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Artikel von Stefan Jung

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Die Verhaftung von Jörg Kachelmann – wie jetzt?

Ohne auf den Vorwurf gegen Jörg Kachelmann selbst eingehen zu wollen und ohne eine Wertung dieses oder Aussagen von ihm, seiner ehemaligen Lebensgefährtin oder deren Anwälten zu versuchen, gibt es doch eine Tatsache, die in diesem Zusammenhang hier platziert werden kann.

Einem Spiegel-Bericht zufolge wurde der “Zugriff” auf Herrn Kachelmann langfristig geplant und vorbereitet. Das allein klingt vor dem Hintergrund, dass es sich um den ARD-Wetterfrosch – einen 51-jährigen, der sich frei und ohne Bedenken bewegt, schon etwas skurril.

Gerade für Personen des öffentlichen Lebens (und das sollte nach den Fällen Türk und Zumwinkel bekannt sein) ist ein solcher Vorfall ein besonderer Einschnitt in die Privatsphäre und insbesondere auch in die berufliche Laufbahn. Vor diesem Hintergrund (und nochmal auf darauf hinweisend, dass es sich nicht um eine Wertung des Vorwurfs selbst handelt) lesen sich die folgenden Zeilen (Spiegel) schon etwas irritierend:

Nach Informationen des SPIEGEL gestattete sich das Polizeipräsidium Frankfurt am Main stolz ein Selbstlob: Man habe “eindrucksvoll unter Beweis gestellt”, dass es gelingen könne, “an einem so offiziellen Platz wie dem Frankfurter Flughafen” eine “Person der Öffentlichkeit festzunehmen, ohne dass die Öffentlichkeit davon etwas mitbekommt”, heißt es im internen Kriminalitätslagebericht.

Nun stellt sich folgerichtig die Frage: Wozu der ganze Aufriss, wenn der Name kurze Zeit später durch alle Medien wandert?

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Wir lieben Spam!

Einer Studie zufolge sind wir der unerwünschten Post weit weniger abgeneigt, als man das denken könnte. Satte 43% der Nutzer elektronischer Post öffnen Spam-Nachrichten – davon die Hälfte sogar bewusst.

Ist es die Antwort auf die Frage, warum so viel Spam unterwegs ist? Dazu einige Erkenntnisse:

  • 11% der E-Mail-Nutzer klicken auf Links, die in Spam-Mails enthalten sind (Wow!)
  • 8% der E-Mail-Nutzer öffnen in Spam-Mails enthaltene Dateianhänge (Wow!)
  • 4% der E-Mail-Nutzer antworten(!) auf Spam-Mails (Wowow!)
  • 4% der E-Mail-Nutzer leiten Spam an weitere Empfänger weiter (Bitte?!)

Eine weitere Erkenntnis der Ipsos-Umfrage: jüngere Nutzer öffnen die Nachrichten häufiger – sind also offensichtlich interessierter an den Inhalten.

Mein erschreckendes Fazit: Spam scheint sich für die Förderung des eigenen Geschäfts extrem, exorbitant und kaum beschreibbar zu lohnen. Bedenkt man, dass es sich für gewöhnlich um Geschäftsfelder handelt, die in dieser Form über “normale” und “legale” Wege kaum zu unterhalten sind, ist das dankbare Nutzerverhalten unbestritten eine Hauptursache für das extrem hohe Aufkommen. Darüber hinaus dürften die Erkenntnisse vor dem Hintergrund der Reduktion des Spam-Aufkommens einen nicht zu vernachlässigenden Einflussfaktor darstellen.

Ein kurzer Blick in die “herkömmliche” Post: trotz des freundlichen Aufklebers, der den Boten beim Betrachten meines Briefkastens darauf hinweist, dass ich keine Werbung wünsche, ist der Anteil an tatsächlich an mich adressierte und darüber hinaus der Anteil wirklicher “Nutzpost” – also Post, die mir eine wirklich verwertbare Information oder Aufforderung liefert – erschreckend gering.

Für elektronische wie auch postalische Werbung sollte gelten: sofern sich der erhebliche Aufwand in der Erstellung und Versendung der Inhalte nicht auszahlen würde, gäbe es keinen Grund, diesen Aufwand zu betreiben :-)

Via Golem, Ereignisblog, Datenhirn.

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Aprilscherze – heute: Schlüsseleis

Der erste April steht vor der Tür, so dass man sich schonmal Gedanken zum Thema Streiche machen kann. Da meine Kreativität in derlei Dingen begrenzt ist, bleibt ansich nur der Blick in die Weiten zwischen Null und Eins.

Die Idee des gefrorenen Schlüssels fand ich ziemlich kreativ, wobei ich diesen wohl (zur Vermeidung übermäßigen Ärgers) in leicht abgewandelter Form wie meine Informationsquelle durchführen würde:

  1. Fahrzeugschlüssel des Partners / der Eltern nach dem Zu-Bett-Gehen suchen
  2. Den Schlüssel in ein Glas packen und Wasser auffüllen
  3. Ab damit in den Tiefkühler!
  4. Früh eher aufstehen und pünktlich zum Frühstück das Schlüsseleis servieren

Ich möchte noch darauf hinweisen, dass Papis Mercedes-Schlüssel voller Elektronik wohl nicht für den Spaß geeignet ist :-)

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Google.cn war einmal – jetzt folgt die Konfrontation

Google hat seinen Suchdienst in China abgeschalten und – das könnte man direkt als “Schachzug” bezeichnen – die Domain google.cn auf google.com.hk (Hongkong) umgeleitet. Einerseits dürfte das die Umsätze aus dem Suchgeschäft (geschätzt 245 Mio €) erhalten und zum anderen dürfte diese Maßnahme die chinesische Regierung in Zugzwang bringen.

Google hatte auf google.cn zensierte Inhalte ausgeliefert – ab sofort erhalten die Besucher der Seite jedoch die kompletten Ergebnislisten und das in erster Linie auch zu Recht, da die Server wohl in Hongkong stehen.

Nun bin ich gespannt wie das weitere Prozedere aussehen wird, da dieses Vorgehen aus Sicht der Chinesischen Entscheider provozierend gewertet werden dürfte.

Via Golem.

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Wahlkampf – na endlich…

In NRW steht die Landtagswahl vor der Tür und vor dem Hintergrund einer drohenden Schlappe für Schwarz-Gelb ist das Thema einmal mehr zur “Chefsache” mutiert. Die Ausprägung: es wurde lt. Spiegel durch Kanzlerin Merkel ein Fünf-Punkte-Plan entwickelt, der die Niederlage noch verhindern soll. Die Themen lauten:

  • Bankenabgabe einführen
  • Streit bei dem Wahlversprechen Steuerentlastung bremsen
  • Außenpolitisch Stärke demonstrieren
  • Innenpolitisch die Köpfe abkühlen und
  • die Opposition ignorieren.

Ich kann mich nur an wenige Momente erinnern, bei denen eine Landtagswahl als derart kriegsentscheidend gewertet wird. Ursächlich dürfte der drohende Verlust der Bundesratsmehrheit herhalten.

Sehen wir es mal positiv: führen die Maßnahmen zu einer vernünftigeren Bundespolitik, ist doch irgendwie allen geholfen :-)

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Stadt Dresden rettet Dynamo vor der Insolvenz

So oder so ähnlich soll es sein. Der seit Jahren angeschlagene Club im neuen Stadion leidet (vermutlich nicht nur aber spürbar) unter den finanziellen Zusatzbelastungen und kann sich mit der Stadt Dresden auf einen verlässlichen Partner verlassen.

Zusätzliche 1,2 Mio. € sowie das strategische Commitment, den Club auch in Zukunft (und damit in erster Linie bei der Lizenzbeantragung) nicht hängen zu lassen verhindern somit (vorerst) das Aus. (Via SZ)

In diesem Sinne: “Sport frei” und einen guten Wochenstart!

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