Aktuellste Nachrichten
0

Eine Ohrfeige dem lokalen Einzelhandel…

Was in Stuttgart der Bahnhof wird in Dresden vielleicht der Ladenschluss in der Adventszeit. Wenn ich mich an die letzten Jahre zurückerinnere, so konnte man zumindest an ausgewählten Adventssonntagen zum Shopping-Bummel in der Stadt verweilen.

Der Hintergrund: das Oberverwaltungsgericht sah sich in so kurzer Zeit nicht in der Lage, die Klage von Verdi und allen voran Frank Fischer (sowie zwei Angestellten des Einzelhandels) zu prüfen und abschließend zu entscheiden, ob beim Hin- und Her-Entscheid zur Erweiterung der Ladenöffnung in der Adventszeit im Dresdner Stadtrat alles mit rechten Dingen zuging, so dass die Entscheidung vertag und in diesem Jahr erstmal keiner der Adventssonntage zum Einkaufen einlädt.

Ich bin mir garnicht wirklich sicher ob es einen Konflikt zwischen Einzelhändlern und den dazugehörigen Beschäftigten gibt – hier sehe ich allerdings keine lösungsfreie Zone…

Die Reaktionen: der Einzelhandel ist entsetzt (die Stadt ist insbesondere vor Weihnachten voller Touristen und alle haben das “dicke Portemonaie” dabei) – ich als Bürger bin ehrlich gestanden enttäuscht, die Angestellten des Einzelhandels haben ihre Ruhe aber ein ganz wichtiges Ziel ist erreicht: die Aktivisten, die sich in heroischer Weise für die Interessen der kleinen Leute einsetzen, haben ihre Schlagzeile im Regionalblatt – Glückwunsch!

Der geneigte Dresdner – und irgendwie dank der medialen Präsenz dieses Ereignisses auch die potenziellen Touristen – haben nun also die Wahl, ihre Einkäufe in Leipzig, Chemnitz, Berlin oder noch einfacher bei Amazon und Ebay zu besorgen.

Auch wenn Herr Fischer der tiefen Überzeugung ist, dass es an Geld und nicht an Zeit fehlt, so möchte ich doch nochmal darauf hinweisen, dass die Leute, die das Geld in die Stadt tragen, typischerweise an 5 Tagen die Woche arbeiten und darüber hinaus Touristen als Gelegenheitskäufer zwar auch über das Jahr verteilt zu Besuch sind – der Umsatz vor Weihnachten allerdings auf einem anderen Niveau rangiert.

Mein Fazit: Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass einmal mehr ein wirklich wichtiges Thema in einer außergewöhnlich professionellen Art und Weise behandelt wurde. Wer Ironie findet, darf sie behalten :-)

0

Steve Ballmer trennt sich von Microsoft-Aktien

Microsoft meldet den Verkauf von 50 Mio. Anteilsscheinen aus dem Depot von Großaktionär und CEO Steve Ballmer. Bis Jahresende könnten dem Heisebericht zufolge noch weitere 25 Mio. Aktien hinzukommen. Die jetzt angekündigte Veränderung hat einen Gegenwert von aktuell 1,3 Mrd. €.

Ballmer ist hinter Microsoft-Gründer Bill Gates größter Einzelaktionär und möchte eigenen Aussagen zufolge sein Depot diversifizieren. Gerüchte über Sicherungsmaßnahmen, die durch erwartet stagnierende Entwicklungen Microsofts begründet werden könnten oder sogar der Exit-Strategie Ballmers möchte man aktuell nicht kommentieren.

Unabhängig von den aktuellen Verkäufen bleibt Ballmer mächtiger Großaktionär. Seine Anteile sinken durch die Transaktion voraussichtlich von 408 Mio. auf 359 Mio. Aktien. Dies entspricht immernoch einem Anteil von 18%.

2

Verkehrskonzept: Elbepark

Nach dem großflächigen Umbau des Elbeparks Dresden stehen dem geneigten Einkäufer nun zumindest eine Vielzahl Parkflächen zur Verfügung. Leider passt das Konzept für Zu- und Abfahrt nicht wirklich. Weihnachten ist noch eine Weile hin und hier geht nichts – nicht vorwärts und nicht rückwärts. Immerhin: der Umbau des Einkaufsparks hat diesen hinsichtlich der Shopping-Qualität extrem aufgewertet.

Schlagwörter: , , , ,
0

Fibre to the Home – und zwar nochmal!

Au Backe… Wie ich gerade die erneute Ankündigung der Telekom lese, nun verstärkt in den Glasfaserausbau zu investieren, bin ich beinahe vom Stuhl gekippt.

Der Plan umfasst den Glasfaserausbau bis in den Verbraucherhaushalt – umfasst also auch die “Last Mile”. Das allein hört sich nicht sonderlich verwunderlich an – ist es allerdings im Kontext der hiesigen Region.

In den 90er Jahren bis in den Anfang des neuen Jahrtausends hinein ging man schon einmal davon aus, dass es mit optischen Übertragungswegen auf Glasfaserbasis möglich sein sollte, die Bandbreiten (damals im Modem-Bereich um die 28.8k) deutlich zu erhöhen. Das schein logisch, ließ sich allerdings nicht zu vernünftigen Verbraucherpreisen realisieren, so dass in der Folge die günstige DSL-Technik ihren Höhenflug begann.

Im Rahmen der großen Erwartungen an die neue Technik und (so meine Vermutung) beflügelt durch Subventionen kam es in Dresden zu einem etwas großflächigeren Ausbau mit dem neuen, schnellen und überhaupt viel besseren Medium. Da sich DSL auf Glasfaserbasis nicht (wirtschaftlich) realisieren ließ, wurden in der Folgezeit die Leitungswege in einigen Stadtteilen wieder “überkupfert” – so auch hier. Der Rest der Glasfaserhaushalte hatte (und hat nach wie vor wenn ich nicht falsch informiert bin) schlicht und ergreifend Pech gehabt und konnte keinen DSL-Anschluss bekommen. Die Wirtschaftlichkeit des “Hin und Her”? Wollen wir alle nicht wissen…

Nun also der nächste Anlauf - ich gehe davon aus, dass es diesmal besser gelingen wird. Der Bandbreiten-Horizont soll bei 1 GBit/s liegen – für heutige Verhältnisse könnte man damit ein kleines “Home-Rechenzentrum” betreiben. Schauen wir mal, wie sich die Verhältnisse bis zum Durchbruch verhalten :-)

2

Wie wär’s denn mit…

… Bürgergeld – oder anders benannt: bedingungslosem Grundeinkommen?

Dieter Althaus ist ja bekanntermaßen Verfechter des Bürgergeldansatzes und hat einmal mehr ein Papier vorgestellt, in dem er die Machbarkeit anhand eines kleinen Zahlenspiels unterlegt.

Dabei benennt er 600 € Bürgergeld pro Kopf wobei zusätzliche Transferleistungen beispielsweise für Wohnraum möglich sind. 200 € gingen jedoch direkt in die Sozialkassen – bleiben also mit 400 € etwas mehr als das bisherige Hartz IV. Schön, dass die Diskussion mal wieder – wenn auch nur über kleinere Medien – geführt wird, schade allerdings dass die einst angesetzten 800 € Grundeinkommen eingekürzt wurden.

Neben dem Grundeinkommen enthält das Papier auch einen Ansatz für die Neuordnung des Steuersystems. Im Kontext anderer diskutierter Modelle ist dieses konkurrenzlos einfach und sieht eine Besteuerung von 40% ab einem Einkommen von 18.000 € jährlich.

Weitere Transfers würden sich in einem solchen Szenario erübrigen (u.a. Bafög, Kindergeld, …)

Nun kann man davon halten was man will – meinen Geschmack trifft es jedenfalls. Da es nun doch schon recht spät ist, werde ich auf die Ausführung des “Warum?” erstmal verzichten.

More? TAZ & Thüringer Allgemeine.

0

OpenOffice.org – ein Ende mit Schrecken…

Die Opensource-Welt hat eben doch ihre Eigenheiten, die sich mit rein wirtschaftlichen Ansätzen nicht erklären und scheinbar auch nicht entwickeln lassen. Ein trauriges Beispiel ist OpenOffice. Die bisher erfolgreichste unter den freien Bürosuiten leidet an massivem Unterstützerschwund und feiert aktuell seine Wiedergeburt unter dem Label “LibreOffice” der ebenfalls neugegründeten Document Foundation.

Nach dem heutigen Ausstieg der führenden Köpfe von OpenOffice sowie deren offenem Bekenntnis zum neuen Label könnte man meinen, dass Oracle mit den Zusagen, das Projekt fortzuführen, nicht glücklich wird.

Ich warte mit Spannung auf die weitere Entwicklung in diesem doch ziemlich explosiven Spannungsfeld.

Seite 12 von 168« Erste...1011121314...203040...Letzte »