Genau genommen ist es ziemlich verwegen vom weltweit führenden Social Network Facebook, Nutzer ganz offen nach den Zugangsdaten ihrer E-Mail-Postfächer zu fragen und aus den dann ausgelesenen Daten Bekannte zu extrahieren. Die Praxis zeigt: Nutzer lieben einfache Dinge und nehmen die Funktionalität an.
Da den Nutzern oftmals die Reichweite ihrer Handlung nicht bewusst ist, soll die Funktion nun angepasst werden. Der Hintergrund: (Spiegel Online)
Des Rätsels Lösung: Facebook-Mitglieder, die in ihren Konteneinstellungen Facebook einen Zugriff auf ihr Adressbuch erlauben, autorisieren das Netzwerk damit auch, diese Adressen für die Akquise neuer Mitglieder zu nutzen. Um die Glaubwürdigkeit der unverlangten Werbepost zu erhöhen, pappt Facebook mitunter Fotos der Menschen in die Mitgliedswerbung, von denen es die Adressen bekommen hat – der Freund oder Bekannte aus dem wahren Leben wird so oft unwissentlich zum Leumund der Kundenakquise des US-Unternehmens. Die Behörde des Hamburger Datenschutzbeauftragten leitete wegen dieses Vorgehens ein Bußgeldverfahren gegen Facebook ein.
Die Anpassungen tangieren folgende Themen: (Golem)
Das soziale Netzwerk stimmte “weitgehenden Änderungen” zu. Es soll jetzt eine transparente Kontrolle über importierte Adressen geben. Der Nutzer soll bestimmen können, welche importierten Kontakte eine Facebook-Einladung bekommen.
Außerdem sind Hinweise geplant, die auf Nebenwirkungen einer Datenfreigabe deutlich hinweisen. Für Nicht-Facebook-Mitglieder wird es möglich sein, eine komplette Sperre aufzubauen, so dass Facebook nicht erneut ein Nichtmitglied kontaktiert.
Ich war ohnehin kein Freund des “Friendfinders” – das geht mir bezogen auf meine persönlichen Daten doch zu weit.
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So wirklich viel Durchblick scheinen Sie nicht zu haben. Das Internet ist -in seiner heutigen Form- primär(!) ein Spionage-Netzwerk; allem voran Google. Die Mehrheit von Dem was die breite Masse nutzt gehört der Spionage-Industrie. Je früher Sie DAS begreifen, je eher werden sie lernen dass es langfristig keinen ernstzunehmenden Datenschutz geben wird. Ich selbst war übrigens nie bei Facebook oder ähnlichen Dingen registriert (auch wenn Terroristen diesen Anschein erwecken), ich bin aber schlau genug zu wissen dass der AMI trotzdem ALLES über mich weiss…
Dafür, dass es erstmal nur um eine Funktion von Facebook ging, ist der Ansatz ziemlich global-galaktisch.
Trotzdem eine Antwort: Die Nicht-Nutzung von Facebook & Co. wird – geht man von Ihrem beschriebenen Ansatz aus – wohl lediglich die Menge wirklich belangloser Daten reduzieren, die über Sie gesammelt werden. Schlussendlich entscheidet jeder für sich, welche Daten er wo preisgibt und welche Funktionalitäten er in den digitalen Weiten in Anspruch nimmt ;-)
Lustigerweise ist es genau das Aufnehmen und Wiedergeben personenbezogener Daten, die den funktionalen Kern der Communities ausmachen.
Zurück zum Thema: bezüglich der Funktion zum Auslesen von E-Mail-Postfächern, die bei externen Anbietern gehostet sind, geht meines Erachtens nach die Transparenz für wenig versierte Internetnutzer verloren. So gesehen würde ich mich über eine eindeutige Kennzeichnung freuen :-)
Ich bin eigentlich grundsätzlich gegen die Nutzung von Kommentar-Seiten für Diskussionen aber es kotzt mich ganz gewaltig an, wenn irgendwelche naiven Spinner im Internet -ob auf ihren eigenen Seiten oder anderswo- meinen MIR die Welt erklären zu müssen. Zurück zum Kernpunkt: Das Internet ist ein Spionage-Netzwerk. Das Internet gehört, um es mal plastisch darzustellen, dem Geheimdienst der USA. Ihr Computer wird komplett gescannt: es gibt nichts was sie bei der Nutzung des Internet mit ihrem eigenen Computer zuhause verheimlichen können!
Das ist Ihre Meinung, die Sie auch gern vertreten können. Das Ziehen des Netzwerkkabels ist im übrigen die sicherste Methode, eigene Datenschutzbelange durchzusetzen – das ist unstrittig.
Bezüglich Ihrer ersten Aussage nehme ich mich gern außen vor – ich schreibe meist sachlich und auch gern hier und da meine Meinung nieder – das ist zulässig und sollte hierzulande kein Problem darstellen.
Bilde ich mir das nur ein oder entfernen Sie sich ganz bewußt vom eigentlichen Thema.
Es ging mir um das Internet das ich pauschal zum Spionage-Netzwerk erkläre. Und um es Ihnen noch einmal zu verdeutlichen: Facebook ist wichtiger Teil der Spionage-Industrie! Die spannendste Frage könnte somit sein ob man die Facebook-Nutzer für Idioten halten muß? Menschen wie ich wissen aber dass der Mehrheit der Durchschnitts-Doofis vollkommen egal ist ob sie aus-spioniert werden oder nicht; was dann wiederum den Wert von Beiträgen und Meldungen zu diesem Thema in Frage stellt. Noch einmal kurz und knackig: Datenschutz im Internet ist Utopie!
Genau!
Freut mich wenn wir mal einer Meinung sind.
Das ist nicht so und das müssen wir hierzulande glücklicherweise auch nicht ;-)