Archiv vom Oktober 2010

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DE-Mail-News

Der Dienst DE-Mail steht offenbar in den Startlöchern und erstmals äußern sich die Anbieter auch über die Preisgestaltung.

Das Interesse für sichere elektronische Kommunikation war jedenfalls schonmal erheblich – mit 700.000 Registrierungen vor dem eigentlichen Start hätte ich zumindest im Vorfeld nicht gerechnet. Umso besser für die Anbieter, die jetzt aufwandseitig eine bessere Schätzung vornehmen und dementsprechen Preise bilden können.

Aus dem United-Internet-Umfeld – insbesondere von GMX – ist zu vernehmen, dass ein Preis von 10  bis 20 ct pro versendeter DE-Mail angepeilt wird. Weder eine Grundgebühr noch Kosten für den Empfang von DE-Mails seien in Planung.

Etwas vorsichtiger verhält sich die Telekom und verspricht ein freies Inklusiv-Kontingent für versendete DE-Mails. Was den Preis für weitere versendete Mails anbelangt verspricht man lediglich, dass sich dieser unter den Post-typischen 50 ct für einen Brief bewegen wird.

Na dann darf man auf den Start gespannt sein :-)

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Aktuelle Themen – und was die Leute interessiert…

Dass die Medienlandschaft gewöhnlich nicht sehr breit gefächert ist und thematisch in einem sehr eingeengten Korridor agiert, ist bekannt. Im Moment fühlt sich das allerdings schon sehr kurios an – da wären:

  • die Integrationsdebatte
    Ausgelöst bei einer Buchvorstellung, bei der Tilo Sarazzin sein Werk “Deutschland schafft sich ab” präsentierte, geistert das Thema “Integration” geschnitten auf die muslimischen Bevölkerungsgruppen durch die Polit- und folglich die Medienlandschaft.
    Dass sich wirklich kaum jemand zu schade ist, den Aufhänger zu instrumentalisieren und dabei wehement den Betrachtungsbereich auf einer einzigen Bevölkerungsgruppe zu belassen ist schon beachtlich. Die Begriffsprägungen in diesem Themenfeld sind hoffentlich die Spitze des Eisbergs…
    Für meinen Geschmack darf muss schnellstmöglich der Blickwinkel und damit der Betrachtungsbereich geweitet werden – das entemotionalisiert die Debatte nicht nur sondern gibt ihr erstmals auch den richtigen Rahmen. Damit einhergehend halte ich das für eine Voraussetzung, um überhaupt in ein solches Thema einsteigen zu können. Darüber hinaus schweben mir direkt einige Themen vorbei, deren Diskussion ich erstens für zielführender und zweitens für notwendiger halte.
  • das Projekt Stuttgart21
    Wenn Raum für Streit um eine Investition in Höhe von 10 Mrd. € oder mehr vorhanden ist, gehe ich davon aus, dass es keine wirklichen Probleme gibt… Vielleicht sollte man mal den einen oder anderen Amtsinhaber im Bildungssystem (z.B. einen Universitätsdirektor oder Schulleiter bzw. einen Professor oder einen Lehrer) über die aktuelle Haushaltslage befragen…
  • der Sitz im UN-Sicherheitsrat
    Jetzt haben wir global offensichtlich massiv an Einfluss gewonnen. Permanent werden wir zwar (vorerst) nicht teilnehmen aber immerhin dürfen wir zum Gastspiel auflaufen. Schön, dass unser Außenminister und Vize-Kanzler dies direkt als Erfolg verbucht – insbesondere nachdem er etwas glücklos wirkte und sich eine mediale Auszeit genehmigte.

Ansich war ich nicht mehr auf Sommerloch eingestellt…

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Auto-Pilot? K.I.T.T. lässt grüßen…

Nachdem sich Jahrzehnte lang im Automobil nicht wirklich viel bewegt hat (von Sicherheitssystemen und einigem Komfort abgesehen), kommt die Entwicklungsmaschinerie langsam in Gang. Multimedialem Entertainment in Form von Navigationsgeräten und HiFi-Anlagen folgten unterstützende Sicherheitssyteme (“Fahrerassistenzsysteme”).

Denkt man weiter, könnten die logische Konsequenz Fahrautomaten sein, die den Wagen automatisiert von einem Standort zum nächsten bringen. Google und die Technische Universität Augsburg haben jetzt in Braunschweig einen solchen automatischen Wagen fahren lassen.

Aus Sicherheitsgründen saß (trotz der Erwartung solider Leistungen der Technik) ein Fahrer am Steuer. Wie ich den Artikel bei Golem lese, frage ich mich ob ein Fahrautomat nach aktueller rechtlicher Lage denn zulässig wäre?

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Wochenendreview: erster Fallschirmsprung

Eines vornweg: Fallschirmspringen ist eine wirklich wetterfühlige Angelegenheit. Da es der Sommer insbesondere in der zweiten Hälfte nicht so gut mit uns meinte, wurde das Ereignis Woche um Woche entweder hochwasserbedingt oder durch andere meteorologische Einflüsse sowie schließlich noch den lange geplanten Urlaub verschoben. Sei es drum – gestern war schönes Wetter und nach stundenlagem Warten hatte sich auch der Wind auf ein erträgliches Maß eingepegelt, so dass es losgehen konnte :-)

Nachdem die Fallschirm-Theorie also geklärt war und auch die Trockenübungen zum Thema Ausstieg aus dem Flugzeug und Reaktion in Notfällen absolviert waren, ging es nun in die Praxis. Also – Schirm auf den Rücken und ab ins Flugzeug.

Interessant, welch wohlige Stimmung in dem alten aber wirklich heimeligen Flieger unter den Springern herrscht. Zwischen dem einen oder anderen Grinsen ist durchaus auch ein Hauch Arbeitsklima, was einen durchaus professionellen Eindruck hinterließ :-)

Erschreckend war dann der Moment, als der erste Springer das Flugzeug verließ. Tatsächlich muss man sich als sonst eher erdennah lebender Bürger erstmal darüber klar werden, dass eben jemand aus dem Flugzeug gesprungen ist.

Beeindruckend war dabei neben dem belustigten Gesichtsausdruck vor allem die Geräuschkulisse (vergleichbar mit einer ziemlich großen Verpuffung), mit der der Springer in rasantem Tempo aus der Blickfläche verschwindet.

Rasant geht es weiter und bevor man sich versieht, steht man selbst an der geöffneten Flugzeugtür und hat den Flugwind im Gesicht.

Wirklich erstaunt war ich darüber, wie wenig Überwindung es kostet, tatsächlich zu springen. Meine Erwartungshaltung für diesen Grenzgang war doch eine andere :-) Nach einer kurzen Selbstansprache folgte dann also – der Sprung ins “Nichts”.

Wo bin ich? Es ist ungefähr eine Sekunde vergangen – gefühlt ist ein Jahr seit dem Sprung aus dem Flugzeug vergangen. Der Blick nach oben verrät: der Schirm ist geöffnet. Einer kurzen Erleichterungsphase folgend schießt die Erkenntnis, dass der Schirm verdreht ist. Nach all dem Notfalltraining kommt man schon ins Grübeln, ob eine Trennung des Schirms und die Nutzung der Reserve jetzt angebracht wäre.

Verflixt, du hast vergessen zu zählen! 121 – 122 – 123 – ach, mittlerweile ist soviel Zeitvergangen, dass sich das ohnehin erübrigt. Und gezählt hast du trotzdem noch – ok, doppelt hält besser. Einer kleinen mentalen Lockerungsübung durch einen schweifenden Blick über die ungewohnte und wirklich weite Sicht folgt die Erkenntnis, dass sich das Problem des Eindrehens von selbst löst. Sehr schön :-)

Jetzt aber! Nach der durchaus aufregenden Phase des Starts weicht langsam die Überdosis Adrenalin. Der Schirm will gesteuert werden und überhaupt entsteht eine ziemlich große Neugier nachdem man sich langsam überzeugen konnte, dass es sich um eine komfortable und sehr vertrauenserweckende Sitzposition handelt. Also – Steuerung probieren, Bremsproben durchführen und orientieren. Alles fühlt sich etwas ungewohnt aber machbar an – im Gegensatz zu den ersten Gehversuchen im Auto oder auf dem Motorrad eine einfache Übung.

Mist, wieso sieht von oben alles gleich aus? Zwar hat der Lehrer unten eine Luftaufnahme des Landeareals gezeigt – hier ist jedoch nichts – aber auch wirklich garnichts davon zu erkennen. Erstmals folgt die ernsthafte Frage nach den weiteren Springern. Mein Vorgänger hatte ganz vernünftig Kurs genommen und siehe da – hinter ihm liegt das Fluggelände.

Öhm, wie jetzt? Die Bremsversuche sowie die kleine Spielerei bezüglich des Kurvenverhaltens hatten zeitnah dazu geführt, dass der Flugplatz unter uns war.

Ding! Da war doch noch was! Der Höhenmesser! Der Blick verriet eine Höhe von 500 Metern (das war meine erste Erkenntnis über die Höhe nachdem ich im Flugzeug geprüft hatte, dass wir uns wirklich auf 1200 Meter befinden) und ich befand mich bereits über dem Landeareal. Korrekt ist anders – für den ersten Sprung fand ich mich bis dahin allerdings schon ganz gut :-) Zeit eine Wende einzuleiten und sich gegen den Wind zu stellen.

Hmm… Leichte Ernüchterung machte sich über den Umstand breit, dass der Wind für eine Korrektur zum korrekten Landeanflug zu reichlich ist (bzw. dass meine Navigation zum jetzigen Standort mangelhaft war…). Naja – dann eins – zwei – drei – vier – wieviele auch immer – kleine Kürvchen und schon ist das Gras am Boden in seiner bekannten Form zu sehen.

Die Landung gestaltet sich verhältnismäßig unkompliziert, was jedoch mangels Erfahrungen an fehlender Vorstellungskraft liegt. Kräftig gebremst (“flaren”) und schon spüre ich den Boden wieder unter den Füßen. Wäre ich darüber nicht so überrascht gewesen, hätte ich sogar stehen bleiben können – von einer harten Landung, wie sie durch den Lehrer angekündigt war, blieb ich verschont.

Im Nachhinein betrachtet war das Vergnügen viel zu kurz. Die Aussicht, die Luft, die Geräusche, der Gedanke an den Absprung – alles in Allem passiert innerhalb weniger Minuten so viel, dass man es nicht wirklich aufnehmen kann. Abgesehen von der Landung, die doch erheblich vom theoretisch vermittelten Ablauf abwich, ging gefühlt alles ganz koordiniert zu.

Mein persönliches Fazit: das muss definitiv nochmal sein :-)

Anbei habe ich eine Hand voll Bilder eingestellt, die bedingt durch fehlende freie Hände lediglich am Boden entstanden sind.

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Skype für Android – jetzt ist es fertig!

Nachdem ich in Folge des Telefonwechsels den Android-Market unter anderem auch nach Skype-Apps durchforstet und etwas enttäuscht festgestellt habe, dass keine wirklich brauchbare Anwendung dabei ist, lese ich heute etwas überrascht, dass die Skype-App fertiggestellt und verfügbar ist.

Neben dem Austausch von Nachrichten soll auch das Telefonieren unterstützt werden. Ob dies praktisch auch über mobile Datenverbindungen funktioniert wird sich ebenso zeigen wie die Nutzbarkeit der Messaging-Funktionen und – ein nicht unentscheidendes Kriterium – der zusätzliche Stromverbrauch.

Ich werde die nächsten Tage einem kleinen Praxistest durchführen und dann nochmal darauf zu sprechen kommen :-)

Via Golem,

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