Die Diskussion um einen möglichen U-Bahn-Bau im schönen Dresden ist zwar seit mehr als einem Jahrzehnt eingeschlafen, wird allerdings dieser Tage durch den damaligen Stadtplaner Michael Kaiser wieder angeheizt. Das Projekt wurde Mitte der 90er Jahre hochmodern geplant und auf ein Volumen von 700 Mio. D-Mark geschätzt. Dafür würden Dresdner und deren Gäste auf der prestigeträchtigen Innenstadtstrecke einen Meter unter der Erde vollautomatisiert chauffiert. Weiterhin war eine bedarfsgesteuerte Wagenfolge vorgesehen – eine Technologie, die seinergleichen auch überregional sucht.
Interessanterweise wird heute davon ausgegangen, dass das gleiche Projekt nun 800 Mio. € kosten würde – Rückschlüsse auf die Inflationsrate kann nun jeder für sich ziehen. Ähnlich wie bei der vergangenen Entscheidung (gegen das Projekt) wird wohl auch diesmal keine Mehrheit – aller Voraussicht nach nicht einmal für eine erneute Diskussion – zusammenkommen.
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