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Artikel von Stefan Jung

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DE-Mail: Sicherheitsleck?

Über das Thema DE-Mail habe ich mich ja bereits an mehreren Stellen geäußert (DE-Mail made by Deutsche Post: E-Postbrief, Bürgermail kommt: DE-Mail für alle! und Weniger ist mehr – der Dienst Bürgermail) und es ist auch nicht von gestern oder letzter Woche. Umso erstaunlicher, dass jetzt Sicherheitsbedenken die Runde machen.

Nach Thomas Lapp und Elmar Müller besteht mit der kurzzeitigen Entschlüsselung der Inhalte auf den Servern der Anbieter eine Sicherheitslücke, die nach Meinung der Experten geschlossen werden sollten. Worin besteht das Problem?

De-Mail arbeitet browserbasiert, die Nutzer geben also ihre De-Mails im Browser ein. Die über das Browserformular gesendeten Daten werden dann über eine per SSL verschlüsselte Verbindung an den Server übertragen und dort entschlüsselt. Erst wird die eigentliche De-Mail auf Serverseite verschlüsselt und gegebenenfalls an einen anderen Provider übertragen. Ruft nun ein Nutzer eine so verschlüsselte De-Mail über das Browserinterface seines Providers ab, wird die De-Mail wieder serverseitig entschlüsselt und über eine mit SSL gesicherte Verbindung an den Browser geschickt.

Die Meinungen zum Thema sind kontrovers und werden im Netz auch so diskutiert. Tatsächlich sind zum aktuellen Zeitpunkt noch nichtmal die Geschäftsmodelle geschneidert und das Thema wandert mit negativem Touch durch die Medien.

Da der Dienst einfach und für jeden nutzbar sein soll, lässt sich nach aktuellem Stand der Technik der beschriebene Prozess kaum vermeiden. Möglich wären  nutzerseitige Zertifikate was sich jedoch nicht einfach realisieren lässt. Tatsächlich ergäben sich unter der Annahme, dass sich Nutzer um die Sicherheit (im Sinne der Anschaffung eines Zertifikats o.ä.) kümmern noch deutlich erweiterte Möglichkeiten ohne den Bedarf an DE-Mail.

Fazit: die Blogosphäre scheint sich einig: so wird das nichts mit DE-Mail (stefan.ploing.de, Ereignisblick und ein neutraler Artikel bei Vinews).

Wie immer und überall handelt es sich um einen Prozess, in dessen Verlauf sich Erfolg oder Misserfolg einstellen wird. Neben der technischen Realisierung halte ich die Anlaufphase und insbesondere die Bepreisung des Dienstes für ein entscheidendes Erfolgskriterium. Für die kleine technische Unschärfe dürften sich geeignete Maßnahmen finden lassen (organisatorische / technische).

Im Gegensatz zum Stand “Heute” – ich unterstelle, dass der Monsteranteil der Nutzer die Kommunikation gänzlich unverschlüsselt abfrühstückt – könnte DE-Mail ein Schritt nach vorn sein. Wir werden sehen.

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Datenschutz im Visier: heute Apple!

Es scheint als müsse man als “Global Player” in IT- und IT-nahen Bereichen und allem voran in Geschäftsfeldern nahe des Internet mit dem Wunsch, in diesem erlauchten Kreise bleiben zu dürfen, Kunden- und Nutzerdaten in großem Stil für Trendanalysen nutzen. Wenn also die Voraussetzung (eine breite Nutzerbasis auf eigener Infrastruktur) geschaffen ist, folgt die Änderung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen und direkt folgend die Auswertung der eingesammelten Daten für unternehmerische Zwecke.
Gut – die Praxis beweist diese Gangart – mir fällt spontan kein Unternehmen ein, bei dem ich nicht 100%ig sagen könnte, dass es diese Daten nicht auswertet (allen voran gehen die “Großen” – Facebook, VZnet, Google, …).
Was ist passiert? Apple hat ein Update auf die allgemeinen Geschäftsbedingungen eingespielt, welches man im Prinzip nur annehmen kann, da ansonsten die Nutzung diverser Dienste (darunter iTunes und der App Store) nicht mehr möglich ist. Die Geräte behalten zwar ihre Funktionalitäten – ohne die zentralen Dienste verlieren sie allerdings nicht nur etwas von ihrem Reiz.

Über iTunes erhalten iPhone- und iPad-Besitzer nach Apples Angaben seit Ende Juni 2010 die neuen Datenschutzbestimmungen vorgesetzt. Falls sie diese ablehnen, können sie das Gerät weiter einsetzen, allerdings ist die Nutzung des iTunes und App Store dann nicht mehr möglich. Das dürfte für viele Gerätebesitzer eine enorme Einschränkung bedeuten. Stimmen sie den Datenschutzbestimmungen zu, gestatten sie Apple, Standortdaten zu speichern und an Partnerunternehmen weiterzugeben.

Nun kann man von dieser Praxis halten was man will, unter rechtlichen Gesichtspunkten ist dieses Vorgehen (unter Einhaltung einiger Spielregeln) weder zu beanstanden noch zu verbieten.

Sofern die Daten zur Speicherung sowie der weiteren Nutzung anonymisiert werden,

handelt es sich nicht mehr um personenbezogene Daten. Ein Indikator für eine erfolgreiche Anonymisierung ist die fehlende Möglichkeit, auf bestimmte Personen rückschließen zu können. Ich für meinen Teil kenne nur wenige Fälle, bei denen dies schief gelaufen ist (darunter Google bei der Aufnahme von WLAN-Daten).

Tatsächlich ergibt sich aus den gespeicherten und verarbeiteten Daten ein Nutzen – jedoch meine ich, dass Unternehmen, die nicht über ausreichend leistungsfähige Infrastruktur verfügen, gern ein paar Euros für einen Marktforscher in die Hand nehmen – das Ergebnis dürfte sehr ähnlichen Charakter besitzen.

Mein persönliches Fazit: viel Aufregung um nichts. Warum ausgerechnet Apple, die ansonsten für eine wirklich ausgereifte Medienpolitik bekannt sind, in diesem Kontext den Treffer fängt, habe ich noch nicht herausgefunden – Angriffsflächen für derartige Anschuldigungen bieten nun wirklich viele Unternehmen…

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Fernbedienung: nie mehr leere Akkus!

Alle TV-Junkies können sich freuen: Brother hat Akkus entwickelt, die sich durch schütteln aufladen lassen. In Geräten mit niedrigem und sporadischem Energiebedarf erübrigt sich auf diese Art und Weise das Aufladen der Akkus.

Die Kapazität ist aktuell noch gering, ich nehme jedoch an, dass hart gearbeiet wird, so dass in (mittlerer) Zukunft vielleicht Handy, Digitalkamera & Co ohne Ladegerät auskommen?

Via Golem.

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Dresden: Filmnächte am Elbufer 2010

Nachdem ich zur Eröffnung “Pulp Fiction” bei den Filmnächten am Elbufer in Dresden war und die neu gewonnene Zwei-Klassen-Gesellschaft live in Augenschein nehmen konnte, benötigte ich erstmal ein paar Tage zum Verdauen. Auch wenn es der erste Tag der Filmnächte war und sich das eine oder andere noch einpegeln sollte, hier meine Kurzkritik:

  • Goods
    • die Filmauswahl – Pulp Fiction gehört irgendwie zu der Art Filme, die man durchaus mal gesehen haben kann
    • die riesige Leinwand, die nicht nur ein großes sondern darüber hinaus auch ein scharfes und farblich gelungenes Bild hinterlässt
    • der wunderschöne Ausblick auf den Dresdner Sandstein (Brühlsche Terasse, je nach Standpunkt die Frauenkirche, Hofkirche, Augustusbrücke, …)
  • Bads
    • technische Probleme am Einlass mit einer wirklich satten Verzögerung nachdem eine Hand voll Leute abkassiert waren
    • eine Currywurst, die wohl über den Zeitraum der Kassenverzögerung auskühlen durfte und bei der sich wohl jeder Berliner / Kölner wieder umgedreht hätte
    • die Preisgestaltung gemessen an der Servicequalität
    • schlechte Organisation am Tresen
    • die großflächig gesperrten Bereiche

Insbesondere die Sperrung des Sitzmobulars im Gastronomiebereichs erscheint dem geneigten Besucher seltsam, da sich dort einerseits Personen mit Umsatzabsicht aufhalten würden und man andererseits nicht wirklich den Eindruck gewinnt, dass ausreichend Leute Zutritt besitzen. Von der Ferne betrachtet könnte man meinen, dass das Personal die Sitzflächen gegen Filmstart aus dem Bekanntenkreis auffüllt, um den Unmut der Besucher zu begrenzen (interessanterweise konnte ich den Begriff “Zwei-Klassen-Gesellschaft” in Kombination mit ausgeprägter Unzufriedenheit an diesem Abend mehrfach vernehmen). Sei’s drum.

Nun habe ich mehr negative als positive Punkte auf der Agenda, was mich ansich verwundern würde. Der Eindruck deckt sich allerdings mit der Nachfrage nach Tickets – gefühlt war zu “ausverkauft” noch eine Ecke Platz.

Genug der Kritik: die Veranstaltung im Herzen Dresdens lebt weiter: vom Ambiente und den Leuten – vom Kinoprogramm und den Konzerten. Wer Interesse am Programm hat, findet dies hier.

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iPhone 4 und die Antenne…

Bereits seit geraumer Zeit finden sich im Netz diverse Statements darüber, dass die Antenne des iPhone 4 sowie die Software, die die Signalstärke verwaltet, nicht dem Optimum entsprechen. Nachdem sich Berichte über Gesprächsabbrüche häuften, greift Apple nun zu einem ersten Korrektiv:

  • Kunden erhalten ein Softwareupdate auf iPhone OS 4.0.1, welches die Anzeige der Signalstärke (und damit höchstwahrscheinlich auch die Verwaltung im Gerät) verbessert.
  • Kunden erhalten eine kostenlose Schutzhülle, die – so mein Verständnis – über einen Magneten positiven Einfluss auf die Empfangsqualität haben soll.

Apple-Chef Steve Jobs beziffert die Anzahl Beschwerden dieses Fehlerbildes auf 0,55% der Nutzer, was zugegebenermaßen wirklich wenig ist.

Nach den durchschlagenden Erfolgen der letzten Markteinführungen bin ich nun gespannt auf die Krisen-PR von Apple. Einen Rückruf hat Jobs bisher zurückgewiesen – ganz ausschließen würde ich diesen Fall allerdings unter den aktuellen medialen Berichten nicht…

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Kleine Wochenend-Nachlese: Insel Rügen 2010

Nach dem wirklich schönen Wochenende auf der Insel Rügen hier kurz meine Meinung zum Urlaubstrip auf Deutschlands größter Insel:

  • Das Wetter auf Rügen scheint immer grandios zu sein! :-) Bei 35°C hält es sich wirklich hervorragend aus.
  • Die Ostsee ist (zumindest im Norden, den Rest kann ich aktuell nicht beurteilen) klar und sauber. Die Wassertemperatur stand allerdings nicht im Verhältnis zur Außentemperatur. Bei 20°C kann man durchaus baden gehen – sich allerdings beim Betreten des Beckens einen Moment länger Zeit lassen.
  • Auf Rügen kann man getrost das “große” Portemonaie einpacken.
    • Überall wo es etwas zu sehen gibt, zahlt man zuerst Parkgebühren.
    • Nachdem man Parkgebühren gezahlt hat, stellt man fest, dass es zur Sehenswürdigkeit nicht nur 10 Minuten Fußweg sind.
    • Der Transfer, der konsequent angeboten wird und über Wege führt, die ebenso konsequent für PKW gesperrt sind, ist nicht mit den Parkgebühren abgegolten.
  • Die durchaus beeindruckenden Sehenswürdigkeiten hinterlassen keinen wirklich gepflegten Eindruck. In Anbetracht der Kostenstruktur ist das nicht nur überraschend sondern fast schon enttäuschend.
  • Man darf auf der Ostsee selbst ein Motorboot lenken (für mich eine völlig neue Erkenntnis). Die Grenze für die führerscheinfreie Kutterfahrt liegt bei 5 PS, was bei ruhiger See ausreichend ist und (für Festländler, die sonst nicht in den Genuss kommen, durchaus ein Highlight darstellt :-)
  • Die Strände der Insel sind grandios!

Insgesamt kann ich getrost ein positives Feedback ziehen – damit ich meine Leser bei der Hitze nicht allzu lange vorm Bildschirm halte: die kleine Bilder-Auslese:

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