Apple updatet sein Betriebssystem iOS auf die Version 4.3 und fügt eine Funktion hinzu, die ich schon lange auf den Geräten vermutet hätte. Mein Androide lässt sich bereits seit geraumer Zeit als WLAN-Hotspot verwenden und die Funktion erfreut sich bei mir großer Beliebtheit. Kritischer als die bei Golem getestete Reichweite (die bei mir mit wenigen Metern ausreichend wäre) ist die Akkulaufzeit im Hotspot-Betrieb. Mit angeschaltetem Hotspot entfernt sich die Akkulaufzeit deutlich von einem Tag. Dazu würden mich dann doch ehrliche Erfahrungswerte von iPhone-Nutzern interessieren :-)
Bin ich froh…
… dass ich keinen Benziner fahre. Die aktuelle Diskussion um den “Biokraftstoff” E10 ist für meine Begriffe völlig überflüssig. Auch wenn ich meine, von der Einführung von E5 (jetziges Super-Benzin) ähnliche Diskussionen auf etwas geringerem Stress-Level in Erinnerung zu haben, so ist diesmal doch erheblich etwas daneben gegangen.
Also – anbei ein paar Gedanken zum Thema:
- geringerer Preis
Das ist leider kein Vorteil, da der Preisvorteil durch den Mehrverbrauch kompensiert wird. Weiterhin kann ja jeder mal für sich einen Blick an die Zapfsäulen werfen. - “Grüner Sprit”
Gut, für die Umwelt wollen wir alle etwas tun. Auch wenn von einer geringeren CO2-Emmission in Höhe von > 30% gesprochen wird, so steht dem der höhere Verbrauch gegenüber. Ich habe den zarten Verdacht, dass es sich hier bei einer konstanten Strecke (z.B. 100km) um eine Nullnummer handelt. Dass keine Zahlen auf einheitlicher Basis präsentiert werden, spricht Bände… - Unabhängigkeit von Öllieferanten
Unsere gewählten Vertreter werden nicht müde, die steigende Unabhängigkeit von Öllieferanten zu betonen. Hier sei darauf hingewiesen, dass die Einführung von E10 eine maximale Erhöhung des Bio-Anteils um 5%! bedeutet. Unsere Abhängigkeit von Lieferanten liegt auf einer Skala von 1 bis 10 bei – wie könnt es anders sein – 10! - Risiko von Fahrzeugschäden
Die Unsicherheit der Hersteller über die Langzeitwirkungen sind leider erheblich, was sich auch an deren Kommunikation ablesen lässt. Dass in den letzten Tagen von BMW deutliche Bedenken angemeldet wurden und in Kooperation mit Mercedes ein Projekt zur Erforschung von Langzeitfolgen initiiert wurde, ist löblich. Es bleibt die Frage, warum zum Teufel dies erst jetzt – zum Zeitpunkt der Einführung – geschieht? Was passiert, wenn sich Langzeitschäden für verhältnismäßig geringe Laufleistungen (z.B. 50.000 km) abzeichnen? - Fahrzeuge, die E10 nicht vertragen
Dass hierzulande zwischen 3 und 4 Millionen Autos bewegt werden, die den neuen Sprit nicht tanken sollten, hat scheinbar niemand bedacht. Die Ignoranz derer gegenüber irritiert mich doch erheblich.
Auf die Nennung von Beteiligten habe ich mal ganz bewusst verzichtet, da die gelebte Taktik eine “Rollensuppe” vorsieht. Auch wenn sich der eine oder andere Minister für die Medien opfert, sehen Zuständigkeiten anders aus. Lassen wir die Key-Player einfach den Schwarzen Peter Runde um Runde schieben und denken uns unseren Teil dabei.
Media Saturn und das Internet…
Seit geraumer Zeit versucht die Media Saturn Gruppe, ihre Online-Aktivitäten auf den Verkauf von Waren auszuweiten. Der Schritt birgt einige Risiken, so dass die Gruppe bisher über eine Webseite mit ausgewählten Produkten und dem Verweis auf den nächsten Standort nicht hinauskam.
Das Hauptrisiko dürfte in der enormen Transparenz von Preis-Leistung im Internet liegen. Wer heute den Preis im Mediamarkt mit dem eines Onlinehändlers vergleichen möchte, muss schon in den nächsten Mediamarkt gehen – wie bekannt sein dürfte, sinkt damit die Hemmschwelle zum Kauf erheblich und der Umsatz landet allzuoft nicht beim Onlinehändler. Das Hauptrisiko ist in diesem Geschäftsfeld jedoch auch die größte Chance. Andersherum dürften immer mehr Kunden Produkte kaufen ohne jemals ein stationäres Geschäft betreten zu haben. Genau diesen Pfad möchte die Media Saturn Gruppe natürlich auch bedienen.
Wie Heise heute berichtet, könnte das Vorhaben an Fahrt gewinnen. Es wird gemunkelt, dass Media Saturn sich die auf stationären Handel spezialisierten Marken (“Mediamarkt” und “Saturn”) nicht kaputtspielen möchte und stattdessen auf Einkaufstour geht. Als Objekt der Begierde wird zum aktuellen Zeitpunkt der Onlinehändler redcoon.de gehandelt. Das Unternehmen – gegründet ganz nebenbei bemerkt von einem ehemaligen Mediamarktmitarbeiter – macht stabile Umsätze von ca. 400 Mio. € im Jahr und gehört damit zu den “größeren”.
Ich bleibe gespannt :-)
Windows 7 SP 1
Da ist es – das erste Servicepack für Windows 7. Gebündelt kommen die bereits erschienenen Updates und Bugfixes mit einigen erst kürzlich fertiggestellten Paketen zum Nutzer. Wie das Handelsblatt berichtet, kam es bei Microsoft gar zum Serverdown und erheblichen Bandbreitenengpässen bei der Auslieferung. Getreu dem Motto
“Der frühe Vogel fängt den Wurm, aber die zweite Maus bekommt den Käse!”
warte ich einfach die erste Euphorie sowie potenzielle Fehlerberichte ab und führe das Update später bei voller Bandbreite durch :-)
Politik. Echt jetzt?
Seit Tagen findet man in den Medien nur noch ein Thema: die Plagiatsaffäre um Karl Theodor zu Guttenberg. Während sich der eine oder andere Politiker sicher über derart umfängliche Berichterstattung freuen würde, gehe ich davon aus, dass es Herrn zu Guttenberg im Moment lieber wäre, wenn auf den Titelseiten der Blätter dieses Landes Ruhe einkehren würde. Zu Recht.
Dabei wäre anzumerken, dass ich mir den gesamten Vorgang nicht rekonstruieren kann und irgendwie auch etwas irritiert über die Betreuung durch die Universität bin. Schön für die Herren an der Universität, dass sich der gesammelte Greuel über dem Verteidigungsminister entlädt.
Das spielt jedoch alles keine wirklich entscheidende Rolle: betrachtet man die Medienlandschaft und dadurch implizit die Aktivitäten unserer gewählten Vertreter kommt man schnell zu dem Ergebnis, dass sich alle verfügbaren Energien in zwei Lagern bündeln. Während die einen mit aller Gewalt eine öffentliche Hinrichtung verproben kümmern sich die anderen um Schadensbegrenzung. Da ist selbst die Einigung in der Hartz IV-Debatte etwas kürzer gekommen – auf die Lobeshymnen zu einem mehr als fraglichen Kompromiss, dessen Entstehungsgeschichte gefühlt preislich an den Mehraufwand für Transferleistungen herankommt, kann ich gern verzichten.
Bevor ich jetzt allzu weit aushole, einfach zum Amüsement die Erläuterungen zum Thema “Politik” – frei nach Wikipedia:
Das Wort Politik bezeichnet die Angelegenheiten, die die Einrichtung und Steuerung von Staat und Gesellschaft im Ganzen betreffen. Es umfasst dabei alle Aufgaben, Fragen und Probleme, die den Aufbau, den Erhalt sowie die Veränderung und Weiterentwicklung der öffentlichen und gesellschaftlichen Ordnung anbelangen.
Wenn das so weitergeht, schlage ich in der freien Enzyklopädie eine neue Definition vor, die im Kern machtpolitische Parteiinteressen und ausgesprochene Ausrichtung auf finanzkräftiges Clientel adressiert. Von persönlicher Vorteilsnahme kann man glücklicherweise nicht sprechen, sind doch die Bezüge deutscher Spitzenpolitiker verglichen mit den etablierten Gehaltsstrukturen im deutschen Management wirklich bescheiden. Während ich so darüber nachdenke, würde mich doch interessieren, ob man einen kritischen Absatz zur “Regionalen Politkultur Deutschlands” durch die Moderation der Wikipedia bekommt :-)
