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SchülerVZ: Festnahme nach Datenunfall

Nachdem letztens im SchülerVZ eine Sicherheitslücke identifiziert wurde, erfolgte heute die Festnahme eines Tatverdächtigen. Nach dem Skandal ist vor dem Skandal: jetzt gibt es mehrere Leute, die für sich eine Methode zur automatisierten Abfrage des Netzwerks beanspruchen (Link zur Story bei Netzpolitik). Die angebliche Herangehensweise ist im Prinzip identisch – ähnlich den Suchmaschinen-Bots (“crawlen“) werden die Profile besucht und die angezeigten Daten gespeichert. Dieses Vorgehen ist durch die Betreiber der Plattformen im Prinzip nicht zu verhindern – aktuell kommt ein Captcha zum Einsatz. Offen bleibt die Frage, nach wievielen Profilaufrufen man dieses zu Gesicht bekommen sollte.

Ich nehme an, die Architektur der Anwendungen SchülerVZ, StudiVZ und MeinVZ ähneln sich sehr, so dass es nicht verwunderlich erscheint, wenn Golem beiläufig über das automatisierte Auslesen der anderen zwei Plattformen berichtet.

Auch wenn der Aufschrei wieder riesig ist, ich bleibe bei meiner These von gestern: wer seine Daten nicht zufällig irgendwo wiederfinden möchte, darf sie nicht ins Netz stellen…

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Datenpanne beim VZ – diemal bei den Jüngsten

Wieder einmal ist es virtuellen Einbrechern gelungen, sich in eines der VZ-Netzwerke einzuschleichen und eine nicht unerhebliche Menge Datensätze herauszuschleusen. Aktuell dürfte mit Hochdruck an der Erhöhung der virtuellen Sicherheit gearbeitet werden – derweil “kursieren” die gestohlenen Daten im Netz.

Ich probier einfach mal etwas neues: Datenschutz hin, Datenschutz her – IT-Sicherheit hier, Datenintegrität da, Vertraulichkeit dort – das Problem ist im Kern ganz einfach: es gibt keine 100%ige Sicherheit – Gesetze hier und Vorschriften da. Das klassische Katze-Maus-Spiel zwischen Anbietern von virtuellen Diensten und Hackern ist und bleibt aktuell.

Es hilft somit nur eines: Selbstbeherrschung im Umgang mit den eigenen, personenbezogenen Daten. Niemand ist gezwungen, sich in Sozialen Netzwerken durchsichtig darzustellen. Der Login ist nur eine “Scheinsicherheit” und auch die Features zum Verstecken von Daten sollte man wohl nicht allzu ernst nehmen.

Wie unsere Schüler mit der Herausforderung “personenbezogene Daten” umgehen, kann ich leider nur bedingt einschätzen – ich vermute die Neugierde und der Reiz der großen, digitalen Welt sind groß und das Bewusstsein für die eigenen Daten mäßig.

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Sport frei: neue DE-Domains!

Die Denic wird ab 23. Oktober 2009 ein- und zweistellige Domains im DE-Namensraum zulassen. Darüber hinaus sollen künftig nur aus Ziffern bestehende Namen zulässig sein.

Ich vermute, der Server wird Punkt 09.00 glühen, fallen mir doch gleich eine Hand voll interessante Domains ein. Nicht ganz unbegründet ist also die Änderung des Verfahrens. Statt der sonst üblichen Prozedur zur Registrierung von Domains richtet die Denic eine Mail-Schnittstelle ein. Da die Vergabe nach dem Schema “First come, first serve” stattfindet, soll diese Schnittstelle eine genaue Bestimmung des Registrierungszeitpunkt erlauben. Bleibt zu hoffen, dass das Verfahren fehlerfrei funktioniert…

Der letzte größere Aufschrei bei der Vergabe von Domains dürfte das GoLive der TLD .me (Montenegro) gewesen sein. Ich bin gespannt, ob die Prozedur auch diesmal medial so intensiv begleitet wird.

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Der Wirtschaftskrise zum Trotz: “Big Blue” IBM schreibt Gewinne

Aktuell dürfte es kaum Branchen geben, die nicht unter den Belastungen der Krise stöhnen – IBM gehört nicht dazu. Der Branchenprimus hat Zahlen vorgelegt – trotz rückläufigem Umsatz ist es gelungen, am Ende der Rechnung eine schwarze Zahl zu präsentieren. Der Umsatz gab um knapp 7% auf 23,5 Mrd. US $ nach, der Gewinn konnte im Vergleich zum zweiten Quartal um 14% auf 3,2 Mrd. US-$ gesteigert werden (Golem).

Interessant: der Konzern verfügte vor einem Jahr noch über 386.000 Mitarbeiter – heute sind es (trotz Stellenstreichungen) ca. 400.000. Offensichtlich lassen sich rückläufige Umsätze mit personellen Aufstockungen und Gewinnen kombinieren. Charmanter Ansatz.

Der Chartverlauf des letzten Jahres dürfte die Anleger erfreut haben – am heutigen Tag muss der Wert allerdings ein Minus von 4,7% hinnehmen.

ibm

Grafik: Yahoo Finance

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Kleine Nachlese: Kroatien 2009

Passend zum Schmuddelwetter möchte ich noch ein paar Bilder vom Kroatientrip providen. Wer überlegt, ob die Gegend für einen sommerlichen Ausflug geeignet ist, dem sei geraten, sich die Landschaft, das Meer und die Leute anzusehen. Das Meer ist extrem sauber – die Freizeitangebote großzügig, die Landschaft extrem entspannend für die Augen und die Parties großartig :-)

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Koalitionsverhandlungen im Fokus: Hartz IV

So einig wie vor der Wahl sind sich die “Wunschpartner” CDU und FDP seit Beginn der Koalitionsverhandlungen nicht mehr. Die kritischen Themen, mit denen man an der einen oder anderen Stelle doch sehr rigoros in den Wahlkampf gegangen ist, werden jetzt zum Problem. Da wären seitens der CDU die Pläne zur Beibehaltung des Gesundheitsfonds und seitens der FDP die Ankündigung von Steuersenkungen als Diskussionspunkte zu nennen. Dass das zähe Ringen um die eigenen Stellungen medial nicht noch mehr verfrühstückt wird, verwundert schon ein wenig.

Um so erstaunter war ich, als mir die Ankündigung zur Anpassung der Konditionen für Hartz-IV-Empfänger unter die Augen kam. Das leidige Thema, von dem selbst der Namensgeber nichts mehr hören will, hatten die meisten vermutlich nur sekundär auf dem Radar – in der Tat ist dies allerdings ein Punkt der Nachbesserungen bedarf. Auch wenn er vermutlich als mediales Ablenkungsmanöver herhalten muss, kurz die Eckpunkte:

  • Erhöhung des “Schonvermögens” von 250 auf 750 € pro Lebensjahr
  • Sicherung von Wohneigentum

Vom Leitspruch des angestrebten Koalitionspartners FDP “Leistung muss sich lohnen” ist das Vorhaben zwar deutlich entfernt – umso erfreulicher, dass man offensichtlich bereit ist, um die Ecke zu denken. Bedenkt man, dass soziales Elend Kriminalität und Kriminalität allgemeine Unzufriedenheit bedingt, kann ich den Vorstoß nur begrüßen.

Apropos mediales Ablenkungsmanöver: erstaunlich, wie preiswert die Maßnahme sein soll: für schlappe 300 Mio. € hat man den Menschen Gutes getan. Vergleicht man die milliardenschweren Ankündigungen im Wahlkampf und erst recht die gigantischen Aufwände (und Bürgschaften) für das Bankensystem würde ich mich für regelmäßigere Debatten zum oft gescholtenen sozialen Netz aussprechen.

Noch eine kleine Zahlenspielerei: ungefähr 300 Mio. € fehlten vor einem knappen Jahr einer irischen Bank – der Anfang einer fatalen Entwicklung im irischen System. Wenn ich nun bedenke, dass allein die HRE mit Bürgschaften von aktuell 90 Mrd. € plus Option auf weitere 10 Mrd. € am Leben gehalten wird, muss ich mich setzen, damit mir nicht schwindelig wird.

Ich bleibe gespannt, wie sich die Gespräche entwickeln und nehme an, der Moment an dem weißer Rauch aufsteigt wird kommen.

More: FAZ.

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