Sinn hin oder her – Dresden ist einmal mehr mit Großdemonstrationen in der Presse. Der Anlass ist jährlich der Gleiche – die Bombardierung durch die Alliierten Streitkräfte 1945, die fast vollständige Zerstörung Dresdens und die 25.000 Menschen, die dieser Operation zum Opfer gefallen sind.
Was nun passiert, scheint deutschlandweit einmalig – jährlich treffen sich Tausendschaften der politisch extremen Flügel, um für die eigene Meinung die Werbetrommel zu rühren. Dieses Jahr soll es anders sein – die neutrale Demonstration ist mit einem weit größeren Pulk durch die Stadt gezogen. Natürlich sind auch die Flügel vertreten – eines hat sich trotzdem gewandelt: die Berichterstattung. Weg von Sensationsjournalismus mit Krawallszenen – hin zum Bericht, der dem Anlass näher kommt – jedoch lange nicht gerecht wird.
Vielleicht gelingt es ja in den nächsten Jahren, die Gewaltbereitschaft zu verringern – vielleicht ist in Zukunft kein “Bürgerkriegs-Dresden” mehr in der Presse zu finden. Vielleicht sucht man vielmehr den Dialog – zueinander und zu den Opfern – solange es diese noch gibt.
