Archiv vom Oktober 2010

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Sächsische Grenzkriminalität

Die Fallzahl für Grenzkriminalität scheint sich  auf hohem Niveau einzupendeln und nachdem auch Bundesinnenminister de Maizière Opfer geworden ist werden nun – Schritt um Schritt – Maßnahmen geplant. Insbesondere der Automobilexport nach Osteuropa floriert, was durch die kontrollfreie Durchfahrt begünstigt werden dürfte.

Neben dem Ansatz der grenzübergreifenden Zusammenarbeit, die auch Verfolgungen über die Grenze hinweg sowie gemeinsame Dienststellen beinhalten,  setzt man auch auf technisches Gerät. Ein mobiles Kennzeichenlesegerät soll das Aufspüren gestohlener Fahrzeuge erleichtern – das Gerät scheint bereits zu existieren nur hängt die Novelle, die den Einsatz rechtlich legitimiert, seit 2007 im Landtag.

Na dann – bleibt auf rückläufige Zahlen zu hoffen.

Via SZ.

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Windows Phone 7 mit holprigem Start

Microsoft verprobt mit Windows 7 den Angriff auf die Konkurrenz, die bereits jetzt eine Übermacht zu stellen scheint. Apple (iOS) und Google (Android) bieten Betriebssysteme, die einerseits funktional  bereits vom Start weg einem herkömmlichen Telefon überlegen sind und den Begriff Smartphone neu definieren und andererseits über die Stores funktional in einer bis dato unbekannten Art und Weise erweitert werden können.

Da Microsoft die erste Welle verpasst hat, dürfte sich der Start zum jetzigen Zeitpunkt schon schwierig gestalten, da weder eine etablierte Entwicklungsumgebung noch ein großer Fundus an Applikationen bereitsteht.

Soviel zur blanken Theorie – der Praxistest findet sich bei Golem. Ich denke, das läuft unter “was nicht ist, muss unbedingt in naher Zukunft werden…”. Wirklich irritiert bin ich über das Bedienkonzept, was sich von Apple und Google in einigen Punkten doch (teils unangenehm) unterscheidet.

Eine wirklich schöne Idee: der Microsoft-Marketplace unterstützt einen Testkauf. Sofern Anbieter kostenpflichtiger Software die Option wählen, kann der Nutzer diese vor dem Kauf herunterladen und selbst ausprobieren. Wenn ich mir den Android-Store so betrachte, könnte ich mir dies auch dort vorstellen. Aktuell sind zu kostenpflichtigen Anwendungen oftmals Lite-Versionen gelistet, die potenzielle Kunden anfüttern sollen.

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IT-Markt? Wächst…

Nachdem im letzten Jahr konjunkturbedingt eine Verschnaufpause angesagt war, erholt sich der ITK-Markt 2010 und kehrt zu altem Wachstum zurück. Die Treiber sind vornehmlich im Hardwaregeschäft zu finden, was einerseits erstaunlich, bei genauer Betrachtung der Produktgruppen jedoch nachvollziehbar erscheint.

Besonders hohe Wachstumsraten werden demnach insbesondere in den Bereichen Smartphones, mobile Computing und Flachbildfernsehen erwartet.

Parallel dazu sind auch wieder Berichte über steigende Gehälter und den Mangel an Fachkräften zu finden.

More: Heise.

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Elbe-Staustufe: Vorgehen? Wie immer…

Die durch unsere tschechischen Nachbarn geplante Staustufe für die Elbe verursacht – erwartungsgemäß – erheblichen Streit. Ziel des Bauwerks ist die Beeinflussung des Wasserstands der Elbe – in erster Linie die Erhöhung bei Niedrigwasser um die Schifffahrt auch in den Sommermonaten aufrecht erhalten zu können.

Da die Auswirkungen der Maßnahme insbesondere auf deutschem Gebiet spürbar sein werden (das Bauwerk wird von Deutschland aus betrachtet kurz hinter der Grenze stehen), kommt ein Beteiligungsverfahren zur Anwendung.

Aktuell sehen sich die Beteiligten auf deutscher Seite ins Abseits geschoben, da von den mehr als 500 Seiten fassenden Planungsdokumenten lediglich eine Zusammenfassung von 28 Seiten ins Deutsche übersetzt wurde. Eine Übersetzung der vollständigen Unterlagen wurde vorerst gestoppt, da innerhalb der Frist des Beteiligungsverfahrens nicht davon auszugehen war, dass man die Übersetzung und folgend eine Bearbeitung innerhalb des Zeitfensters abarbeiten kann.

Man kann es drehen wie man will – betrachtet man die großen Bauvorhaben der letzten Zeit (Dresden: BAB 17 und Waldschlößchenbrücke, Stuttgart: Stuttgart21, …)  sind die  wichtigsten Aspekte das Stakeholdermanagement und darin insbesondere die Öffentlichkeitsarbeit. Werden Vorhaben, bei denen in irgendeiner Weise in größerer Menge (wenn auch nur gefühlt) Personen ein Gefühl der Betroffenheit entwickeln, hinter verschlossenen Türen entwickelt und durchgeführt, ist der Protest programmiert. Irgendwie fühlt sich das wie eine neue Form der Demokratie an, in der die Menschen auch selbst aktiv werden und einen gewissen Grad an Mitbestimmung einfordern. Jetzt gilt es ansich nur noch, die Vorteile dieser neu gewonnenen Qualität herauszuarbeiten.

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Exklusivvermarktung iPhone: Ende!

Seitdem das iPhone von Apple erhältlich ist, wurde es exklusiv (in Deutschland über T-Mobile) vertrieben. Apple hat damit einen strategisch interessanten Weg beschritten, der nun endet.

Abgesehen davon, dass bereits seit geraumer Zeit iPhones ohne SIM- oder Net-Lock über mehr oder minder offizielle und zulässige Kanäle bezogen werden konnten, steigen jetzt die Provider in das Geschäft mit den kleinen Spielzeugen ein. O2 und Vodafone machen den Start, wobei ich auf Grund fehlender HSDPA-Verfügbarkeit nicht davon ausgehe, dass E-Plus nachzieht.

Wo liegt der Preis? Entgegen meinen Erwartungen gelingt der Einstieg relativ nah am Markt. O2 bietet das iPhone 3GS für 529 € an; ein iPhone 4 gibt es ab 649 €. Das Topmodell liegt mittlerweile auch (weit entfernt vom Einführungspreis > 1000 €) in einem “erreichbaren” Rahmen und kann für 749 € erstanden werden.

Interessant dürften für die meisten Kunden die Kombinationen aus Gerät und Tarif sein. In Abhängigkeit vom fix vereinbarten Kostensatz wird der Preis wohl nochmal um einiges tiefer liegen.

Der größte Vorteil? Entgegen der bisherigen Praxis können sich iPhone-Interessierte ihr Gerät einfach beim Netzbetreiber ihrer Wahl abholen und es sind keine Konfigurationsänderungen für Zugriffe, etc. mehr erforderlich.

Die Klage, über die ich im Jahr 2007 berichtet habe, ist damit auch hinfällig :-)

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Wirtschaft im “Reich der Mitte”…

Foxconn – der weltgrößte Auftragsfertiger weltweit – investiert weiter kräftig und baut damit seine Fertigungskapazitäten aus. Insgesamt 1,4 Mrd. US-$ sollen in eine Produktionsstätte in China fließen. Bisher beschäftigt das Unternehmen ca. 920.000(!) Personen in der Produktion von Technik, die dann im Rest der Welt verkauft wird. Die Kunden setzen sich aus den größten Konzernen der Branche zusammen (u.a. Apple).

Die Investition wird voraussichtlich im “rückständigen” Westen Chinas – genauer im Großraum Chengdu – platziert. Ich gehe davon aus, dass nach den letzten Gehaltsrunden infolge der Selbstmordserie ein Platz gesucht und gefunden wurde, wo finanzielle Forderungen in den nächsten Jahren erstmal nicht entstehen.

Ich bin gespannt, wie sich der Trend zu günstigen “manuellen” Tätigkeiten (vor dem Hintergrund der immensen Beschäftigtenzahlen kann es sich um nichts anderes handeln) weiterentwickelt. Selbst bei den im Vergleich zu westlichen Verhältnissen im Dumpingbereich angesiedelten Löhnen sollte doch Automatisierung Sinn ergeben?!

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