Das Dixiland-Festival gehört in Dresden zum Eventkalender wie das Stadtfest – und das seit Jahrzehnten. Grundsätzlich bin ich ja wirklich Freund positiver Veränderungen – dazu gehört (auch wenn ich kein euphorischer Jazz-Fan bin) jedoch nicht der Bruch mit bewährten und insbesondere auch beliebten Dingen.
Entgegen meiner Erwartung gibt es für das Fest, welches wahrlich nicht an Desinteresse leidet, Probleme mit den Genehmigungen für die Veranstaltungen sowie der Bereitstellung von großen Veranstaltungsorten durch die geplanten Baumaßnahmen am Kulturpalast. Während zweites eine durchaus vorwärts gerichtete Maßnahme ist, stellt erstgenannter Punkt eine Herausforderung dar. Die SZ informiert:
Für den Start des diesjährigen Festivals hatten er und sein Team ein kleineres Volksfest am Dresdner Elbufer geplant, die Genehmigung dafür blieb aus. Der Grund: Die dafür vorgesehene Fläche gehöre zum Landschaftsschutzgebiet. Aus demselben Grund soll nun auch die Abschlussveranstaltung am Terrassenufer zum letzten Mal stattfinden – ein Affront für den Festivalleiter. Denn zur traditionellen Parade strömen regelmäßig über 100.000 Menschen.
Große Leistung…
Related posts:
- Dresden bei IT-Fachkräften ganz vorn dabei! Der Anteil Arbeitnehmer im IT-Umfeld ist in Dresden prozentual bundesweit am Höchsten. Das hat eine Bitkom-Studie ergeben – maßgeblich dazu...
- Freitag nach Eins macht jeder Seins… Oder: Jeder hat frei – Freitag ab zwei. Phrasen gibt es zum Thema mehr als genug – aber wie handhaben...
- Der Letzte macht das Licht aus… Erschreckend aber wahr: nach der Qimonda-Pleite stiegen die Speicherpreise – und zwar nicht nur im Cent-Bereich. Nach der Ankündigung eines...
- Politisches Kräftemessen in Dresden Heute war Wahltag für das Oberbürgermeisteramt in Dresden. Bei schönem Wetter konnte ich somit auch meinen Teil zur Entwicklung der...
- Die etwas andere Schokolade Wo kommen die kleinen Werbeschokoladen her?! Gerade habe ich im Netz eine Firma gefunden, die sich auf die Herstellung von...

“DIXI” war, ist und bleibt eine großartige völkerverbindende Maßnahme. Ich kenne kein weltumspannendes öffentliches Ereignis, welches so friedlich, stimmungsvoll, engagiert und solches Miteinander der Menschen erzeugt und lange nachwirkt. Ich kenne aber auch Fledermauswohnhöhlen, wo sich Fledermäuse nicht von Menschen beeinflussen lassen. Schon gar nicht tagsüber! Hier muss man die berühmte Kirche im Dorf lassen und gegeneinander abwägen. Eine prosperierende Großstadt mit so einer einzigartigen Stadtansicht wie das Neustädter Elbufer mit Blick auf die barocke Altstadt ist einzigartig. Das Ziel Elbufer mit und ohne die dort stattfindenden modernen und traditionellen Veranstaltungen gehören zum Alltag gestresster Menschen und Tiere, welche miteinander leben und leben müssen. Ansonsten sollte “grüner Mensch” überlegen, ob am Neustädter Elbufer von Johannstadt (Feldschlösschenbrücke) bis zum Ostragehege (Marienbrücke), einschließlich dieser genannten Brücke selbst, blickdicht bis in 20 m Höhe zuzuhängen, damit kein Mensch in der Zukunft von der Einmaligkeit der Altstädter Brühlschen Terasse mit der Weltweit größten und einzigen Raddampferflotte berichten kann. Dazu sollte man alle Bilder von Canaletto bis in die heutige Zeit verbieten und einschließen. Zum ungestörten Lebensraum für geschützte Tiere gehört auch, dass am Neustädter Elbufer sämtliche (vielleicht) störende Hin- und Herbewegung von Mensch und Begleittier strikt unterbunden und durch Naturschutzpolizei kontrolliert würde. Deshalb sinnnvoller Naturschutz dort, wo Naturschutz sinnvoll ist, aber nicht dort, wo Menschen in besiedelten Gebieten sinnvollen und vielseitigen kulturellen Freizeitbetätigungen nachgehen und sich entspannen können. Das Getier hat sich trotz Großstadtlärm in Dresden niedergelassen. Ausdruck dessen, dass das Getier sich an die Großstadt mit all ihren Facetten gewöhnt hat. Genau so erfreuen wir uns am Getier, das da kreucht und fleucht. Miteinander und nicht gegeneinander. Dixiland ist purer Ausdruck der Lebenfreude und grünes Licht in der Stadt signalisiert “freie Fahrt” für Bürger und bedeutet nicht “Halt, Fledermäuse!” Sollte sich noch ein Biber an den Elbeufern niederlassen, bedeutet dies das “AUS” für die Beschiffung der Elbe – vielen Dank – man kann es auch übertreiben.