WikiLeaks ganz bescheiden: die nächste Veröffentlichung schreibt Geschichte…

Bereits gestern am Nachmittag berichtete Golem darüber, dass einmal mehr eine große Ankündigung über die Wikileaks-Lautsprecher verbreitet wurde: die nächste Veröffentlichung soll der ganz große Wurf werden.

Das Interesse ist immens: Golem zählt bisher ca. 500 Kommentare für den Artikel – mit geteiltem Wert für den Leser. Damit hat zumindest das Wikileaks-Marketing funktioniert, was im Ergebnis mit teils oskuren Mutmaßungen einhergeht.

Der Hype um Wikileaks erscheint mir nachvollziehbar – mittlerweile habe ich allerdings etwas Sorge um die Positionierung des Angebots. Unabhängig von allen persönlichen Querelen insbesondere um einen der führenden Köpfe – Julian Assange – bin ich mir mittlerweile nicht mehr sicher, ob preisgegebene Informationen überhaupt und – wenn ja – korrekt bewertet und verwertet werden.

Insbesondere das Angebot an “Rohdaten” – nicht Informationen – stimmt mich etwas bedenklich, da zwar ein beeindruckender Ausschnitt aus der Bevölkerung eine Meinung zum Thema hat, ich jedoch behaupte, dass niemand wirklich die Unmenge an Dokumenten gelesen – geschweige denn wirklich aufgenommen – hat. Ich würde es begrüßen, wenn die Arbeit nicht in der Veröffentlichung unsortierten und unbewerteten Materials sondern in der Ausarbeitung eines sinnvollen Sets an Informationen enden würde. Unter dieser Voraussetzung könnte ich mir sogar vorstellen, dass eine (hoffentlich objektive) Berichterstattung über die “ganz großen Medien” erfolgt.

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