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Gedenkdemonstrationen zur Bombardierung Dresdens

Sinn hin oder her – Dresden ist einmal mehr mit Großdemonstrationen in der Presse. Der Anlass ist jährlich der Gleiche – die Bombardierung durch die Alliierten Streitkräfte 1945, die fast vollständige Zerstörung Dresdens und die 25.000 Menschen, die dieser Operation zum Opfer gefallen sind.

Was nun passiert, scheint deutschlandweit einmalig – jährlich treffen sich Tausendschaften der politisch extremen Flügel, um für die eigene Meinung die Werbetrommel zu rühren. Dieses Jahr soll es anders sein – die neutrale Demonstration ist mit einem weit größeren Pulk durch die Stadt gezogen. Natürlich sind auch die Flügel vertreten – eines hat sich trotzdem gewandelt: die Berichterstattung. Weg von Sensationsjournalismus mit Krawallszenen – hin zum Bericht, der dem Anlass näher kommt – jedoch lange nicht gerecht wird.

Vielleicht gelingt es ja in den nächsten Jahren, die Gewaltbereitschaft zu verringern – vielleicht ist in Zukunft kein “Bürgerkriegs-Dresden” mehr in der Presse zu finden. Vielleicht sucht man vielmehr den Dialog – zueinander und zu den Opfern – solange es diese noch gibt.

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“Schuldenbremse” steht…

Bund und Länder sind sich einig über die gesetzlichen Grundlagen zur Begrenzung der Staatsschulden. Angedacht ist

  • dass die Bundesländer ab 2020 eine Neuverschuldung von 0% aufweisen und
  • dass der Bund ab 2016 seine Neuverschuldung auf 0,35% des BIP reduziert.

Da ist es also: das Pfund für die nächste Generation. Immerhin – konsequent sind die Damen und Herren. Warum wir heute nicht anfangen, ist mir schon klar – die Wahl steht vor der Tür. Dass man die bitteren Entscheidungen jedoch in die eigene Pensionszeit verlegt, ist schon ein wenig traurig…

Ich würde es begrüßen, wenn man sich auf aktuelle Politik konzentrieren würde – was in einem Jahrzehnt stattfindet, dürfen und sollen bitte die Erben der heutigen Regierung getrost allein entscheiden.

Via FAZ.

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Gewinner der Krise? Xing!

Wozu führen Kostendruck und Entlassungswellen – außer zu schlechter Laune? Klar – die Besten suchen sich zeitnah eine neue Beschäftigung. So kommt es wohl, dass Xing die besten Zahlen der Unternehmensgeschichte präsentieren konnte.

Da die Plattform im kostenfreien Modus zwar nutzbar aber nicht nutzbringend ist, benötigt der geneigte Jobsucher einen Premium-Account, welchen die Xing AG in Rechnung stellt. Und zwischen Rechnung stellen und einer erfreulichen Zahlenpräsentation liegen nicht mehr so viele Hürden.

Zu den Zahlen:

  • Nutzer: 7 Mio (+2 Mio)
  • Umsatz: 35,3 Mio € (+15,9 Mio €)
  • Umsatz aus Kerngeschäft: 28 Mio € (besteht aus dem Vertrieb von Premiummitgliedschaften)
  • E-Commerce: 4,3 Mio € (+ 3,9 Mio €)
  • Werbung: 2,4 Mio € (+1,7 Mio €)

Xing profitiert ganz offensichtlich in erster Linie durch die zunehmende Anzahl Premiumuser – darüber hinaus konnte man jedoch auch die Einnahmen durch Plattformvermarktung und Werbung deutlich steigern. Dies dürfte nicht zuletzt auch auf eine deutlich erhöhte Nutzungsintensität von Nicht-Premium-Mitgliedern zurückzuführen sein, was zu einer erhöhten Anzahl PIs führen dürfte. Leider kann das nur vermutet werden, da keine Zahlen verfügbar sind.

Neben den Onlinediensten, zu denen wohl auch die eine oder andere Jobbörse gehören wird, dürften auch Personalvermittler reichlich zu tun haben. Nachdem ich letztens noch gegrübelt habe, welcher Branche die aktuelle Situation gut tun könnte, wäre hiermit eine gefunden.

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Wolfgang Schäuble und das Web…

Wer sich am gerade jetzt über Minister Schäuble informieren möchte, bekommt folgende Nachricht präsentiert:

Die gewünschte Seite ist temporär nicht ereichbar.

Warum? Weil betreiberseitig ein notwendiges Update für das CMS Typo3 nicht eingespielt wurde und sich natürlich jemand den “Spaß” genehmigt hat, die Inhalte leicht zu modifizieren.

Dass gerade Herr Schäuble für eine solche Aktion ins Visier gerät, ist wohl wenig verwunderlich. Jetzt bin ich jedenfalls gespannt, wie lange es dauern wird, bis man die Inhalte durchgesehen, das Update durchgeführt und den GoLive vollzogen hat :-)

Via Heise, Golem.

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Das berühmte Fass ohne Boden

… scheint momentan die HRE. Weitere 10 Mrd. € Sicherheitsbedarf wurden beantragt, um das Geschäft nicht sterben zu lassen.

Die Sicherheiten belaufen sich nun auf 102 Mrd. € – bei einem Geschäftsvolumen von 400 Mrd. € sind das stattliche 25%. Der Anteil am Rettungsfond “Soffin” beträgt mit 52 Mrd. € nicht unerhebliche 10%.

Darf man fragen, ob die Bank neben höchstspekulativen Anlagen auch am normalen Geschäftsverkehr teilgenommen hat?

Einem staatlichen Einstieg steht der amerikanische Großinvestor Flowers im Weg, der 25% der Bank sein Eigen nennt. Ein Verkauf in der jetzigen Situation scheint jedoch extrem unwahrscheinlich, da der Verlust bei einem Einstiegskurs von 22,50€ und aktuell einer Notierung von 1,29 € dem Totalverlust ähnelt.

Eine Insolvenz ist und bleibt trotz Allem unwahrscheinlich, da sie vom Ausmaß der Katastrophe um die amerikanische Bank Lehman Brothers ähnlich wäre.

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1,5 Billion Dollar – that’s it!

Timothy Geithner – Finanzminister der neuen Regierung um Barack Obama – holt zum ersten Rundumschlag aus. Neben einer bitteren Analyse über die Wirksamkeit der bisherigen Staatshilfen kündigt er weitere Maßnahmen an. Diese sollen in Summe einen Umfang von irreellen 1.500 Mrd. US-$ besitzen und eine Sonderform der Bad Bank beinhalten.

Der Staat wird nicht wie von einigen spekuliert in alleinige Vorkasse gehen und faule Papiere zu Lasten der Steuerzahler kaufen. Stattdessen sind Köder geplant, die private Investoren in genau diese Risikopapiere locken sollen. Es handelt sich hierbei ganz sicher nicht um Frau Müller von eben um die Ecke – ich vermute, dass sich finanzstarke Konstrukte ganz gezielt mit der Bewertung und Analyse der Papiere befassen und sich die Filets herauspicken. Nicht alles, was aktuell unter dem Prädikat “völlig wertlos” verbucht wird, ist es auch in der Realität.

Ziel ist die Stabilisierung der Banken – die Versorgung dieser mit einem ausreichend hohen eigenen Mittelbestand ohne das “Laster von Gestern” und damit die Lösung des Kreditknotens. Möge es gelingen.

Eine Frage drängt sich mehr und mehr auf: wer soll jemals für diese immensen Positionen aufkommen? Wohl niemand – scheinbar rechnen alle Entscheider fest mit einer klärenden Inflation…

Die Reaktion der Börse: DAX -3,5%; MDAX -3,7%; TecDAX -2,5%.

More bei Spiegel, FAZ.

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