – allerdings gibt es Gegenwind aus dem Finanzministerium. Bekanntermaßen gehen Fußball-Großevents nicht ganz geräuschfrei über die Bühne und da einige Spiele mitten am (Werk)Tag stattfinden, befürchtet Finanzminister Georg Unland verminderte Leistungsfähigkeit seines Ministeriums.

Nach SZ-Information sind 4 Spiele gefährdet, wobei noch unklar ist, ob diese mit deutscher Beteiligung stattfinden.

Ob meine Freude über das öffentliche Fußball-Guggn durch die Regelung getrübt wird ist noch offen, da ich aller Voraussicht nach zu den fraglichen Zeiten ohnehin im Büro weilen werde. So hat die Diskussion wie immer zwei Schneiden – ehrlicherweise kann ich mir das Event direkt vor dem Bürofenster aus der Indoor-Perspektive nur schwierig vorstellen während der Besuch der Elbwiesen zum Public Viewing natürlich einen besonderen Reiz besitzt.

Ob die Verhandlungen mit dem Hauptsponsor (wie in der SZ befürchtet) tatsächlich nochmals aufgenommen werden müssen, werden wohl die nächsten Tage zeigen. Vielleicht umfasst der Kompromiss schlussendlich ja den Aufbau einer Sicht- und Schallschutzwand…