Archiv vom November 2010

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Die Zensursula geht (wieder einmal) um…

Auslöser für die doch heftigen Diskussionen über Online-Zensur ist diesmal der Jugendmedienschutzstaatsvertrag, der eine Kennzeichnung von Webangeboten zum Schutz der Jugend fordert.

Einige Betreiber kündigen bereits die Schließung ihrer Blogs an und die Abmahnanwälte reiben sich die Hände – ich bin ehrlich gestanden nicht für die jetzt ausgefertigte Version.

Dass Jugendschutz aktuell noch nicht groß genug geschrieben wird dürfte die Parteien einen – wie man die Herausforderungen der digitalen Welt allerdings wirkungsvoll und für alle tragbar meistern kann sollte nochmal diskutiert werden. Meine Empfehlung wäre die intensivere Beteiligung von Webmastern eines breiten Spektrums wie auch Vertretern aus Wirtschaft, Politik und der Rechtswissenschaften.

Via Golem, Shakwave, Xploded, Nextgennetworks, Milchrausch und Gezettelt.

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Jugendwörter 2010 – wie immer sehr kreativ

Seit einiger Zeit kursieren einmal jährlich die kreativen Wortneuschöpfungen der Jugendlichen in den Medien. Erschreckenderweise fühle ich mich dabei regelmäßig außen vor – schön finde ich sie aber. Die Top-Platzierungen in diesem Jahr lauten:

  1. Niveaulimbo
    -> ständig sinkendes Niveau
  2. Arschfax
    -> Etikett von Unterhosen
  3. egosurfen
    -> sich selbst im Internet suchen
  4. Speckbarbie
    -> hergerichtetes Mädchen mit deutlich zu engen Kleidern
  5. n1, nice one
    -> gut gemacht!
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Politik? Nee – Schnäppchen!

Welch schöne Effekte unsere digitale Welt mitsich bringt. Dank diverser Blogverzeichnisse, die einen kleinen Mehrwert durch Statistiken liefern, lässt sich ein kleiner Überblick über die Interessenslage des Volkes ermitteln. Auch wenn mir durchaus bewusst ist, dass derlei Statistiken wohl nicht den Querschnitt abbilden, so finde ich das Zahlenwerk doch interessant.

Wie jeden Tag lässt sich bei der Bloggerei eine “Most readed”-Liste von Blogbeiträgen generieren. Diese findet man: hier.

Trotz aktueller Wikileaks-Debatte und doch erheblichen politischen Diskussionen finden sich auf den ersten Rängen ausschließlich freundliche Hinweise auf den heute von Amazon zelebrierten “Cyber Monday”.

  1. MyDealz – Bestimmt eure Weihnachtsgeschenke bei Amazon selber
    (ca 12.000 Leser)
  2. Playstation News – Heute ist Cyber Monday: Liste der Schnäppchen
    (ca. 6.000 Leser)
  3. Preisjaeger.at – Richtig ein Amazon Cyber Monday Schnäppchen schlagen
    (ca. 4.400 Leser)

Die medial bereits vorgeglühte Weihnachtszeit scheint mir eine untergeordnete Rolle zu spielen – die Rangliste sieht ansich immer ähnlich aus.

An der Stelle darf man Amazon zur äußerst gelungenen Marketing-Aktion gratulieren. Ein ausschweifendes Fazit lasse ich einfach mal aus – interessante gedankliche Anstöße benötigen keine Wertung :-)

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Wikileaks: Dokumente zur Weltsicht der USA

Wikileaks hat offenbar mit der Veröffentlichung von den angekündigten Dokumenten begonnen, die ein neues Weltbild prägen werden. Dass der externe Blick mitunter unangenehm sein kann, ist bekannt – nun bin ich gespannt, wie die Weltpolitik reagiert. Ganz abgesehen davon, dass es sich im anhängigen Fall um amerikanische Papiere handelt, kann ich mir jedoch auch locker vorstellen, dass Unterlagen ähnlichen Formats in aller Herren Länder im Archiv schlummern.

Hier ein paar erste Auszüge – die nächsten Tage werden sich einige große Medien dem Thema wohl intensiv widmen und damit ihre Auflage polieren:

[Angela Merkel] … habe aber “keine mutigen Schritte unternommen, um den substantiellen Inhalt dieser Beziehung zu verbessern”

Auch die Bezeichnung “Teflon-Kanzlerin” erscheint nicht sehr schmeichelhaft, sollte jedoch in einer gedanklich freien Welt als persönliche Meinung zulässig sein. Weiter geht es mit Außenminister Westerwelle:

Und das Urteil über den deutschen Außenminister Guido Westerwelle? Seine Gedanken hätten “wenig Substanz”, schreibt höchst undiplomatisch der gegenwärtige Chefdiplomat der USA in Berlin, Botschafter Philip Murphy. Das liege vor allem daran, dass offenbar seine “Beherrschung komplexer außen- und sicherheitspolitischer Themen noch Vertiefung erfordert”. Das ist schon eine echte Unfreundlichkeit.

Interessant ist der Datenschutzvermerk:

Die 251.287 Depeschen wurden allerdings über das geheime Nachrichtennetz Secret Internet Protocol Router Network (SIPRNet) verschickt und stehen etwa 2,5 Millionen Mitarbeitern der US-Behörden zur Verfügung. Sie werden in einer abrufbaren Datenbank gespeichert. Etwa die Hälfte der veröffentlichten Dokumente unterliegen laut Spiegel keiner Geheimhaltungsstufe, 40 Prozent tragen den Vermerk vertraulich und sind somit nur 850.000 Mitarbeitern zugänglich. Etwa sechs Prozent (15.652) werden als geheim eingestuft, davon tragen 4.330 den Vermerk “Noforn”, also nur für die Einsicht von US-Amerikanern gedacht, so der Spiegel weiter.

Insbesondere bzogen auf die Nah-Ost-Region wird der Tonfall noch etwas rauher… So denn – der Berichterstattung freien Lauf mit der Bitte um möglichst objektive Bewertung :-)

More: Spiegel, Golem.

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Kleiner Reminder: Versicherungswechsel zu Ende November!

Wie jedes Jahr lassen sich auch 2010 Großteile der Policen Ende November auf ihre Sinnhaftigkeit wie auch auf das Preisgefälle am Markt hin prüfen und ggf. kündigen. Auch wenn es straff auf Weihnachten zugeht, dürfte der Blick lohnen und der “Frust” zum Jahresbeginn etwas gelindert werden. Themenportale, die den übergreifenden Vergleich zulassen, gibt es ja zur Genüge – auch der Blick auf die Seite der einen oder anderen Gesellschaft dürfte lohnen. Auf Werbung möchte ich hier gern verzichten.

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Grünkohl- und Glühweinmarkt die 576te

Zum heutigen Tag hat der Dresdner Striezelmarkt zum 576ten Mal seine Pforten für hungrige und durstige Besucher geöffnet. Die Stadt hat im Vorfeld wieder kräftig investiert (500.000 € waren zu lesen) – ich werde mir wohl die nächsten Tage mal den teilweise veränderten Aufbau ansehen.

Ich habe dieses Jahr noch garkeine Analyse über die Hygiene der Glühweinbecher gelesen – schmecken lassen werde ich mir selbigen trotzdem. Dazu eine Portion Grünkohl und eine gewisse Grundzufriedenheit dürfte hergestellt sein. Ansonsten hält sich meine Erwartungshaltung in Grenzen.

So hoffe ich, positiv überrascht zu werden von einem höheren Anteil interessanter Weihnachtsprodukte regionaler Machart.

Mehr dazu gibt es unter anderem bei sz-online und styledd.de.

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