Archiv vom September 2010

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Windows Live Spaces wandert zu WordPress.com

Etwas überrascht habe ich gerade den Artikel zur Einstellung des Microsoft-Dienstes Windows Live Spaces gelesen und musste mir erstmal die Augen reiben. Microsoft stellt seine Blogplattform, auf der Nutzer ihr Online-Tagebuch pflegen konnten, ein und empfiehlt die Migration zu WordPress.com.

Abgesehen davon, dass ich WordPress für Blogs  nahezu alternativlos im Raum sehe, verwundert mich die Empfehlung von Microsoft doch.

Sei es drum – für die Migration existiert ein Tool, welches durch eine Anleitung (in Kooperation Microsoft – Automattic, WordPress-Entwickler und Plattformbetreiber WordPress.com entstanden) untersetzt den Umzug erträglich gestalten soll. Da ich Windows Live Spaces nicht getestet habe, erlaube ich mir kein Urteil über die Nutzbarkeit der Plattform wünsche aber trotzdem einer hoffentlich großen Userzahl viel Spaß mit ihrer neuen WordPress-Oberfläche in einer OS-geprägten Anwendung.

Auch wenn gerade im Kurztest unter www.windowslive.com/spaces eine Webseite zu sehen ist, die nicht auf die Einstellung dieses (dort angebotenen) Dienstes schließen lässt, gehe ich (begründet durch den Blick in den Kalender, der für heute nicht den 1.4. anzeigt) von der Korrektheit der durch Golem recherchierten Information aus. Dort ist auch ein Verweis auf spaces.live.com zu sehen (was nicht zu meiner Recherche gelinkt ist und folglich ein anderes Angebot darstellen könnte).

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(Abschlepp-)Marathon in Berlin

Wie jedes Jahr findet am Wochenende der Berlin-Marathon statt. Ebenfalls wie jedes Jahr werden im Vorfeld die Strecken für den rund 41 km langen Lauf sowie den im Vorfeld stattfindenden Skater-Marathon geräumt.

Die Performance bei der bei der Räumung ist jedenfalls beeindruckend – wenngleich ich keinen Wert auf eigene Erfahrungen lege :-)

Anbei zwei kurze Eindrücke von der Szenarie :-)

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Hartz IV: Anhebung Regelsatz

Es wird gezerrt und gestritten und vor allem noch geschwiegen und spekuliert. Die Transferzahlung an ALG-2-Bezieher soll den aktuellen Gegebenheiten angepasst – heißt erhöht – werden. Während zwischenzeitlich auch schonmal größere Summen zu lesen waren, spricht der Spiegel in seiner Online-Ausgabe heute von weniger als 20€ pro Monat und beruft sich mit der Aussage DPA. Den Wert möchte man von einem Teilnehmer der Unionsministerpräsidentenrunde erfahren haben, die traditionell im Vorfeld zur Bundesratssitzung in Berlin stattfindet.

Ich möchte keine Debatte über Sinn und Unsinn der Höhe des Regelsatzes anstoßen – eine kleine und unscheinbar verpackte Information fand ich viel interessanter: Unter dem Stichwort “Teure Reform” ist folgendes zu lesen:

Das könnte zum Kraftakt werden: Allein für die geplanten neuen Bildungsausgaben für Kinder und das kostenfreie Mittagessen an Schulen und in Kitas rechnet die Regierung mit mehr als 600 Millionen Euro Zusatzausgaben. Steigen die Regelsätze für Erwachsene nur um zehn Euro, kommen, so eine Faustformel, noch einmal mindestens 700 Millionen dazu.

Die höchst ominöse “Faustformel” lässt sich unglaublich einfach rekonstruieren – warum der Inhalt in einer so verkrampften Art und Weise umschrieben wird, erschließt sich mir nur bedingt. Egal wie: die Rechenvorschrift zur Ermittlung der kritischen Zahl:

700 Mio. € jährliche Zusatzausgaben für eine Erhöhung um 10 € geteilt durch 12 Monate ergibt die zusätzlichen monatlichen Ausgaben in Höhe von 58,3 Mio. €. Monatliche Mehrausgaben in Höhe von reichlich 58 Mio. € klingen schon gewaltig – interessanter ist jedoch die Anzahl der Leistungsbezieher. Man teile also den ermittelten Wert durch die 10 €, die der Berechnung zugrunde gelegt wurden und erhält rund 5,83 Mio. Hartz IV-Empfänger.

Gemessen an runden 3 Mio. kommunizierten Arbeitssuchenden gemäß der aktuellen Statistik hört sich eine Gesamtmengenlage von

! 9 Mio. Arbeitssuchenden !

schon etwas reeller an – auch wenn selbst dieser Wert noch zu niedrig sein dürfte.

Da es sich hier nicht um die Gesamtperspektive handelt, wird es wohl eine Fortsetzung des Artikels geben müssen…

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Eine U-Bahn für Dresden!

Die Diskussion um einen möglichen U-Bahn-Bau im schönen Dresden ist zwar seit mehr als einem Jahrzehnt eingeschlafen, wird allerdings dieser Tage durch den damaligen Stadtplaner Michael Kaiser wieder angeheizt. Das Projekt wurde Mitte der 90er Jahre hochmodern geplant und auf ein Volumen von 700 Mio. D-Mark geschätzt. Dafür würden Dresdner und deren Gäste auf der prestigeträchtigen Innenstadtstrecke einen Meter unter der Erde vollautomatisiert chauffiert. Weiterhin war eine bedarfsgesteuerte Wagenfolge vorgesehen – eine Technologie, die  seinergleichen auch überregional sucht.

Interessanterweise wird heute davon ausgegangen, dass das gleiche Projekt nun 800 Mio. € kosten würde – Rückschlüsse auf die Inflationsrate kann nun jeder für sich ziehen. Ähnlich wie bei der vergangenen Entscheidung (gegen das Projekt) wird wohl auch diesmal keine Mehrheit – aller Voraussicht nach nicht einmal für eine erneute Diskussion – zusammenkommen.

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Dresden: bald nur noch digitale Fahrpläne

Die DVB (Dresdner Verkehrsbetriebe) haben angekündigt, die papierbasierten Fahrpläne gänzlich abzuschaffen und stattdessen digitale Infoterminals zu platzieren, die den Fahrgast live (und aller Voraussicht nach in Farbe) informieren.

Nachdem ich im Rahmen des kürzlich durchgeführten Sommerurlaubs (man möge mir die Schreibpause verzeihen) über moderne Möglichkeiten des Ticketlösens gestaunt habe, kann ich diesen Schritt ansich nur begrüßen. Eine kurze Episode aus Zagreb im wunderschönen Kroatien (die Bilder warten leider noch auf Bearbeitung):

Abgesehen davon, dass die neueren Beförderungswagen über ein sehr modernes – fast schon “spaciges” Design verfügen, hat man als Fahrgast grundsätzlich drei Möglichkeiten der Bezahlung:

  • Kauf eines Papierfahrscheins
    Der Kauf eines Papierfahrscheins ist an jedem Zeitungskiosk möglich. “Gelocht” – also eher bedruckt – wird dieser dann in der Bahn, jedoch bietet grundsätzlich nur ein einziger Automat die Möglichkeit der Entwertung von Papierfahrscheinen (nämlich der direkt beim Fahrer). Allein schon die Menge der Entwerteautomaten für Papierfahrscheine lässt darauf schließen, dass es sich um ein Auslaufmodell handelt.
  • Kauf einer “Bezahlkarte”
    Eine elektronische Karte enthält ein aufzuladendes Gutachten, welches durch ein berührungsloses Verfahren direkt in der Bahn abgebucht wird. Mein Kroatisch ist leider nicht so prima, so dass ich nicht eruieren konnte, inwiefern die Aufladung der Bezahlkarte einer einfachen Methodik unterliegt – den Ansatz fand ich aber klasse :-)
  • Bezahlung per SMS
    Man versendet bei Fahrtantritt eine SMS an eine bestimmte Telefonnummer und löst somit ein Ticket. Es handelt sich dabei um eine Fahrt in einem Verkehrsmittel – komplizierte Tarifstrukturen findet man nicht. Klasse!

Für die moderne Jugend könnte ich mir sogar vorstellen, die Bezahlung über eine App durchzuführen.

Zurück nach Dresden: ich freue mich auf die Aufwertung des Stadtbildes sowie der Erhöhung der Servicequalität des lokalen Nahverkehrsanbieters und hoffe, dass die Systeme über eine gewisse Datendynamik verfügen werden, so dass reelle, unter Einbezug der aktuellen Verkehrslage verlässliche, Zeiten angezeigt werden :-)

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Genial einfach – einfach genial…

Warum einfach wenn es auch kompliziert geht? Dieser Frage scheinen viele Dienste unbewusst zu erliegen – mit folglich schlecht zu identifizierendem Nutzen und mäßiger Usability. Anders ist zumindest in diesen Punkten die Idee, die im Zimmer eines Studenten bei der Vorstellung von Google Instant entstand: ytinstant.com.

Es handelt sich um eine Livesuche im Youtube-Bestand – ähnlich wie Google es für normale Suchanfragen angekündigt hat. Golem dazu:

Eigentlich war es nur eine Wette unter Studenten: Nach der Vorstellung von Google Instant wettete Feross Aboukhadijeh mit seinem Zimmerkameraden Jake Becker, er könne innerhalb einer Stunde eine Art Youtube Instant auf die Beine stellen. Mittlerweile liegt ihm ein Jobangebot von Youtube vor.

Schöner Einstieg ins Berufsleben – viel Erfolg! :-)

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